SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Moody’s-Ratings: Bedeuten schlechtere Ratings höhere Kosten?

14. Februar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Moody’s-Ratings: Bedeuten schlechtere Ratings höhere Kosten? Nach Standard & Poor’s hat sich nun auch Moody’s neu zur Kreditwürdigkeit der europäischen Länder geäußert. Allein Deutschland behält sein Top-Rating ohne jede Einschränkung. Frankreich, Österreich und Großbritannien behalten zwar ihre Bestnote, bekommen aber einen negativen Ausblick ins Stammbuch geschrieben. Italiens und Spanien, wirtschaftliche Nummer zwei und drei in der Euro-Zone, erhielten schlechtere Noten, ebenso Portugal, Malta, der Slowakei und Slowenien. „Die Negativ-Bewertung für Großbritannien kam überraschend“, urteilt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Die Agenturen haben entdeckt, dass das Königreich zwar noch das Pfund hat und somit nicht zur Euro-Zone gehört, aber irgendwie doch zu Europa gehört. Jetzt steigen für Großbritannien die Kosten für frisches Geld.“

Liebe FondsBlogger, Moody’s begründete seine Herabstufungen für europäische Staaten mit „einer Reihe von spezifischen Kreditrisiken, für die die öffentlichen Finanzen dieser Staaten besonders anfällig sind“. Die Finanzierungsbedingungen blieben noch mehrere Quartale lang unsicher, dies habe Folgen für die Kreditwürdigkeit der Staaten. Je kreditwürdiger ein Land oder Emittent von Anleihen beurteilt wird, erläutert die SJB für Anleger, desto weniger Kosten muss er am Kapitalmarkt für frisches Geld aufwenden. Zudem sind viele institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen verpflichtet, beim Kauf von Schuldpapieren ein möglichst geringes Risiko einzugehen, also Wertpapiere mit möglichst guten Ratings ins Portfolio zu holen.

Moody’s ist die erste große Ratingagentur die an Großbritanniens Ratings rüttelt. Sollte sich abzeichnen, dass die Regierung in London ihr Schuldenproblem nicht in den Griff bekomme, könnte Großbritannien sein Spitzenrating entzogen werden, erklärte Moody’s. Hauptgrund des Ratings seien die schwachen Konjunkturaussichten für die kommenden Jahre, teilte Moody’s mit. Überdies werde Großbritannien durch die Probleme in der benachbarten Euro-Zone in Mitleidenschaft gezogen wegen “der Handelsbeziehungen und der finanziellen Verbindungen” mit dem Kontinent. Ein Händler an der Londoner Börse sagte: „Bisher galt das Land als ziemlich immun, weil es nicht zur Euro-Zone gehört.”

In Großbritannien selbst sah man die Konkretisierung des Ratings als Bestätigung für den eingeschlagenen Sparkurs. „Dies sollte allen die Augen öffnen, die glauben, dass sich Großbritannien vor seinen Schulden wegducken kann“, betonte Finanzminister George Osborne. Die konservativ-liberale Regierung hatte wegen ihrer Einschnitte an Popularität verloren. Auch Frankreich signalisierte laut SJB Research sofort, dass es den Warnschuss gehört hat. Finanzminister Francois Baroin beteuerte eine halbe Stunde nach den Ratings von  Moody’s, Frankreich werde seine Reformen durchziehen und seinen Schuldenberg abtragen. „Die Regierung ist entschlossen, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben, besonders durch die Reform der Finanzierung der Sozialsysteme, des Arbeitsmarkts und eine Senkung des Staatsdefizits”, erklärte er.

Die Kreditwürdigkeit von Italien wird von Moody’s jetzt um eine Note niedriger mit A3 bewertet. Damit liegt Italien am unteren Rand der Noten, die als Ausweis einer guten Kreditqualität gelten. Die nächstniedrigere Stufe ist ein B-Rating und bedeutet eine zufriedenstellende Bonität. Die Sorge, dass Italien wie Griechenland, Portugal und Irland Hilfen seiner Euro-Partner brauchen könnte, hat zuletzt deutlich nachgelassen. Die Experten-Regierung von Mario Monti hat an den Märkten für Italien viel an Glaubwürdigkeit wettgemacht. Trotz einer Verschlechterung der Ratings verlief eine Auktion von italienischen Staatsanleihen mit drei- und fünfjährigen Laufzeiten über insgesamt rund sechs Milliarden Euro heute reibungslos. „Das war eine erfolgreiche Auktion, vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Herabstufung“, erklärte ein Analyst. „Der Markt scheint sich derzeit eher auf die Konjunktur und auf die Entwicklung der Schuldenkrise zu konzentrieren als auf Ratings.“ Die Kosten, die Italien bei zehnjährigen Staatsanleihen aufwenden musste, sanken im Durchschnitt um zwei Basispunkte auf 5,55 Prozent.

SJB FondsSkyline. Fazit. Bedeuten schlechtere Ratings höhere Kosten? Die Ratings der Agenturen haben offenbar ihre Schrecken verloren. Hysterie ist nirgendwo erkennbar. Auch die Anleger bleiben entspannt. Die Ratings beinhalten nichts, was nicht bereits bekannt wäre. „Die Ratingagenturen hinken der Entwicklung ein bisschen hinterher“, sagt auch Shen Jianguang, Chefvolkswirt für China, Hongkong und Taiwan bei Mizuho Securities Asia. “Die Risiken in Europa sind tatsächlich zurückgegangen. Es gibt vielleicht Sorgen, dass die Sparmaßnahmen der Länder das Wachstum bremsen, aber das ist nicht neu und die Herabstufung sollte nur minimale Auswirkungen auf die Stimmung am Markt haben.“ Umso größeren Wert legt die SJB auf einen unabhängigen Zugang zur Liquidität für ihre Anleger. Das Angebot SJB Liquidität umfasst die internationalen Kapitalmärkte weltweit. Wichtigstes Qualitätskriterium ist die Wertstabilität unverbrauchter Währungen wie beim Singapur-Dolllar (SGD) oder dem chinesischen Renminbi (RMB). Zu empfehlende Investmentfonds sind zum Beispiel der Schroder ISF Asian Local Currency Bond SGD Hedged (WKN A0MV5V, ISIN LU0358731809), aufgelegt von der Schroder Investment Management  (Luxembourg) S.A. in Luxemburg, oder der ACMBernstein RMB Income Plus Portfolio (WKN A1JG4Q, ISIN LU0633139125), aufgelegt von AllianceBernstein (Luxembourg) S.A. in Luxemburg.

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