SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Warum schiebt Obama die Schuld an der Krise nach Europa?

27. September 2011 von um 20:01 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Warum schiebt Obama die Schuld an der Krise nach Europa? Noch ein TV-Auftritt für Anleger und FondsVerwalter. US-Präsident Barack Obama macht es sich einfach. Schuld daran, dass die US-Wirtschaft nicht wieder auf die Beine kommt, sind Europa und seine Schuldenkrise. Für Investoren, Anleger und FondsVerwalter, die sich mit den Hintergründen der Themen Inflation, Staatsbankrott und Schuldenkrise auseinandersetzten, ist diese Erklärung von Obama zu schlicht. Sie trifft nicht den Kern der Sache, denn Obama lässt Ereignisse wie Subprime Krise, Lehman Pleite und Schuldengrenzen Theater einfach weg. Die Position, die Obama bezieht ist Ausdruck einer politischen Hilflosigkeit. 76 Mal haben die USA in den vergangenen 40 Jahren die Schuldengrenze erhöht, um bei der eigenen Schuldenkrise über die Runden zu kommen. Investoren, Anleger und FondsVerwalter erinnern sich an die Warnungen vor einem Staatsbankrott der USA aus dem Sommer. Jetzt ging die Ausweitung der Schuldenkrise in den USA stillschweigend über die Bühne. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 bezieht zum TV-Auftritt von Barack Obama einen deutlichen Standpunkt.

Liebe FondsBlogger, auch von einem „Mountain View“ aus kann man den Überblick verlieren. Das hat Barack Obama gestern für Investoren, Anleger und FondsVerwalter in Sachen Schuldenkrise bewiesen. Anlässlich einer Veranstaltung des Karrierenetzwerks „LinkedIn“ gab Obama zum Besten: „Sie haben sich nie wirklich von der Krise 2007 erholt und haben nie umfassend auf die Herausforderungen reagiert, denen ihr Bankensystem ausgesetzt war.“ „Sie“, das sind die Europäer und ihre Schuldenkrise. Investoren, FondsVerwalter und Anleger horchen auf.

„Rüberschwappen“ über den großen Teich würde die Schuldenkrise in der Eurozone, so Obama weiter. Das zu langsame Handeln der Europäer würde die USA in die Rezession treiben. Die USA hätten laut Obama dagegen vorbildlich gehandelt in der Schuldenkrise. Von der Weltöffentlichkeit der FondsVerwalter, Investoren und Anleger fast unbemerkt, hat der Senat am Montagabend für eine weitere Anhebung der Schuldengrenze votiert. 

Dieses Mal ging es heimlich, still und leise zu, damit die US-Behörden unter Obama trotz Schuldenkrise auch nach dem 1. Oktober 2011 weiterarbeiten können. Das große Brimborium der Schuldenkrise und des drohenden Staatsbankrotts der USA aus dem Sommer wollte Obama nicht mehr haben. Anleger, FondsVerwalter und Investoren sollten Märkte nicht noch mal verschreckt werden. Gut, dass Obama mit Europa und seiner Schuldenkrise jetzt für Investoren, Anleger und FondsVerwalter einen passenden Buh-Mann zur rechten Zeit parat hatte.

„Schuldengrenze“. Damit kennen sich alteingesessene US-Parlamentarier  und Präsident Obama bestens aus. 1917 wurde dieses fiskalpolitische Instrument gegen eine Schuldenkrise eingeführt. Seit 1962 wurde sie, einschließlich der gestrigen Abstimmung, 76-mal erhöht, allein zwölf Mal in den vergangenen zehn Jahren. Seit 2003, unter den beiden Präsidenten George W. Bush und Barack Obama, hat sich diese Schuldengrenze verdoppelt. Die Quelle der Schuldenkrise.

