SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Ist die Einlagensicherung am Ende?

23. September 2011 von um 20:42 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Ist die Einlagensicherung am Ende? Hans-Joachim Massenberg gehört zur Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands deutscher Banken. Gestern verkündete Massenberg nicht weniger, als das die stufenweise Reduzierung der Einlagensicherung privater Banken in Deutschland. Bis 2025 wird die Mindestsumme der Einlagensicherung für Investoren und Anleger um zwei Drittel auf 437.000 Euro gekürzt. Alle anderen Versprechen sind laut Massenberg nicht mehr realistisch. Der Bankervertreter spricht ein großes Wort gelassen aus. Aus ist es mit der Einlagensicherung, die seit 1976 besteht, zwar nicht, aber sie wird auf ein angesichts der Staatsschulden Krise machbares Maß reduziert. Weil die öffentliche Hand in Zukunft keine Banken mehr durch Staatsschulden stützen will, sollen die Banken auf Basis von Basel III die Eigenkapitalbasis stärken und Risiken reduzieren. Einlagen der Investoren und Anleger zu 100 Prozent abzusichern wäre schlicht zu teuer. Sparkassen haben es besser. Für die Einlagensicherung ihrer Kunden sorgt im Zweifel die öffentliche Hand mit neuen Staatsschulden. Und die soll es weiter geben. Die G20 Staaten haben Banken praktisch einen Blankoscheck ausgestellt. Sie werden die Banken weiter mit Liquidität stützen, die ausschließlich auf Staatsschulden basiert. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 erkennt hier ein sehr ambivalentes Verhältnis in der Finanzpolitik gegenüber dem Bankensektor. Dazu macht er Investoren und Anlegern seinen Standpunkt deutlich.

Liebe FondsBlogger, heute beginnt in Washington die Halbjahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Investoren, Anleger und FondsVerwalter sind gespannt, auch wegen der Einlagensicherung. Bis Sonntag hocken die Finanzminister und Notenbankchefs aus 187 Staaten zusammen und beratschlagen, wie sie vor Geäst aus Staatsschulden den Wald noch sehen wollen. Sie haben auch eine Einlagensicherung. Für Staatschulden ist das der Steuerzahler.

Im „Epizentrum“ der Wirtschaftskrise dank Staatsschulden stehe die Europäische Union. Darauf weist Brasiliens Finanzminister Guido Mantega Investoren, Anleger und FondsVerwalter und fordert „schnelles Handeln“. Mantega wird sich wundern, wie schnell Staaten und private Banken handeln können, wenn es um ihre Einlagensicherung aus Staatsschulden und Kapital der Investoren, Anleger und FondsVerwalter geht. Und wie gegensätzlich.

Die G20, die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer, hat den Banken weltweit einen „Blankoscheck“ ausgestellt. „Wir verpflichten uns, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Stabilität des Bankensystems und der Finanzmärkte wie erforderlich zu gewährleisten“, so ein am Donnerstagabend veröffentlichtes G20 Kommuniqué. Kurz gesagt: Liquidität für alle und jederzeit. Der Geldhahn für Staatsschulden ist weiter aufgedreht, ohne Einlagensicherung Auf der Bankenseite – wichtig für Anleger und Investoren – sieht das anders aus.

Private Investoren, Anleger und FondsSparer als „Lösung“ für die durch Staatsschulden verursachte Liquiditätsklemme der Banken? Das war einmal. Man wolle die Banken mit der Neuregelung der Einlagensicherung abschrecken, „sich so stark mit Kundengeldern vollzusaugen“, erklärt Hans-Joachim Massenberg vom Bundesverband deutscher Banken. Dank der neuen Basel III Regeln zur Eigenkapitalbasis und Risikodeckung könnte eine solche Strategie private Banken, die Investoren, Anleger und FondsSparer als „Sicherheit“ gegen Finanzkrisen dank Staatsschulden wegen der Einlagensicherung teuer zu stehen kommen. Zum Beispiel wäre die Deutsche Bank gezwungen, bei einer Grenze der Einlagensicherung von 30 Prozent des Eigenkapitals der Bank jeden ihren Investoren oder Anleger ein Sicherungsversprechen von rund 11 Milliarden Euro zu machen. Und das gehe laut Massenberg nun wirklich nicht. „In der heutigen Welt ist das kein realistisches Versprechen mehr“, so der Bankenvertreter. Im Falle einer systemischen Krise, die die Staatsschulden auslösen sei der seit 1976 bestehende Sicherungsfonds privater Banken ohnehin „überfordert“. Für Investoren, Anleger und Vermögensverwalter keine gute Nachricht.

Die Lösung ist einfach und radikal: Die Einlagensicherung für private Kunden – ob Investoren oder Anleger – wollen die Banken bis 2025 um zwei Drittel kürzen. Statt einer Mindestsicherung von 1,5 Millionen Euro pro Kunde soll der Betrag stufenweise auf 437.000 Euro gesenkt werden. Den ersten Schritt von 1,5 Millionen Euro auf 1,0 Millionen Euro soll es bereits 2015 geben. Einen Trost hat Massenberg für private Investoren und Anleger parat: Für 95 Prozent von ihnen ändert sich nichts.

SJB FondsSkyline. Fazit. Für viele Investoren und Anleger führen sich Deutschlands private Banken bei der Einlagensicherung auf wie die Axt im Walde. Die Ankündigung, die Mindestgrenze der Einlagensicherung bis 2025 auf zwei Drittel zu reduzieren, stößt die Öffentlichkeit im ersten Moment der Unsicherheit wegen der Krise der Staatsschulden vor dem Kopf und im zweiten Moment zu Volksbanken und Sparkassen. Beide Institutsgruppen bleiben festverwurzelt bei ihrem 100-prozentigen Versprechen der Eigenlagensicherung. Wegen des Garantieversprechens der Kanzlerin basiert diese 100-prozentige Einlagensicherung für Investoren und Anleger praktisch auf Staatsschulden. Die privaten Banken sind leider nicht auf dem Holzweg der Staatschulden, sondern beginnen die Lage realistisch zu sehen. Anders als Notenbanken und IWF, die den Waldbrand an Staatsschulden mit Gegenfeuer von noch mehr Staatsschulden bekämpfen wollen. Im ersten Quartal 2011 betrug das Geldvermögen der Investoren und Anleger aus Privathaushalten laut Bundesbank rund 4,825 Billionen Euro. Um eine vollständige Einlagensicherung dieser Geldwerte zu gewährleisten, bräuchten die Banken die gleiche Summe an Eigenkapital. Das ist unrealistisch. Statt eines „Kettensägenmassakers“ am Vertrauen der Anleger, Investoren und FondsVerwalter haben Deutschlands Banken einen mutigen Schritt gewagt und die „Wahrheit“ gesagt. Die bedeutet auch, dass die „Flucht in die Sachwerte“ der Investoren und Anleger vernünftig ist. 

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