SJB-Investoren-Geschenke-Reports-StandPunkte-Suche Fonds: Was können Investoren aus der Schuldenkrise lernen?

15. März 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Investoren-Geschenke-Reports-StandPunkte-Suche Fonds: Was können Investoren aus der Schuldenkrise lernen? „Als Lehman am 15. September 2008 Insolvenz beantragte, brauchte die SJB vier Tage für die Recherche. Dann rieten wir den Investoren: Keine FondsVerluste realisieren! Asset Allocation verbreitern!“, definiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt den damaligen Handlungsrahmen vor der Schuldenkrise. „Zwei Monate gingen wir bundesweit auf Tour mit der Seminarreihe Albtraum Staatsbankrott. Heute tragen Investoren schwer an der Schuldenkrise. Investoren wollen mehr über die Schuldenkrise wissen. Und das antworten die Professoren.“

Liebe FondsBlogger, und wieder hat sich ein Angestellter der institutionellen Investoren geoutet. Dieses Mal Greg Smith, verantwortlich für Derivategeschäfte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika  bei Goldman Sachs. Er hinterließ mitten in der Schuldenkrise diesen Abschiedsbrief: Warum ich Goldman Sachs verlasse. Integrität gegenüber Investoren werde in der Schuldenkrise immer seltener. Er wisse zwar nichts von illegalen Aktivitäten. Doch die Frage stehen bei Groß-Investoren im Raum: „Verkaufen Mitarbeiter komplizierte Produkte an Investoren, obwohl es nicht die passenden oder gar die einfachsten Investments sind? Unbedingt. Und zwar jeden Tag.“ Goldman Sachs wies die Vorwürfe in einer Erklärung zurück: „Wir widersprechen den geäußerten Ansichten, sie spiegeln nicht die Art und Weise wider, wie wir unser Geschäft betreiben.“

Finanzprofessor Maurice Pedergnana aus dem Schweizer Luzern erinnert, dass Mario Draghi, heute EZB-Chef, genau zu dem Zeitpunkt Chef für europäisches Risiko-Management bei Goldman Sachs war, als Griechenland in die Eurozone aufgenommen wurde, lange vor der Schuldenkrise. Die Zahlen und Schulden Griechenlands seien 2001 „so stark verdreht und verschachtelt“ worden, so die Auskunft von Pedergnana, „dass es niemandem in Brüssel auffallen mochte“. Trotz des Haircuts zeige die Schuldenkrise, dass die Probleme in der Struktur der griechischen Wirtschaft unverändert blieben. Pedergnana mit Blick auf die Investoren: „Ein Pleite-Staat bleibt pleite, egal in welcher Währung.“

Die privaten Gläubiger von schlechten Schuldnern müssten in der Schuldenkrise umlernen. Sie waren bislang im Glauben, dass zur Not die Weltbank, der IWF oder eine Staatengemeinschaft einspringen würde, wenn es darauf an kommen sollte. „Jahrelang wurden die Investoren von Verlusten verschont und zockten immer weiter mit immer schlechteren Staatspapieren“, erklärt der Luzerner Professor zur Schuldenkrise. Die Regulatoren setzten ebenfalls absurde Maßstäbe und definierten sie sogar gesetzlich: Es gebe kein risikoloseres Wertpapier als eine Staatsanleihe, und deshalb benötige man dafür auch keine Eigenmittel. Heute, mitten in der Schuldenkrise, seien Staatsanleihen zinslose Risikopapiere. Umso mehr erstaunt es, wie viele davon in den Anlagen von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherern und Vorsorgestiftungen vorzufinden sind“, wundert sich Pedergnana. „Ist das wirklich im Interesse jener Investoren, die heute Geld sparen, um in zehn oder zwanzig Jahren davon zu zehren?“

Mit Grausen sehe er, wie gering seit der Schuldenkrise die Rendite deutscher Bundesanleihen sei: „Angesichts der Inflation müsste die Rendite zehnjähriger Anleihen bei 2,5 Prozent bis 3,5 Prozent liegen, aber nicht bei 1,8 Prozent. Bei den derzeitigen Inflationsraten und erwarteten Preisanstiegen erleiden die Investoren einen jährlichen realen Wertverlust von 0,5 bis 1,0 Prozent. Bei längerfristigen Bundesanleihen sind das rasch einmal 10 Prozent.“ In den USA liege seit der Schuldenkrise der drohende Wertverlust bei den Staatsanleihen bereits bei 10 bis 20 Prozent – hinzu komme das Wechselkursrisiko. Interessant sei für Investoren die statistische Erfahrung, dass sich der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken um jährlich 3 Prozent abwertet – seit hundert Jahren!

Der deutsche Wirtschaftsprofessor Max Otte, derzeit Graz, nimmt in einem Investoren-Beitrag über Fiktion und Realität besonders die Rolle der Derivate in der Schuldenkrise aufs Korn. „In gewissem Umfang können Derivate als Absicherungsgeschäft sinnvoll sein. Doch im Zusammenhang mit den neuen Bilanzierungsregeln sind sie oftmals reine Fiktion oder zumindest Poesie auf hoher Ebene: Das Bruttoinlandsprodukt der Welt liegt bei knapp 60 Billionen US-Dollar. Das Volumen des gesamten Finanzvermögens liegt bei knapp 2.000 Billionen US-Dollar, davon alleine etwa 800 Billionen US-Dollar Derivate.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was können Investoren aus der Schuldenkrise lernen? Schon viele Investoren haben versucht, die Märkte zu beeinflussen. Langfristig sind sie alle gescheitert. Vernetzte, globale Märkte sind keine Erfindung der Neuzeit. Die Investoren der Antike schufen sich für ihre Märkte eine weltumspannende Infrastruktur, auch für ihre Finanzmärkte. Ihre Erkenntnis aus der Schuldenkrise: Werte entstehen nicht Schulden, sondern aus Sachwerten. Solche weltumspannenden Sachwerte finden Investoren zum Beispiel in internationalen Aktienfonds wie dem Loys Global P (WKN 926229, ISIN LU0107944042), domiziliert in Luxemburg, oder dem Fidelity Global Real Asset Securities EUR Hedged (WKN A0RMUW, ISIN LU0417495552) mit Domizil in Luxemburg.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater definiert für Sie, was ein Geldwert ist und was ein Sachwert. Sie erreichen ihn unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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