SJB-Fonds-StandPunkte: Ackermanns alte Krise!

06. September 2011 von um 16:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-StandPunkte: Josef Ackermann fürchtet neue Finanzkrise, melden die Gazetten. So ganz stimmt das nicht. Es sind eher die langwierigen Folgen der alten Krise, die dem Chef der Deutschen Bank Sorgen machen. Auf einer Tagung des Handelsblatts rechnete Ackermann gestern vor, dass der Einbruch der Aktienmärkte weltweit rund 5 Billionen Euro ausgemacht habe. Die Märkte für Staatsanleihen schwankten so stark wie selten. Und nicht einmal der Aufwärtstrend beim Gold verlaufe stabil. „All dies“, sinniert Ackermann, „erinnert an den Herbst 2008.“ Liebe FondsBlogger, so ist ein helles Pfeifen im dunklen Wald, wenn Ackermann einschränkt, dass der europäische Bankensektor im Vergleich zu 2008 deutlich besser kapitalisiert und weniger abhängig von kurzfristiger Liquidität ist. Das gilt nämlich längst nicht für alle: Einige europäische Banken haben seit Jahresanfang durch die Kursturbulenzen ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt. Und das mit der Liquidität stimmt nur theoretisch. Praktisch horten die Geschäftsbanken das Geld bei der EZB, statt es sich gegenseitig auszuleihen. Vom letzten Freitag auf diesen Montag stiegen die eintägigen Einlagen um 25 Prozent von 121 auf 151 Milliarden Euro. Zinssatz: Unterirdische 0,75 Prozent.

Und doch sollten wir Josef Ackermann dankbar sein. Hilfe vom Steuerzahler erwartet der Banker nicht. Denn eines sei angesichts der Löcher in den Staatshaushalten klar: Die Wirtschaftspolitik habe wenig oder gar keinen Spielraum, mit Steuersenkungen oder Subventionen gegen eine Wirtschaftsflaute vorzugehen. Die Finanzbranche sei gut beraten, darüber nachzudenken, „inwieweit die Ursachen auch in von uns geschaffenen Strukturen, in Eigenheiten unserer Branche liegen könnten“, so Ackermann. Das bedeutet: Die Banken fahren auf Sicht, ohne Bremse und Airbag aber mit Fuß auf dem Gas.

Genau das bereitet Ulrich Schröder, dem Chef der öffentlich-rechtlichen KfW Bank, die größte Sorge. „Die Situation für die Banken ist viel dramatischer als 2008. Damals waren die Regierungen noch in der Lage, ihre Banken zu stützen. Heute ist dies einfach nicht länger möglich.“ Er kenne keine einzige Bank, die im derzeitigen Umfeld in der Lage sei, eine sieben- oder achtjährige Anleihe am Markt zu platzieren. Mit kurzfristigen Transfers ersetzen die Banken eine solide langfristige Refinanzierung,

SJB FondsSkyline. Fazit. Die Finanzkrise 2008 geht in die zweite Runde und nimmt wieder Fahrt auf. Erinnern wir uns: Auf Pump legten die USA ein Immobilienprogramm auf. Die Banken pumpten es mit Derivaten auf und holten alle ins Boot: Versicherungen, Pensionskassen, private Anleger und Investoren. Passieren konnte nichts, denn das hat die Kanzlerin versprochen. Und nun? Haben die USA nicht einmal Geld für ein Immobilienprogramm auf Pump. Diesmal geht es also schneller.

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