FondsAnbieter- J.P. Morgan Asset Management: Positives Umfeld für Anleihenanleger

03. März 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- J.P. Morgan Asset Management: Fünf Anleihensegmente mit Rückenwind

Flexible Positionierung ermöglicht die Ausnutzung der sich ergebenden Chancen

J.P. Morgan Funds – Global Bond Opportunities Fund bietet seit drei Jahren indexunabhängige Anleiheninvestments

Die globalen Kapitalmärkte bieten laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management derzeit ein positives Umfeld für Anleihenanleger: „Das gedämpfte globale Wachstum, die niedrige Inflation sowie die anhaltend unterstützende Zentralbankpolitik stellen gute Bedingungen für Bonds dar“, unterstreicht Nicholas Gartside, International Chief Investment Officer für Anleihen bei J.P. Morgan Asset Management in London. Trotz dieser positiven Impulse bleibt es für Anleger im fortwährenden Niedrigzinsumfeld jedoch weiterhin herausfordernd, positive Erträge zu erzielen. Denn inzwischen notieren Staatsanleihen in Höhe von mehr als 6 Billionen US-Dollar im negativen Terrain  – dies macht es laut Gartside für Anleger notwendig, neue Wege einzuschlagen. „Nicht alle Bonds sind gleich: Wer nicht mit niedrigen oder gar negativen Renditen leben möchte, sollte bewusst etwas mehr Risiko in Kauf nehmen und sich Anleihensegmenten zuwenden, die nach wie vor attraktive Ertragschancen bieten.“

Gartside sieht derzeit gleich fünf Anleihensegmente mit interessantem Potenzial, die aus seiner Sicht in den kommenden zwölf Monaten einen Ertrag von bis zu 5 Prozent ermöglichen können: Europäische Hochzinsanleihen erhalten derzeit beispielsweise Rückenwind durch die Liquiditätsspritzen der EZB und den schwachen Euro. Zudem befindet sich Europa im Vergleich zum US-Hochzinsmarkt in einer früheren Phase des Kreditzyklus und hat einen deutlich geringeren Anteil von Energieunternehmen. „Im Vergleich zum US-Hochzinsmarkt erscheinen die Renditen in Europa vielleicht weniger attraktiv, aber es darf nicht vergessen werden, dass das allgemeine Zinsniveau in den USA bereits deutlich höher ist. Zudem sind die Ratings der US-Unternehmen qualitativ weniger gut und die Duration fällt dort höher aus. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sind die Risikoaufschläge in Europa derzeit tatsächlich attraktiver als in den USA“, betont Gartside.

Auch US-Hochzinsanleihen sind laut Gartside weiterhin attraktiv, müssen aufgrund des notleidenden Energiesektors aber umso sorgsamer ausgewählt werden, denn es wird in dem Segment sicherlich zu einer höheren Ausfallrate kommen. Auf den Gesamtmarkt bezogen sollten die Ausfälle jedoch im Rahmen bleiben, denn das Risiko einer Rezession in den USA über die kommenden zwölf Monate ist aus seiner Sicht verhältnismäßig gering. Das derzeitige Niveau der Risikoaufschläge im US-Hochzinsmarkt sei allerdings kompatibel mit einem solchen Szenario, weshalb Gartside hier ein erhöhtes Ertragspotenzial sieht, sollte sich das erhöhte Spread-Niveau normalisieren.

Einen Blick lohnen laut Gartside auch europäische Finanzanleihen. „Banken  haben durch die strengere Regulierung nach der Finanzkrise ihre Reserven und Kapitalrücklagen gestärkt und gleichzeitig Schulden abgebaut – das macht sie für uns interessant“. Hybridanleihen bieten dabei seiner Meinung nach eine besonders gute Investmentchance. Es gilt allerdings auch in diesem Segment, sehr selektiv vorzugehen, und vorsichtig bei Instituten mit hohem Schwellenländerengagement zu sein. Hingegen seien Banken in Ländern mit starker Regulierung wie UK, Schweiz oder Skandinavien und einem stärkeren Fokus auf das Endkundengeschäft sehr attraktiv.

