SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Was bedeutet die EFSF Abstimmung für die Zukunft?

29. September 2011 von um 22:41 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Was bedeutet die EFSF Abstimmung für die Zukunft? Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Mehrheit bei der Abstimmung zur European Financial Stability Facility (EFSF) bekommen. 523 Parlamentarier des Bundestags stimmten unter den Augen vieler Privatanleger, Investoren und FondsVerwalter mit „Ja“ zum EFSF. Mit einem Volumen von 780 Milliarden Euro ist die EFSF ausgestattet. 340 Milliarden Euro mehr, als ursprünglich geplant. Der deutsche Anteil an dieser Lösung der Schuldenkrise summiert sich auf 211 Milliarden Euro. Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter an den Märkten haben die Entscheidung gelassen zur Kenntnis genommen. Die Mehrheit für die EFSF stand schon vorher fest. Was nicht feststeht, sind die Folgen der heutigen Entscheidung für zukünftige Generationen. Die Schuldenkrise wird unsere Kinder und Enkel noch lange beschäftigen. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 stellt stellvertretend für Investoren und Privatanleger der Zukunft die Gewissensfrage an die Volksvertreter.

Liebe FondsBlogger, „Denn Sie wissen nicht, was sie tun“. Das ist der vorletzte Film den Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter von James Dean gesehen haben. Er zeigt durch den wie immer traurigen und wilden Helden, die Probleme einer „verlorenen Generation“ in Gesellschaft und Familie. Hat sich Bundestagspräsident Norbert Lammert an diesen Film erinnert, als er vor der heutigen Abstimmung zur Ausweitung der EFSF sagte, er spüre eine „Überforderung“ bei den Abgeordneten im Bundestag wegen der Folgen der Schuldenkrise?

Um die Schuldenkrise in Europa und der Eurozone zu bekämpfen, soll das Volumen der EFSF von 440 auf 780 Milliarden Euro steigen. Der deutsche Anteil an diesem Paket für die EFSA liegt bei 27,0 Prozent bzw. 211 Milliarden Euro, 88 Milliarden Euro mehr, als beim ersten Entwurf. Das hat man nun davon, die größte Volkswirtschaft Europas zu sein, wenn es um die Schuldenkrise geht. Klaus-Peter Willsch, einer der Abweichler aus der „Kanzlermehrheit“ bringt die Sache des EFSF für Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter auf den Punkt: „Wir leihen das Geld von unseren Kindern und Enkeln – wir haben es nicht“. Sehen die Abgeordnete nur die Schuldenkrise und die EFSF. Haben sie kein Herz für die Kinder der Privatanleger, Investoren und FondsVerwalter?

Die Mehrheit der 523 „Ja-Sager“ im Bundestag zur EFSF als Lösung der Schuldenkrise war für Privatanleger, Investoren und FondsVerwalter bereits vor der Abstimmung klar. Im Endeffekt hat Angela Merkel ihre „Kanzlermehrheit“ zur EFSF bekommen. Gut, dass SPD und Grüne die Tragweite der heutigen Abstimmung vorher erkannt haben. Das Signal der Opposition an das Wahlvolk der Investoren, FondsVerwalter und Privatanleger: „Wir sind nicht bei EFSF und Schuldenkrise überfordert. Auch wir können mit Geld umgehen!“ Wirklich?

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn rechnet die Folgen der Entscheidung über Schuldenkrise und EFSF vor: Die Prämie für Kreditversicherungen zehnjähriger Bundesanleihen ist im September auf den Wert von 124 Basispunkten gestiegen. Das ist für Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter das 17-fache des Werts im 1. Halbjahr 2008. Professionelle Investoren erwarten also eine Verschärfung der Schuldenkrise durch die EFSF Entscheidung. Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter müssen jetzt mit der Wahrscheinlichkeit von 12 Prozent rechnen, mit der es in den kommenden zehn Jahren einen Staatsbankrott der Bundesrepublik Deutschland geben kann.

SJB FondsSkyline. Fazit. Die heutige Abstimmung zur EFSF als Lösung der Schuldenkrise im Bundestag wirft für Privatanleger, Investoren und FondsVerwalter einen langen Schatten. Sozial und ökonomisch. Allem öffentlich zur Schau getragenen Schlagabtausch beim Thema Schuldenkrise, Euro und EFSF zum Trotz, die Wähler haben heute die Wiederauflage der „Großen Koalition der Herzen“ erlebt. Dem Ernst der Lage angemessen, schritten die Volksvertreter huldvoll zur Tat in Sachen Schuldenkrise und EFSF. Aber wussten alle, was sie taten? Waren sich alle Abgeordneten der „systemischen Tragweite“ ihrer Entscheidung bewusst? Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter haben ihre Zweifel? Die Damen und Herren Abgeordneten haben heute mit dem EFSF einen Rettungsschirm gespannt. Über Europa und den Euro und über ihre eigene Existenz. Ob eine „verlorene Generation“, die auf Staatschulden und Schuldenkrise sitzen bleibt ihnen dafür danken wird, ist kaum glaubhaft. Statt wunschlos glücklich droht für die Familien der Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter neue Herzlosigkeit. Hoffentlich haben alle Parlamentarier eine gute Antwort parat, wenn sie von ihren Kindern und Enkeln gefragt werden: „Wo warst Du am 29. September 2011?“

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