SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte: Wie steht es mit der Macht der Ratingagenturen?

12. Oktober 2011 von um 22:13 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte: Wie steht es mit der Macht der Ratingagenturen? Dieser Blog richtet sich an alle Privatanleger, FondsSparer und Investoren sowie FondsBerater. Wie steht es mit der Macht der Ratingagenturen? Das fragen sich auch Berater und FondsIndustrie. Die Herabstufungen zahlreicher spanischer und italienischer Banken durch die Ratingagenturen und die zugehörigen Marktreaktionen haben Diskussionen um die Rolle der Ratingagenturen neu entfacht. SJB FondsSpezialist Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, untersucht, wie sehr die Rolle der Ratingenturen zugenommen hat und ob die Ratingagenturen mit ihren Urteilen mittlerweile zu starken Einfluss auf das Marktgeschehen für Privatanleger, FondsSparer und Investoren ausüben.

Liebe FondsBlogger, ob wir Europäer es wollen oder nicht: Die Macht der Ratingagenturen ist ungebrochen. Privatanleger, FondsSparer und Investoren wissen das. Und seien wir ehrlich: Beziehen wir eine Aufstufung oder Abstufung der Ratingagenturen nicht auch mit ein, wenn wir uns für oder gegen eine Bank entscheiden? Gestern haben die beiden Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P) und Fitch mehr südeuropäische Banken herabgestuft, als dem europäischen Finanzsektor insgesamt gut tut. Privatanleger, FondsSparer und Investoren sehen dies genauso. S&P konzentrierte sich auf Spanien: Zehn Banken wurden dort heruntergestuft und vier Banken damit bedroht, darunter die börsennotierten Banken Santander und BBV.

Der Rater Fitch wurde bei spanischen und italienischen Banken fündig: Santander, Banesto, BBVA, Popular und Sabadell in Spanien sowie Sanpaolo, Unione di Banche Italiane und Banca Monte dei Paschi di Siena in Italien. Privatanleger, FondsSparer und Investoren kennen die Namen. Es ist wahrscheinlich, dass die dritt- und viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone nun höhere Kreditzinsen zahlen müssen. Auch wegen der Ratingagenturen, denken Privatanleger, FondsSparer und Investoren. Italien sitzt auf einem Schuldenberg von rund 1,9 Billionen Euro. Zusätzliche Sorgen verursacht das chronisch niedrige Wirtschaftswachstum. Diese Konjunkturschwäche dürfte den Bankensektor in den nächsten 15 bis 18 Monaten zusätzlich belasten, erklären die Ratingagenturen.

Rekapitalisierung ist unter den Banken das Zauberwort der Stunde. Wer bekommt weiteres Eigenkapital und wer nicht? Privatanleger, FondsSparer und Investoren dürfen raten. Die Banken sind wieder im Krisenmodus gelandet. Seit Monaten taumeln die Aktien, die Kosten für Kreditausfallversicherungen zeigen ein enormes Misstrauen gegenüber den Banken und bei Banken untereinander. Auch beim Privatanleger, FondsSparer und Investoren: Die Angst steigt, dass einzelne Banken Pleite gehen und sich Lehman wiederholt. Privatanleger, FondsSparer und Investoren sind in Sorge. Auch die Ratingagenturen?

Die belgisch-französische Dexia-Bank muss aufgefangen werden, die Deutsche Bank gibt ihr Gewinnziel auf und die Ratingagentur Moody’s senkt die Ratings für ein Dutzend britische Banken und neun weitere Banken aus Portugal. Privatanleger, FondsSparer und Investoren fragten sich: Gibt es auch einen Gradmesser, den die Ratingagenturen nicht für sich beanspruchen können? Gibt es. Ein Indikator für die Nervosität in den Märkten sind die Kreditausfallversicherungen oder Credit Default Swaps (CDS). Privatanleger, FondsSparer und Investoren kennen den Begriff. Mit CDS sichern sich Anleger gegen eine Pleite der Banken ab. Derzeit müssen die Anleger für eine solche Versicherung wieder hohe Summen zahlen. Privatanleger, FondsSparer und Investoren sehen dies mit Skepsis. Das Handelsblatt hat zusammengestellt, welche Risikozuschläge für die größten internationalen Banken, gemessen in Basispunkten, derzeit gezahlt werden müssen. Auch wegen der Urteile der Ratingagenturen. Die Versicherungskosten für Papiere der Bank of America zum Beispiel sind aktuell 6,19 Prozent teurer als in besseren Tagen. Hier die Hitliste zur Information für alle Privatanleger, FondsSparer und Investoren:

Risikozuschläge
(CDS in bps)
238                     Credit Agricole
239                     BNP Paribas
300                     Citigroup
304                     Santander
313                     Erste Group
320                     Société Générale
362                     Royal Bank of Scotland
373                     Goldman Sachs
474                     Morgan Stanley
619                     Bank ofAmerica

SJB FondsSkyline. Fazit. Privatanleger, FondsSparer und Investoren sehen: Obwohl die deutschen Banken bei den Kreditausfallversicherungen vergleichsweise gut da stehen (Deutsche Bank 181 bps, Commerzbank 221 bps), besteht kein Anlass zur Entwarnung. In die Kosten einer Rekapitalisierung der Banken fließen nicht nur die Urteile der Ratingagenturen ein, sondern auch die Abschreibung fauler Staatsanleihen auf den Marktwert, die Folgen einer moderaten Rezession, Kapitalzuschläge für systemrelevante Banken und die Vorgaben von Basel III. Das wissen Privatanleger, FondsSparer und Investoren, auch FondsBerater und FondsIndustrie. Insgesamt wird der Rekapitalisierungsbedarf vom Research internationaler Banken auf 127 Milliarden Euro in Großbritannien, 59 Milliarden in Frankreich und 59 Milliarden in Deutschland veranschlagt. Zum Vergleich die Banken der Südeuropäer: Griechenland 33 Milliarden Euro, Spanien 25 Milliarden und Italien 16 Milliarden. Es gibt wichtigere Fragen als Griechenland, denken Privatanleger, FondsSparer und Investoren. Viel wichtigere. Für alle Privatanleger, FondsSparer und Investoren.

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