SJB-Fonds-StandPunkte: Venezuela holt Gold zurück. Würden Sie tauschen?

18. August 2011 von um 15:15 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?
Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB FondsSkyline–täglicher Standpunkte: Venezuela holt Gold zurück. Würden Sie tauschen? Liebe FondsBlogger, Venezuela plant laut Wall Street Journal, 6,3 Milliarden US-Dollar Barreserven von der Bank of International Settlements (BIS) in Basel und der Barclays Bank in London auf ungenannte russische, chinesische und brasilianische Banken zu übertragen. Zudem sollen 211 Tonnen Gold im Wert von rund 11 Milliarden US-Dollar aus Europa abgezogen und in die Venezolanische Zentral Bank in Caracas transferiert werden. Dort lagern bereits 154 Tonnen Gold.
Das auf dem US-Dollar basierende Weltfinanzsystem, so der venezolanische Außenminister Nicolas Madura, habe eine Unsicherheitskrise heraufbeschworen. „Wir arbeiten daran, ein neues Weltwährungssystem zu schaffen und uns, besonders in Südamerika, aus eigener Kraft davor zu schützen.“ Die Repatriierung des Goldes diene dazu, das Portfolio des Landes zu diversifizieren.

Für die angelsächsischen Analysten machen die Pläne ökonomisch nur wenig Sinn. Venezuela hole sein Geld aus sicheren Banken in sicheren Ländern, um es in unsichere Länder wie China und Russland zu stecken. Der chinesische Renminbi und der russische Rubel seien keine Reservewährungen. „Ein großes Risiko“, heißt es aus New York und London.

Noch. Wer hat Derivate mit einem Nennwert von 12,8 Billionen US-Dollar in den Büchern? Die amerikanischen Geschäftsbanken. 96 Prozent davon entfallen auf die fünf Größten. Und auf welcher Währung liegen Spekulationspapiere im Nennwert von 34,3 Billionen US-Dollar? Auf dem Britischen Pfund. Unabhängig von der Person Chávez sollten wir ernst nehmen, dass die Schwellenländer New York und London nicht mehr als Hort der Sicherheit betrachten. Und Zürich auch nicht.

Warum aber Brasilien, Russland, China und nicht Indien, was die BRIC-Länder ja vervollständigen würde? Ist der Subkontinent als ehemalige britische Kolonie verdächtig? Oder warten die Schwellenländer nur, bis Indien ebenfalls so weit ist? Genügend Gold ist jedenfalls da: Brasilien hält offiziell 33,6 Tonnen Gold, Russland 890,5 Tonnen, Indien 557,7 Tonnen und China 1.040,1 Tonnen. Bei allem Größenwahn: Venezuelas Präsident Hugo Chávez handelt mit System.

SJB FondsSkyline. Fazit. Von Venezuela wird kein neues Weltwährungssystem ausgehen. Ein Mosaikstein ist die Rückführung des Goldes ganz sicher. Erinnern wir uns: 1971 forderte Paris die USA auf, die Barreserven Frankreichs zurückzugeben. Das war der Anfang vom Ende des Goldstandards. Vielleicht erleben wir gerade das Gegenteil: Den Anfang eines Prozesses, an dessen Ende das Geld wieder durch Gold gedeckt ist. Die Goldfonds wird es freuen.

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Ihr persönlicher SJB Fonds-Berater erläutert Ihnen, warum Gold ein so effektiver Inflationsschutz ist. Sie erreichen ihn unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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