SJB-Sparer-Geschenke-Reports-StandPunkte-Suche Fonds: Yale-Studie – Hilft Deutsch sprechen beim Sparen?

19. März 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Sparer-Geschenke-Reports-StandPunkte-Suche Fonds: Yale-Studie – Hilft Deutsch sprechen beim Sparen? Warum haben die Griechen einen hohen Schuldenstand und die deutschen Sparer einen vergleichsweise niedrigen? „Eine Studie aus Yale nähert sich dem Thema sprachpsychologisch“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Eine Studie aus Yale legt nahe, dass die Griechen wegen ihrer Sprache Probleme mit dem Sparen haben – sie sprechen Griechisch statt Deutsch. Eine bahnbrechende These: Wenn die Sprache auch die Raten beim Sparen und die Fonds Suche bestimmen, dann können die Sparer sich ja auf die Auswahl einer besonders spareffizienten Sprache einigen. Deutsch zum Beispiel.“

Liebe FondsBlogger, der Ausgangsgedanke der Studie von Keith Chen, Volkswirt in Yale, ist leicht nachvollziehbar. Er unterscheidet in der Analyse zwei Gruppen von Sprachen:  Die eine Gruppe unterscheidet grammatisch klar zwischen Gegenwart und Zukunft, in der anderen Gruppe ist der semantische Übergang fließend. Sparer, die Deutsch sprechen, sagen „Morgen scheint die Sonne“, benutzen also als Tempus die Gegenwart, meinen aber die Zukunft. Im Englischen wird im Tempus klar zwischen der Gegenwart und Zukunft unterschieden: „Die Sonne scheint jetzt” und  „Morgen wird die Sonne scheinen”. unterschieden. Ein futurisches Präsens kennen englische Sparer nicht und griechische Sparer auch nicht.

Die Zukunft bringen nicht nur deutsche Sparer ambivalent zum Ausdruck, sondern auch chinesische und etliche skandinavische Sparer. Dem Englischen ähneln neben Französisch auch Portugiesisch, Italienisch, Irisch (Gälisch), Griechisch und Spanisch, so dass in SJB Perspektive alle in der Substanz bedrohten Staaten Europas ein ähnliches sprachliches Zukunfts-Profil haben. Angesichts dieser Unterschiede fragt sich Chen, ob die letztgenannte Sprachgruppe mit einer klaren Trennung zwischen Heute und Morgen unter wirtschaftlichen Aspekten nicht auch den kurzfristigen Ertrag höher gewichten als den langfristigen Ertrag. „Das war in höchstem Maße der Fall“, erklärt Chen. „Sprachmuster können die Denkmuster und die Handlungsmuster beeinflussen.“

Chen ist auf Grundlage seiner Studie überzeugt, dass Menschen mit einem mehr fließenden Gebrauch von Gegenwart und Zukunft mehr Sparen, weniger Rauchen, sportlich aktiver sind und sich allgemein aktiver auf die Zukunft vorbereiten. Wer umgekehrt agiere und etwa weniger spare, kommuniziere und denke dagegen vermutlich mit einer klaren sprachlichen Differenzierung zwischen Gegenwart und Zukunft. Sozialforscher Daniel Casasanto, ebenfalls Yale, ergänzt: „Es gibt nun eine Menge Beweise dafür, dass Menschen mit unterschiedlicher Sprache auch unterschiedlich denken. Oft handelt es sich dabei nicht um kulturelle Unterschiede, sondern es ist die Sprache, die das Denken der Leute verändert.“

Dazu passt aus SJB Sicht ein weiteres Ergebnis aus der Studie, dass Sparer aus Ländern, in denen die Zukunft grammatisch fließend ist, die aber in demografischen Kriterien mit Ländern der anderen Gruppe übereinstimmen, im Durchschnitt 170.000 Euro mehr im Depot habe. In dieser Gruppe liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Sparer etwas zurücklegen, pro Jahr bei 30 Prozent. Ähnlich die Ergebnisse der Analyse im Bereich Gesundheit: Beim Eintritt in den Ruhestand sei der Anteil der Raucher unter den „Zukunft-Indifferenten“ um 24 Prozent geringer. In der Kategorie „regelmäßiger Sport“ liegt er um 29 Prozent und in der Kategorie „Fettleibigkeit“ um 13 niedriger als in der Vergleichgruppe.

Die Resonanz auf die Yale-Studie von Chen ist beachtlich. So erwägt die FAZ, „dass mit Deutsch, Finnisch oder Koreanisch anstatt mit Griechisch, Italienisch oder Englisch weniger Schulden gemacht würden“. Und mit Blick auf die Zukunft der Sparer in Europa räsoniert das Blatt: „Wenn die Sprache aber tatsächlich so einen großen Einfluss auf das Verhalten und Denken der Menschen haben sollte, dann wirft das die Frage auf, wie groß die daraus resultierende Bürde für ein langfristig noch stärkeres Zusammensachsen der EU ist.“

SJB FondsSkyline. Fazit. Yale-Studie – Hilft Deutsch sprechen beim Sparen?

Ein verständliches und klares Deutsch zu sprechen, hilft ganz sicher beim Sparen. Einfach nur Deutsch zu sprechen – als grammatisches System – ganz sicher nicht. So verlockend solche Formate wie die Yale-Studie sind: Ihre Substanz ist mager. Nehmen wir noch einmal die Hypothese: „Sprachen, die grammatisch klar zwischen Gegenwart und Zukunft unterscheiden, rufen bei den Sprechern ein weniger auf die Zukunft ausgerichtetes Verhalten hervor.“ Die SJB schlussfolgert: Bei den Sprechern einer Sprache untereinander dürfte es dann keine signifikanten Unterschiede geben. Schließlich verstellt die Grammatik ja allen gleichermaßen den Blick in die Zukunft. Doch in London gibt es durchaus Sparer, die ein Sondervermögen zusammen gebracht haben, und in Athen, Rom und Madrid auch. Zweiter Punkt: Im Deutschen gibt es nicht, wie im Englischen („-ing“), eine Verlaufsform (nur im Ruhrgebiet: „Bin am Arbeiten“): Sind deutsche Sparer deswegen zum Stakkato verurteilt? Nein, wir werden durch die Sprache geformt, aber nicht verformt. Das geschieht an anderer Stelle. Und genau darum wollen wir Ihr Sparen verbessern –sprachunabhängig. Zum Beispiel mit dem Sparinvest SICAV Global Value (WKN A0DQN4, ISIN LU0138501191) mit Domizil in Luxemburg und dem Global Advantage Emerging Markets High Value (WKN 972996, ISIN LU0047906267), ebenfalls domiziliert in Luxemburg.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater denkt immer an Ihre Zukunft. In allen Sprachen der Welt. Sie erreichen ihn unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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