SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte: Was bedeutet ein höherer Spitzensteuersatz?

06. Dezember 2011 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte: Was bedeutet ein höherer Spitzensteuersatz? „Wir werden über Steine gehen“, sagte der ehemalige Bundesfinanzminster Steinbrück auf dem SPD-Parteitag in Anspielung auf sich und seinen Mitkandidaten Steinmeier, „aber wir werden nicht stehen bleiben.“ Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich im Rhein-Kreis-Neuss, lässt die Steinchenrhetorik kalt. „Unter Steinbrück wurde die Abgeltungsteuer für alle eingeführt, Unternehmer und Führungskräfte und Sparer. Jetzt soll sie zusammen mit dem Spitzensteuersatz verändert werden. Jeder Sparer verspürt da sofort den Drang, das Wertpapier im Depot in Sicherheit zu bringen. Und Unternehmer und Führungskräfte überlegen, wie sie ihr Wertpapierdepot steuerlich optimieren.“

Liebe FondsBlogger, die wichtigste Frage aller Unternehmer und Führungskräfte an die SPD: Soll der Spitzensteuersatz erhöht werden und wie viel? Als Sigmar Gabriel am Dienstag aus dem Ring steigt, ist der Spitzensteuersatz auf Einkommen entschieden: Im Fall eines Wahlsieges 2012 wird die SPD eine Erhöhung des Spitzensteuersatz  von 42 auf 49 Prozent einführen. Die 2009 eingeführte Abgeltungsteuer soll zunächst bestehen bleiben und von 25 auf 32 Prozent erhöht werden. Nach drei Jahren will die SPD sehen, wie hoch das Aufkommen ist und wie hoch es wäre, wenn man Erträge aus Kapital statt über die pauschale Abgeltungsteuer über die individuelle Einkommensteuer besteuern würde. Den Linken war dies nicht weit genug gegangen. Sie wollten bei Einkommen ab 125.000 Euro auf die 49 Prozent Spitzensteuersatz noch einmal 3 Prozent „Reichensteuer“ aufschlagen. Die pauschale Abgeltungsteuer sollte abgeschafft werden, damit Erträge aus Kapital wieder individuell über die Einkommensteuer abgerechnet wird. Im Maximalfall wären das für Unternehmer und Führungskräfte bis zu 52 Prozent. Steinbrück lehnte das ab, wie auch der Rest der Parteiführung. Immerhin hatte Steinbrück die Abgeltungssteuer selbst eingeführt. Der neue Spitzensteuersatz von 49 Prozent soll bei einem Einkommen ab 100.000 Euro für Ledige und 200.000 Euro für Doppelverdiener greifen. Dem Konzept zufolge soll bis zu einem Jahreseinkommen von 64.000 bzw. 128.000 Euro niemand stärker belastet werden als bisher. Davon wären laut SPD knapp fünf Prozent aller Steuerpflichtigen betroffen.

Der Spitzensteuersatz wurde 2008 für Unternehmer und Führungskräfte von 42 Prozent auf 45 Prozent angehoben, und zwar für zu versteuernde Einkommen über 250.000 Euro für Alleinstehende und 500.000 Euro für Verheiratete. Bis 2007 waren Gewinneinkünfte vom Einkommen ausgenommen. Der Spitzensteuersatz für Unternehmer und Führungskräfte, Freiberufler und Land- und Forstwirte blieb für Veranlagungszeiträume bis zu diesem Zeitpunkt bei 42 Prozent. Die Begrenzung auf nichtgewerbliche Einkünfte ist im Zuge der Unternehmensteuerreform 2008 gestrichen worden. Seitdem ist auch auf hohe Einkünfte aus Gewerbebetrieb und aus selbständiger Tätigkeit der Spitzensteuersatz zu zahlen. Der zusätzliche Steuersatz von 3 Prozent wird nicht auf das gesamte zu versteuernde Einkommen erhoben, sondern nur auf den 250.000 Euro bzw. 500.000 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Einkommens.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was bedeutet ein höherer Spitzensteuersatz? Der Haken an der geplanten Neuerung: Alle müssen mehr zahlen – Unternehmer und Führungskräfte wie auch Sparer, weil Erträge aus Kapital zunächst um 7 Prozent (32 statt 25 Prozent Abgeltungssteuer) höher besteuert werden und drei Jahre später unter Umständen sogar um 27 Prozent höher (52 Prozent Einkommensteuer). Was die Sozialdemokraten bis dahin noch klären müssen: Wenn keiner mehr in Deutschland spart – wer soll dann die Altersvorsorge bezahlen? Etwa die gesetzliche Rentenkasse? „Man darf die Starken in ihrer Leistungswilligkeit nicht so provozieren und so verprellen“, sagte Peer Steinbrück, „dass sie den Gesellschaftsvertrag und den Solidarvertrag aufkündigen.“ Genau so ist es. Welche Fonds ertragreich und diversifiziert genug sind, dass sie auch diese Steuerpläne überstehen? Zum Beispiel der DJE Dividende & Substanz (ISIN LU0159550150, WKN 164325) und der DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119, WKN 984811).

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