SJB-Investoren-Geschenke-Frühling-Reports-StandPunkte-Suche-Fonds: Schicken Banken deutsche Kommunen in die Pleite?

21. März 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Investoren-Geschenke-Frühling-Reports-StandPunkte-Suche-Fonds: Schicken Banken deutsche Kommunen in die Pleite? Die Kommunen im Westen bluten finanziell aus. Trotzdem zahlen sie Geld für den Aufbau Ost. An Rücklagen oder eine Geldanlage ist nicht zu denken. Die Kommunen im Ruhrgebiet machen mobil: Kein Geld mehr in den Osten. Ihre Werbung. Hier?„Doch der Transfer von Geld und Dienstleistungen in den Osten ist nicht die eigentliche Herausforderung der Kommunen“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Im Augenblick drehen den Kommunen die eigenen Banken den Geld-Hahn zu. Sie fürchten nicht nur, dass einige Kommunen pleite gehen können. Sie sehen ihre eigene Pleite vor Augen.“

Liebe FondsBlogger, der Solidarpakt II, 2005 gestartet, läuft noch bis 2019. Bis dahin soll Ostdeutschland laut Wertpapiermitteilung insgesamt 156 Milliarden Euro als Sondervermögen erhalten, um liquide zu bleiben und die Substanz wieder aufzubauen. Nicht nur im Ruhrgebiet nehmen Kommunen bei Banken Kredite auf, um ihren Anteil am „Aufbau Ost“ aufzubringen. Duisburg musste 2011 bei Banken rund 500 Millionen Euro aufnehmen. Auch das hochverschuldete Oberhausen lieh sich Geld bei den Banken, um den Verpflichtungen nachzukommen. Jetzt wollen sie den Solidarpakt II kündigen mit der Begründung, die Not sei im Westen größer als im Osten. Ostdeutsche Investoren sprechen dagegen von einer „Neiddebatte“.

Die wird es in den anstehenden Wahlkämpfen zweifellos geben. Viel wichtiger ist aber, dass die Banken in den deutschen Kommunen das „griechische Fieber“ entdecken. Viele Kommunen sind so hoch verschuldet, dass sie trotz vorhandener Substanz nicht mehr liquide sind. Hunderte von Kommunen müssen um die Kredite bei ihren Banken fürchten. Nach Informationen der FTD spielen viele Banken bereits die Szenarien einer möglichen Pleite durch. „Gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit sind die Schulden vieler Kommunen gigantisch“, sagt ein hochrangiger Manager einer Frankfurter Großbank. Der Ausfall von Krediten sei für die Zukunft nicht mehr auszuschließen. Was in der Analyse wie eine Schuldzuweisung klingt, könnte auf die Banken zurückfallen. Vor einer Pleite gefeit sind sie nicht. Jahrzehntelang waren deutsche Kommunalkredite aus Sicht der Banken ein absolut risikofreies Geschäft. Die Banken orientierten sich bei der Darlehensvergabe nicht am Risiko, sondern allein am Gewinn, den der Kredit als Geldanlage einbringen konnte. Viele Institute wollten das Geschäft mit den Kommunen sogar ausweiten.

Doch Griechenland hat Zweifel an der Kreditwürdigkeit öffentlicher Gläubiger insgesamt aufkommen lassen. Das Geschäft mit der kommunalen Geldanlage ist prekär geworden. Es definiert sich heute dadurch, dass die immens steigende Nachfrage nach Krediten auf ein knapper werdendes Angebot trifft. Gründe sind die Finanzkrise und die neuen Regeln für die Banken (Basel III), die künftig mehr Eigenkapital vorweisen müssen und entsprechend zurückhaltender bei der Kreditvergabe sind.

Kurzfristige Darlehen, das die vertiefende Fonds Analyse, bereiten keine Schwierigkeiten. Bei dieser Art der Geldanlage profitieren die Kommunen von der hohen Bonität Deutschlands. Bei Krediten mit langjähriger Laufzeit aber geben sich die Banken seit einziger Zeit als kritische Investoren. Für die Kämmerer der Kommunen wird es darum immer schwieriger, einen Kreditgeber zu finden. Große europäische Banken, die früher im großen Stil als Kreditgeber der Kommunen auftraten, sind selbst pleite. Die Dexia und Depfa zum Beispiel haben sich aus dem Geschäft zurückgezogen. Die WestLB, bislang einer der größten Kreditgeber für Nordrhein-Westfalens Städte und Kommunen, hat heute ihre letzte Bilanz vorgelegt – mit tiefroten Zahlen. Selbst die staatliche Förderbank KfW hat beschlossen, ihre Darlehen auf 750 Euro pro Einwohner zu deckeln.

Wie pleite die Kommunen sind, wird an den sogenannten Kassenkrediten überdeutlich. Kassenkredite sind nicht als Geldanlage gedacht, sondern nur als Überbrückungsdarlehen wie ein Dispokredit. Viele Kommunen nutzen sie inzwischen vor allem dazu, alte Schulden abzulösen. Der Bund macht es mit seinen Staatsanleihen ja vor. In den Kommunen sind diese Kredite laut Wertpapiermitteilung seit 2000 von 7,0 auf 44,3 Milliarden Euro angeschwollen. Schulden von 10.000 Euro und mehr pro Einwohner sind in Städten wie Wuppertal keine Seltenheit mehr.

SJB FondsSkyline. Fazit. Schicken Banken deutsche Kommunen in die Pleite? Wer hat schuld an dieser „griechischen“ Krise: Die Kämmerer, die das Geld genommen haben, oder die Banken, die es angeboten haben? Die Banken haben sich in sich selbst zurückgezogen und lassen ihr Umfeld im Regen stehen. Die Sorge um das Eigenkapital veranlasst die Banken nicht nur, die Kommunen zu verprellen. Sie ziehen sich auch von ihren privaten Investoren zurück. So werden in diesen Tagen Hunderttausende von Investoren per Brief darüber informiert, dass die Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken „angepasst“ wird. Das heißt: Sie wird sukzesssive gesenkt, und zwar von derzeit 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank auf 8,75 Prozent im Jahr 2025. Wollen Sie dieses Fremdeln mit privaten Investoren durch ihre Einlagen unterstützen? Oder doch lieber investieren? Mit dem Frankfurter Fonds Allianz RCM Nebenwerte Deutschland (WKN 848176, ISIN DE0008481763) und dem Frankfurter Fonds UBS (D) Equity Fund – Small Caps Germany (WKN 975165, ISIN DE0009751651).

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