SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Merkel-Griechenland: Wird Merkel zum Sparkommissar für Griechenland?

30. Januar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Merkel-Griechenland: Wird Merkel zum Sparkommissar für Griechenland? „Monatelang legten Merkel und Griechenland jedweden Fortschritt auf Eis“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Anleger wurden über ihr Investment im Unklaren gelassen, Fonds bangten um ihre Vorteile. Doch mit der Forderung von Merkel nach einem Sparkommissar für Griechenland ist hat die Krise eine neue Dynamik bekommen.“

Liebe FondsBlogger, Worte sind wie Pfeile, man kann sie nicht wieder zurückholen. Gerade war Merkel bekannt geworden, dass zur Rettung von Griechenland 15 Milliarden Euro mehr, also insgesamt 145 Milliarden notwendig werden. Hintergrund ist in der Fonds Analyse das einbrechende Wirtschaftswachstum in Griechenland. Merkel reagierte sofort und lancierte die Entsendung eines Budget-Kommissars nach Griechenland. Mit einem Veto-Recht ausgestattet, soll er die Haushaltsplanung überwachen. Griechenland reagiert empört. Auch von Seiten der privaten Anleger steht Merkel heute auf dem Gipfel unter Druck. Aus Sorge um ihr Investment fordern Amerikaner, Briten und nun auch Österreicher, den ständigen Rettungsfonds ESM mit mehr als 500 Milliarden Euro auszustatten. Merkel fordert dagegen zunächst die adäquate Nutzung derzeitiger Mittel.

In Berliner Regierungskreisen war bestätigt worden, dass Deutschland die Idee eines Sparkommissars gegen einen nationalen Haushalt in die Debatte auf EU-Ebene eingebracht hatte. Ziel: Ein europäischer Sparkommissar soll Griechenland das Sparen lehren und richtig in der Staatskasse aufräumen. Der Finanzminister von Griechenland , Evangelos Venizelos, wies den Vorstoß empört zurück. „Wer eine Nation vor die Wahl stellt, zwischen wirtschaftlicher Hilfe und nationalem Stolz zu entscheiden, ignoriert wichtige historische Lehren“, sagte Venizelos in Richtung Merkel.

Weniger Stolz und mehr Bescheidenheit würden Griechenland gut anstehen. Anleger, die um Fonds Auskunft bitten, bekommen in der Fonds Analyse Unglaubliches zu hören. Die Zahlen stimmen nicht, wieder einmal: Im Sommer hatten Merkel und Anleger Druck gemacht, dass Griechenland die Privatisierung von Staatsbesitz vorantreiben soll. Nach Massenprotesten beschloss Griechenland im Juni das „Gesetz zur Mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2012 bis 2015“. Es schlüsselt detailliert auf, was wann zu privatisieren ist. Die Botschaft von Griechenland an die Troika aus EU, EZB und IWF sowie Anleger, die um ihr Investment bangen: Seht her, wir haben das sogar gesetzlich verankert!

Griechenland hatte die europäischen Fonds vertröstet, dass es noch 2011 mit dem Verkauf von Staatsbesitz 11 Milliarden Euro einnehmen werde. Bis 2015 sollten es sogar 50 Milliarden Euro werden. „Das größte Privatisierungsprogramm der Welt!“, riefen die Griechen. Gestern erklärte der Chef der Privatisierungsbehörde: „Im laufenden Jahr 2012 werden wir ungefähr 4,7 Milliarden Euro an Privatisierungserlösen verbuchen können. Das ist das einzige verwirklichbare Einnahmeziel.“ Es gebe derzeit kein nennenswertes Interesse an staatlichem Besitz. Gefragt, warum das Einnahmeziel und die Schätzung so weit auseinander liegen, erklärte er: „Die Zahlen, die genannt worden sind, können auf keinen Fall verwirklicht werden. Im Übrigen sind diese Zahlen auf gut Glück festgelegt worden.

In der FondsAnalyse erscheint es illusorisch, dass Griechenland schnelle Vorteile aus seinem Privatisierungsprogramm ziehen kann. Die halbstaatlichen Unternehmen sind kaum wettbewerbsfähig. Die Gewerkschaften drohen mit massivem Widerstand gegen Privatisierungen. Bei staatlichen Immobilien sind häufig die Besitzverhältnisse unklar. Aus Sicht der privaten Anleger ist es beinahe verständlich, wenn sie mit ihrem Investment warten, bis es noch billiger wird in Griechenland. Wäre Merkel nicht Kanzlern, sondern Anleger, dächte sie vielleicht genauso. Doch so muss sie die Vorteile Deutschlands im Auge behallten: Denn die Finanzplanung von Griechenland bis 2015 basiert maßgeblich auf den Privatisierungserlösen in der vollen Höhe von 50 Milliarden Euro. Kommt das Geld nicht zusammen, muss es an anderer Stelle hereingeholt werden. Bei uns.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wird Merkel zum Sparkommissar für Griechenland? Nein, so weit wird es nicht kommen. Mit dem Budgetrecht würde Griechenland seine Souveränität aufgeben. Und welche Anleger wollen die schon übernehmen? Außerdem würde man einen juristischen Präzedenzfall im EU-Recht schaffen. Und der kann auch die Deutschen treffen, wenn sie das nächste Mal die Maastricht-Kriterien reißen. Private Anleger haben derzeit Wichtigeres zu tun, als politische Intrigen zu verfolgen. Die Fonds Auskunft lautet klar: Seien Sie auf alles gefasst mit SJB Liquidität. Dieser beiden Investmentfonds sind für Euro-Anleger der erste Schritt: ESPA Cash (WKN 576143, ISIN AT0000724299) und Fidelity EuroBond (WKN 973275, ISIN LU0048579097).

Fragen Sie nach! Rufen Sie an.

Ihr persönlicher SJB FondsBerater steht mit beiden Beinen fest am Boden. Und nicht auf Gipfeln. Sie erreichen ihn unter der Rufnummer 0049 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>