SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte-Sondervermögen-Griechenland: Rettet Sondervermögen Griechenland vor Staatsbankrott?

07. Februar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Sondervermögen-Griechenland: Rettet Sondervermögen Griechenland vor Staatsbankrott?  „Das Spielen ist für Griechenland vorbei“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Frankreich und Deutschland wollen Einnahmen von Griechenland in ein Sondervermögen einzahlen und so die Schuldentilgung organisieren. Einen solchen Eingriff in die nationale Souveränität eines EU-Landes hat es noch nie gegeben. Wir werden uns als Investoren daran gewöhnen.

Liebe FondsBlogger, die Troika aus EU, EZB und IWF ist sich einig, die EU-Kommission ebenfalls. Wenn sich Griechenland nicht sofort mit der Troika der Geldgeber einigt, wird es kein zweites Hilfspaket geben. Wer also glaubte, Griechenland werde in jedem Fall gerettet, sieht sich getäuscht. „Es ist eine Sache von Tagen, dann müssen wir zum Schluss kommen. Das ist die klare Botschaft“, sagte Nicolas Sarkozy in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Angela Merkel. „Die Frist ist bereits verstrichen“, warnte auch ein Sprecher der EU-Kommission. Trotz des unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrotts lassen sich die Politiker in Griechenland weiter Zeit: Ein Treffen der Parteispitzen zum Reformprogramm wurde auf Dienstag verschoben. „Ich will bekräftigen“, so Merkel in Paris, „es kann keine Einigung geben, wenn Troika-Vorschläge nicht umgesetzt werden.“ Die Troika spricht laut Reuters in ihrem jüngsten Griechenland-Bericht von „katastrophalen Zuständen“. Die Sparvorgaben seien deutlich verfehlt worden.

Auf harten Widerstand stößt in Griechenland die Forderung der Troika, den Mindestlohn zu senken sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu streichen. Auch verlange die Troika der Geldgeber noch in diesem Jahr den Wegfall von 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst. Bis Ende 2015 sollen 150.000 Jobs gestrichen werden. Die Troika verlange auch Lohnkürzungen auch im privaten Sektor, die nach Gewerkschaftsangaben bis zu 25 Prozent weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten könnten. Falls sich die die Regierung tragenden Parteien in Athen in diesen Fragen nicht verständigen, soll dem Land der Kredithahn zugedreht und das vereinbarte zweite Rettungspaket im Volumen von 130 Milliarden Euro nicht auf den Weg gebracht werden.

Griechenland hat es mit den Fonds Finanzen auf die Spitze getrieben und damit eine Eigendynamik in Gang gesetzt. Merkel, Sarkozy und auch Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker wollen, das Griechenland und seine Berater gravierende Einschnitte in die  nationale Souveränität hinnehmen. Mit einem Sonderkonto bzw. Sondervermögen soll Griechenland sicherstellen, dass ausländische Gläubiger vorrangig an ihr Geld kommen. „Wir schlagen vor, dass die staatlichen Einnahmen in ein Sondervermögen gehen und blockiert werden, um die Schulden abzubauen“, sagte Sarkozy. „Ich unterstütze die Idee, dass man die notwendigen Zinszahlungen für die Schulden auf ein Extra-Konto legt, womit gesichert ist, dass Griechenland dieses Geld auch beständig bereitstellt“, sekundierte Merkel. Griechenland und seine Berater werden dann keine eigene Kapitalanlage mehr halten, sondern Taschengeld bekommen.

Um die Zahlungsunfähigkeit und somit den Staatsbankrott Griechenlands Mitte März zu vermeiden, muss den privaten Gläubigern –vor allem Banken, Versicherungen und Hedgefonds –  Mitte Februar ein förmliches Angebot zum Anleihetausch unterbreitet werden. Nur dann kann der Forderungsverzicht fristgerecht umgesetzt werden soll. Da der Schuldenschnitt nur im Gesamtpaket mit den staatlichen Hilfskrediten und dem Sondervermögen beschlossen werden soll, ist dieser Zeitplan kaum noch zu halten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Rettet Sondervermögen Griechenland vor Staatsbankrott?  Vor zwei Wochen sollte Griechenland einen Sparkommissar bekommen und wehrte sich, indem es kräftig auf die diplomatische Bremse trat. Das gleiche Verhalten ist jetzt beim Sondervermögen zu erkennen, das die Regierung von Griechenland faktisch entmachtet. Solidarität erfordere Solidität als Vorleistung, kommentieren die Euro-Länder lapidar. Doch das erklärt nicht, dass mit dem Sondervermögen die Diplomatie so unverblümt beiseite geschoben wird. Das kann nur bedeuten: Merkel, Sarkozy und die EU-Kommission haben keine Zeit mehr. Der Kampf um den Euro ist in die entscheidende Phase eingetreten. Wie können Investoren reagieren? Am besten wie die Entscheidungsträger: Mit Sondervermögen. Investmentfonds nach deutschen Recht bieten als Sondervermögen Schutz vor Insolvenz des Anbieters und der depotführenden Bank. Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist die breite Streuung über Kapitalanlagen. Beispiel Währungen: Investoren, die über mehrere Währungen streuen, reduzieren das Währungsrisiko im Gesamtrisiko und erzielen im besten Fall sogar Währungsgewinne. Investoren, die sich im Euro immer noch am sichersten fühlen, können aus dem Sortiment SJB Liquidität beispielsweise diese in Euro denominierten Publikumsfonds auswählen: FT AccuGeld (WKN 977020, ISIN DE0009770206) oder ESPA Cash Euro (WKN 576143, ISIN AT0000724299).

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