SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Schulden-Deutschland: Helfen deutsche Aktien gegen deutsche Schulden?

06. Februar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Schulden-Deutschland: Helfen deutsche Aktien gegen deutsche Schulden?  „Schulden sind ansteckend. Wer sie hat, gibt sie gern weiter. Das ist bei Bund, Ländern und Gemeinden nicht anders als beim privaten Sparer. In der Fonds Beratung sollten Sparer also unbedingt auf Sachwerte wie Aktien achten“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Sobald Schulden gemacht werden, können Geldwerte wie Anleihen rasend schnell an Wert verlieren. Die Produkte für die Geldanlage sollten also einen realen Gegenwert haben. Beispiele sind Frankfurter Fonds, die in Aktien von Unternehmen mit niedriger Verschuldung und hoher Eigenkapitalquote investieren, also die Zukunft Deuschlands.

Liebe FondsBlogger, die gute Nachricht: Die 16 Bundesländer haben 2011 weniger Schulden gemacht als geplant. Die schlechte Nachricht: Von einer Nullverschuldung, geschweige denn von einer Geldanlage in Rücklagen und Investitionen für die Zukunft, sind sie noch weit entfernt. Deutscher Meister im Schulden-Machen 2011 ist Nordrhein-Westfalen. Obwohl die gute Konjunktur Geld in die Länderkassen spülte, schaffen es nur vier Länder statt Schulden zu machen, schwarze Zahlen zu schreiben: Sachsen, Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt machen die 16 Bundesländer im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden Euro Schulden, das heißt, sie gaben mehr aus, als sie einnahmen. 2010 hatte das Defizit noch rund 21,0 Milliarden Euro betragen. Die Etatplanungen für 2011 waren von einem Schuldenanstieg um 23,7 Milliarden Euro ausgegangen.

Größter Schulden-Macher war im vergangenen Jahr Nordrhein-Westfalen (NRW) mit 2,9 Milliarden Euro Defizit, gefolgt von Niedersachen (2,5 Milliarden Euro) und Rheinland-Pfalz (2,0 Milliarden Euro). Setzt man die Defizite ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, zeigt sich, dass sich das NRW-Defizit mit 165 Euro zumindest noch sichtbarer Entfernung zum Bundesdurchschnitt von 113 Euro liegt. Bremen machte, so die Analyse der Sparer, 2011 je Einwohner 931 Euro Schulden, Rheinland-Pfalz 512 Euro Schulden und das Saarland rund 400 Euro Schulden. Pro Kopf lasteten Ende 2011 damit auf jedem Bundesbürger allein aus den Ländern durchschnittlich 6.491 Euro Schulden. Die Schulden aus Bund, Ländern und Kommunen insgesamt betragen aktuell rund 24.900 Euro pro Kopf.

Die meisten Bundesländer können von einer Geldanlage für die Zukunft nur träumen. Ihnen steht ein harter Sparkurs bevor: Mit der neuen Schuldenbremse im Grundgesetz verpflichten sie sich, ab 2020 grundsätzlich ohne neue Schulden auszukommen. Viele Länder haben nach Analyse der eigenen Geldanlage entsprechende Regelungen bereits ins Landesrecht übernommen und erste Sparpläne aufgestellt. Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum rechnet damit, dass einige Bundesländer ihre Selbständigkeit verlieren werden. Aus finanziellen Gründen werde es unter dem Druck der Sparer vermutlich zu Fusionen kommen. Insofern werde 2020 zum „Schicksalsjahr im deutschen Föderalismus“. Dann werde nicht nur die Schuldenbremse wirksam. Zugleich liefen der Länderfinanzausgleich und der Solidarpakt für die Ostländer aus. „Wer bis dahin seinen Haushalt nicht in Ordnung gebracht hat, riskiert seine Selbständigkeit“, so Nußbaum im Spiegel.

Die Sparer betrachten Bremen und das Saarland als erste Kandidaten. Aber auch Fusionen von Berlin und Brandenburg oder von Hamburg und Schleswig-Holstein seien denkbar. Voraussetzung für den Abbau der Schulden und eine Neuordnung der Bundesländer sei ein Schulden-Schnitt für die finanzschwachen Länder. Ein Teil der Altschulden müsse der Bund übernehmen, sagte Nußbaum. Berlin etwa sollten seiner Meinung nach 30 von 63 Milliarden Euro Verbindlichkeiten gestrichen werden; nur so komme die Hauptstadt „in der Verschuldung pro Kopf auf den Stand gesunder Bundesländer“.

SJB FondsSkyline. Fazit. Helfen deutsche Aktien gegen deutsche Schulden? Wer dafür aufkommen soll? Entweder niemand (dann wird Berlin versteigert) oder das Land mit der besten Bonität. Nordrhein-Westfalen kommt nicht in Frage, denn es hat das dritthöchste Kassenkreditvolumen der Republik. Die Haushaltsüberschüsse der Kommunen sind gering und wurden nur durch den Verkauf von Tafelsilber ermöglicht. Darum steigt zwangsläufig das Volumen der Kassenkredite weiter. An Investitionen in eine Infrastruktur für die Zukunft ist nicht zu denken. Im Gegenteil: Bei steigenden Zinsen erhöhen sich die Zinsbelastungen und sinken die Möglichkeiten zur Entschuldung. Der Rheinländer zahlt für den Schuldendienst das Achtzehnfache des Schwaben. Stuttgart, Berlin ist dein! Und die privaten Sparer? Sie sollten in Aktien solider deutscher Unternehmer investieren: In solche, die bereits zu den Standardwerten zählen, zum Beispiel mit dem DWS Deutschland (WKN 849096, ISIN DE0008490962) oder in solche, die in Zukunft dazu zählen werden. zum Beispiel mit dem Allianz RCM Nebenwerte Deutschland (WKN 848176, ISIN DE0008481763).

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