Die Schulden der USA summieren sich auf annähernd 100 Prozent der US-Wirtschaftsleistung eines Jahres. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 45.000 US-Dollar. 1787, bei Unterzeichnung der Verfassung in Philadelphia vor 224 Jahren, waren es 34 US-Dollar pro Kopf. Für Investoren, Anleger und FondsVerwalter auf dem US-Markt sind das trübe Aussichten. Obama sollte das erklären, statt Europa die Schuldenkrise vorzuwerfen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Barack Obama ist ein begabter Redner und beim Thema Schuldenkriese selten um eine Antwort verlegen. Bleibt die Frage, was kann der einst mächtigste Mann der Welt noch sagen, was Investoren, Anleger und FondsVerwalter bewegt? Die Darstellung die Obama über die Ursachen der Schuldenkrise und der schwächelnden Weltwirtschaft abliefert, ist eher schlicht. Von Subprime Krise, Lehman Pleite oder Herabstufung der Bank of America war für Investoren, Anleger und FondsVerwalter von Obama nichts zu hören. Dabei brodelt hier eine kaum kleinere Gefahr als in der Schuldenkrise. Fällt wegen der Schuldenkrise die größte Bank der USA, stehen Vermögenswerte von 2.260 Milliarden US-Dollar auf dem Spiel der Investoren, Anleger und FondsVerwalter. Die für vielen Investoren, Anleger und FondsVerwalter Märkte existenzbedrohende Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers sorgte für Vermögensverluste von rund 630 Milliarden US-Dollar. Rund 1 Milliarde US-Dollar davon haben 50.000 in Deutschland private Investoren und Anleger getragen, die in Lehman- Zertifikate investiert waren. Vielleicht sollte der Bundesgerichtshof den US-Präsidenten in den Zeugenstand rufen, wenn diese Fälle ab heute erneut verhandelt werden. Statt einem Fingerzeig müsste sich Obama wegen der Schuldenkrise in den USA auf bohrende Fragen einstellen.

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Eine Antwort zu "SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Warum schiebt Obama die Schuld an der Krise nach Europa?"

  1. Kurzsichtigkeit

    “Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist.”

    Silvio Gesell (Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918)

    Kurzsichtigkeit bedeutet, einer falschen Zinstheorie anzuhängen, die entweder unverdiente Knappheitsgewinne auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Zinsen und Renditen) entschuldigt (klassischer Liberalismus) und daher gegenüber systemischer Ungerechtigkeit (Kapitalismus) blind macht, oder die Zinsen und Renditen nicht als Knappheitsgewinne versteht (klassischer Sozialismus) und daher den Privatkapitalismus mit Gewalt (Enteignung) bekämpfen will, was zwangsläufig zu Unfreiheit (Planwirtschaft) und noch größerer Ungerechtigkeit (Staatskapitalismus) führt.

    Den Kurzsichtigen fehlt die Einsicht, dass bei selbstregulativer (gewaltfreier) Beseitigung leistungsloser Kapitaleinkommen nicht nur alle Zivilisationsprobleme (und die “Finanzkrise”) ebenfalls eigendynamisch verschwinden, sondern auch ein ganz neues Zivilisationsniveau (Natürliche Wirtschaftsordnung = Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) erreicht wird, weil verdiente Knappheitsgewinne aufgrund technologischer und kultureller Innovation nicht mehr durch unverdiente Knappheitsgewinne von Sparern, die sich für “große Investoren” halten, geschmälert werden.

    Wissenschaftlich korrekt und einander ergänzend sind allein die Erklärungen des Zinses als Urzins (S. Gesell, 1916) oder als Liquiditäts(verzichts)prämie (J. M. Keynes, 1935), die beide von einer Überlegenheit des Geldes (Dauerhaftigkeit bzw. Liquiditätsvorteil) gegenüber den Waren ausgehen. Also muss dem liquiden Geld diese Überlegenheit durch eine staatliche Liquiditätsgebühr auf alles Zentralbankgeld (Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) genommen werden, um den Geldumlauf zu verstetigen und die Währung durch eine direkte Geldmengensteuerung absolut stabil zu halten, sodass der Warenaustausch schnell, sicher und billig erfolgt, ohne dass die Geldbesitzer einen ungerechten Vorteil gegenüber den Warenproduzenten oder Arbeitern haben.

    Wie eine solche konstruktive Geldumlaufsicherung technisch zu verwirklichen ist, war zur Zeit des “Auszugs der Israeliten aus Ägypten” noch unbekannt. Darum wurde die “Mutter aller Zivilisationsprobleme”, die bisher alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte, zuerst aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes ausgeblendet, damit das, was wir “moderne Zivilisation” nennen, überhaupt entstehen konnte. Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion! Nur ein außergewöhnliches Genie wie Silvio Gesell konnte sowohl den elementaren Fehler im “Geld, wie es (noch) ist” als auch das fehlerfreie “Geld, wie es sein soll” verstehen, ohne die Religion verstanden zu haben:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

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