SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Hat Angela Merkel die Märkte verschreckt?

26. September 2011 von um 18:44 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

 Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Hat Angela Merkel die Märkte verschreckt? Angela Merkel war gestern „solo“ bei Günther Jauch. Eine Stunde hatte die Kanzlerin Zeit, um ein Signal des Vertrauens an Investoren, Anleger und Sparer in Sachen Eurokrise zu senden. Die Kanzlerin habe in der Eurokrise alles im Griff: Märkte, Banken, Währungen. Das sollte die Botschaft von Merkel an Sparer, Anleger und Investoren zur „blauen Stunde“ sein. Sie viel, wie so oft für Investoren, Sparer und Anleger widersprüchlich aus. Mit einem blauen Blazer wollte Merkel „Vertrauen“ ausstrahlen. Gleichzeitig sagte sie, sie führe nur den Rat anderer aus. Banken, Investoren und Anleger suchen in der Eurokrise Vertrauen. Und Merkel versucht es auf ihre Art an Banken und Sparer zu vermitteln. Märkte, die im Angstmodus laufen sind unberechenbar und teuer. Das hat die Kanzlerin inzwischen verstanden. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 steht auf dem Standpunkt, dass ein einziger TV-Auftritt den Märkten kaum weiterhilft. Die Strukturkrise, an der Investoren, Sparer und Anleger leiden liegt viel tiefer. Der wahre Schrecken kommt noch. 

Liebe FondsBlogger, Angela Merkels „Stern“ ist aufgegangen. Schließlich hatte die Kanzlerin gestern ein „Solo“ bei Günther Jauch zum Thema Eurokrise. Kaum dass der Papst, der das „Seelenheil“ der Deutschen retten wollte, wieder im Flieger nach Rom sitzt, übernimmt Merkel die Zeremonie in der „Woche der Eurokrise“. Ihre Botschaft an Investoren, Anleger und Sparer: „Ich mache das Geld wieder heil“! Merkel hatte 60 Minuten, um ihr Rezept für die Rettung von Europas Währung und Banken vorzustellen. Viel Zeit für blauen Dunst.

Die „Vertrauensfrage“ wolle Merkel nicht stellen, wenn es am Donnerstag im Bundestag um Deutschlands „Ja“ zur European Financial Stability Facility (EFSF), dem Rettungsschirm zur Eurokrise, geht. Doch genau das tut Kanzlerin Merkel. Nicht an ihr Volk oder dessen gewählte Vertreter, sondern an Märkte, Banken, Investoren, Anleger und Sparer. Die Wahl des blauen Blazers ist deshalb kein Zufall beim Thema Eurokrise. Blau, das steht für „Vertrauen“, „Verlässlichkeit“ und „Technik“. Merkel will Märkten und Banken zeigen, dass sie alles beherrscht. Denn als Kanzlerin besitzt Merkel laut Grundgesetz die „Richtlinienkompetenz der Politik“, auch gegenüber Banken in der Eurokrise.

Was sollen Investoren, Anleger und Sparer in der Eurokrise dann von einer Antwort wie dieser halten: „Ich muss tun, was andere mir raten.“ Die spannende Frage, die sich aufträgt, wer sind „die Anderen“? Vielleicht der IWF, der angesichts der Eurokrise sein „Eigenkapital“ von 900 Milliarden auf 1,3 Billionen US-Dollar aufstocken will? Oder EU-Währungskommissar Olli Rehn, der die Eurokrise als desolate Kombination aus Staatsschulden und Bankenkrise anspricht: „Wir können das eine nicht ohne das andere lösen – wir müssen beides lösen.“ Für Sparer und Anleger eine beunruhigende Aussicht.

Vor allem die „unterkapitalisierten“ Banken sehen Weltwährungshüter und EU-Kommission in der Eurokrise in Gefahr. Im Extremfall einer Insolvenz Griechenlands und dem Ende der Eurozone rechnet der IWF mit Risiken von rund 300 Milliarden Euro für die Banken in Europa. Deswegen können sich diese „Anderen“, die Banken nämlich, nicht wie von Merkel und anderen gewünscht, an den Risiken der Eurokrise beteiligen. Banken verwalten ja nur das Kapital der „Anderen“, nämlich ihrer Kunden, der Investoren, Sparer und Anleger. Und die haben Angst in der Eurokrise um ihr Geld. Die „Anderen“ sind also immer schuld. Das schürt die Angst.

Diese Angst der Anleger, Investoren und Sparer wollte Kanzlerin Merkel diesen nicht nur gestern bei Günther Jauch, sondern bereits im Oktober 2008 nehmen. Lange vor der Eurokrise. Damals verkündete sie zusammen mit Peer Steinbrück vollmundig: „Alle Spareinlagen sind sicher“. Jetzt machen Merkel ihre Worte Angst. „Wollen Sie jetzt den Ernstfall provozieren?“ harschte Merkel den Jauch an. Die Eurokrise macht Märkte, Banken, Investoren, Anleger und Sparer nervös – und Merkel auch.

SJB FondsSkyline. Fazit. „Wir haben noch lange nicht erreicht, was wir wollten“. Mit diesem Fazit hat Kanzlerin Angela Merkel sehr recht. Nur wer will was, in diesem Milliardenspiel der Eurokrise? Die Banken wollen kein Risiko tragen, weil sie das finanziell gar nicht können. Sparer, Anleger und Investoren wollen eine stabile Währung. Die Märkte wollen „Ruhe“. Und die Politik will regulieren. D.h. Großbanken abwickeln, Staaten geordnet in die Insolvenz schicken, mit einer Finanztransaktionssteuer Haushalte stabilisieren und die Eurokrise beenden. Alle zusammen wollen die Angst loswerden, die Angst vor dem systemischen Kollaps. Wie viel Symbolik in einem blauen Blazer stecken kann? Der Schrecken ist nicht zu Ende.

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