SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Wer trägt welche Verantwortung an der Staatsschuldenkrise?

04. Oktober 2011 von um 21:18 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Wer trägt welche Verantwortung an der Staatsschuldenkrise? Staaten, Banken oder Ratingagenturen sind die Hauptverdächtigen bei Investoren, FondsVerwaltern und Kapitalanlegern, wenn es um Schuldzuweisungen im Umfeld der Staatsschuldenkrise geht. Jüngstes Praxisbeispiel ist der Fall Dexia. FondsVerwalter und FondsInvestoren haben beobachtet: Die US-Ratingagentur Moody’s hatte dem belgisch-französischen Kreditinstitut am Montag mit Herabstufung wegen des breiten Engagements in Griechenland gedroht. Fitch hat „strukturelle Schwächen“ der Bank bereits in der vergangenen Woche ausgemacht. Gleichzeitig meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga, dass Dexia auf dem Weg sei, dass Schicksal der WestLB zu teilen: Das bedeutet die Aufteilung in eine Rumpf- und eine Bad-Bank. Diese Nachrichten haben die Dexia Aktie gestern zehn Prozent in die Tiefe geschickt. Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter werfen die Frage nach der Verantwortung auf. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 vertritt den Standpunkt, dass es Zeit wird, die Verantwortlichkeit für die aktuelle Krisenstimmung, die aus dem Bankensektor auf die Realwirtschaft übergreift, klar zu benennen. FondsInvestoren, Kapitalanleger und Sparer sind auf seine Antworten gespannt.

Liebe FondsBlogger, dass Dexia ein extrem komplizierter Fall ist, meinen nicht nur Analysten. Auch FondsInvestoren, Kapitalanleger und Sparer sind sich einig, dass eindeutige Antworten schwer fallen. Besonders schwer macht die Sache, dass das Kreditinstitut zu mehr als der Hälfte in staatlicher Hand ist. Frankreich, Belgien und Luxemburg sind beteiligt an dieser Bank. Die beiden ersten gehören zu den Sorgenkindern der Eurozone. Frankreich ist laut Eurostat mit einem Anteil von 81,7 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) verschuldet. Dies wissen Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter. In Belgien sind es 96,8 Prozent. Damit nicht genug.

Zusammen bürgen die beiden Staaten seit Dezember 2009 mit rund 150 Milliarden Euro für Forderungsausfälle des weltweit größten Kommunalkreditfinanziers Dexia. Real geflossen sind bisher 6 Milliarden Euro an frischen Eigenkapitalmitteln an die Bank. Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger ahnen es: Mindestens weitere 5 Milliarden Euro werden nötig sein, damit Dexia die Eigenkapitalvorgaben von Basel III erfüllt.

Die Rolle von Dexia ist nicht unumstritten. Auch bei FondsVerwaltern, Investoren und Kapitalanlegern. Durch Geschäfte mit riskanten Zinswetten soll die Bank den teilweisen Bankrott von rund 5.500 französischen Gemeinden verursacht haben. Rechtlich wird das schwer zu bewerten sein. Dabei steht die Bank selbst mit dem Rücken zur Wand. Dexia gehört zur langen Reihe französischer Finanzhäuser, die stark in griechischen Staatsanleihen engagiert sind. Dies sehen Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter mit zunehmender Sorge. Bei einem Zahlungsausfall in Griechenland rechnet der internationale Bankenverband IIF mit einem Abschreibungsbedarf der europäischen Banken auf den dortigen Forderungsbestand von 21 Prozent. Auf diesen Fall bereitet sich Dexia vor. Auch FondsInvestoren, Sparer und Anleger wären betroffen. Vermögenswerte von 20 Milliarden Euro stehen laut der Wirtschaftszeitung „Lex Echos“ zur Verkaufsdisposition der Bank. Dieses Echo würde an den Finanzmärkten lange nachhallen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Als weltweit größter Kommunalfinanzier wird die Dexia Bank von politisch Verantwortlichen als „systemrelevante“ Bank eingestuft. Denn sie hält das System der Staatsfinanzierung durch Schulden aufrecht. Frankreich und Belgien werden alles tun, um den Kreditgeber ihrer Städte und Gemeinden nicht fallen zu lassen. Deutschland hat das im Falle der HRE Bank auch nicht getan. Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger erinnern sich. Die Risiken wären zu groß. Die beiden hoch verschuldeten öffentlichen Anteilseigner der Dexia Bank bürgen mit bis zu 150 Milliarden Euro für den Kreditbestand der Bank. Das wären rechnerisch knapp 20 Prozent des Eurorettungsschirm EFSF für eine einzige Bank, wenn der auch noch die Privatbanken absichern würde. Investoren, FondsVerwaltern und Kapitalanlegern stehen die Haare zu Berge. Der Fall Dexia ist ein weiteres Beispiel, in welcher Systemkrise die Märkte seit 2007 stecken. Nicht nur in Europa. In den USA sind die Sorgen um Fannie Mae, Freddie Mac und Bank of America mindestens genauso groß. Und FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger sorgen sich mit. Patina und Edelschimmel, die hier sichtbar werden, bieten dem Kenner kein Aroma, sondern stinken zum Himmel.

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Ihr persönlicher SJB FondsBerater hält seine Nase nicht in den Wind. Sondern bleibt auch in stürmischen Zeiten konsequent antizyklisch.  Sie erreichen ihn unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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