Ein weiteres interessantes Segment sind sehr langlaufende Unternehmensanleihen mit beispielsweise bis zu 30 Jahren Laufzeit. „Die derzeitige Steilheit der Kreditkurve ist auf einem historisch unvergleichlichen Niveau. Hier sehen wir attraktive Möglichkeiten, vom Zinsrisiko mit qualitativ hochwertigen Unternehmenstiteln zu profitieren.“

Staatsanleihen aus Peripheriestaaten der Eurozone stehen in der Gunst von Gartside ebenfalls weit oben: Nach umfangreichen, zum Teil schmerzhaften Einschnitten sind in diesen Ländern mittlerweile positive Veränderungen erkennbar. Die Volatilität wird zwar wahrscheinlich hoch bleiben, dennoch sollten sich die Spreads spanischer und italienischer Staatsanleihen vom aktuellen Niveau deutlich einengen, was attraktive Ertragsmöglichkeiten bietet – dies liegt zumindest angesichts der Bestätigung durch die EZB, die quantitativen Lockerungsmaßnahmen bis ins Jahr 2017 fortzuführen, nahe. „Während die Staatsanleihen der Kernländer weiterhin auf äußerst niedrigem Renditeniveau verharren und viele Anleihen negativ notieren, bietet die Peripherie also eine echte Alternative“, so Gartside.

Benchmarkunabhängige Strategien bevorzugt

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gestiegenen Volatilität an den Anleihenmärkten sind für Anleiheninvestoren laut Gartside neue Wege sinnvoll: Eine Möglichkeit dabei ist, sich von einer Anleihenbenchmark loszusagen und sich auf flexible Anlagestrategien zu konzentrieren. „Die Benchmark bindet den Investor üblicherweise in der Duration und beschränkt sein Anlagesegment. Zudem belohnen Rentenindizes gewisse Fehlentwicklungen: „Die Gewichtung derjenigen Emittenten, die viele Anleihen am Markt platziert haben und sich somit hoch verschulden, steigt automatisch innerhalb des Index – und das in einer Zeit, in der die Rückzahlungsfähigkeit tendenziell sinkt“, so der Experte. Mit einem flexiblen, benchmarkunabhängigen Konzept könne man dagegen in die Bereiche investieren, die das höchste Ertragspotenzial aufweisen – und zwar ohne Sektorvorgabe und unabhängig von geografischen Regionen.

Eine solche globale und flexible Strategie nutzt der JPMorgan Funds – Global Bond Opportunities Fund seit inzwischen drei Jahren und investiert unabhängig von Sektoren oder Regionen in die Bereiche mit dem attraktivsten risikoadjustierten Ertragspotenzial. Dabei arbeitet das Fondsmanagement mit einer kontinuierlichen Anpassung des Risikos. Der Investmentprozess des Fonds basiert sowohl auf qualitativem als auch auf quantitativem Input der globalen Anleihenexperten. Damit können die Fondsmanager – neben  Nicholas Gartside sind dies Robert Michele und Iain Stealey – durch ein aktives Durationsmanagement beispielsweise Zinsänderungsrisiken für Anleger minimieren. Da sie nicht an eine Benchmark gebunden sind, nutzen sie das gesamte Spektrum der Sektoren, von Staatsanleihen bis High Yield.

Informationen zum Fonds: JPMorgan Funds – Global Bond Opportunities Fund

ISIN Anteilklasse A (inc) EUR (hedged)         LU1039371676 / WKN A1XETG

Benchmark                                                      Barclays Multiverse Index (Total Return Gross) in EUR

ISIN Anteilklasse A (acc) USD                        LU0867954264 / WKN A1KA5L

Benchmark                                                      Barclays Multiverse Index (Total Return Gross)

Portfoliomanager                                             Nicholas Gartside, Iain Stealey und Robert Michele

Auflegungsdatum                                            22. Februar 2013

Fondsvolumen                                                949,5 Mio. US-Dollar (Stand: 19. Februar 2016)

Weitere Informationen finden Sie hier: www.jpmorganassetmanagement.de/de/showpage.aspx?pageid=502

 

jpmJPM. Hintergründig.
JP Morgan Asset Management gehört zu JP Morgan Chase & Co. Gegründet 1799 in den USA. Verwaltetes Vermögen: 1,3 Bill. US-Dollar, davon in Deutschland 15 Mrd. US-Dollar. Fonds in Deutschland: über 160. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: über 700. Ständige Vertreter in Deutschland: Dr. Christoph Bergweiler, Michael Mewes und Jens Schmitt. Stand: 30.06.2015. SJB Abfrage: 30.09.2015.

https://www.jpmorganassetmanagement.de

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