SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte-China-Sparschwein: Wofür nutzt China sein Sparschwein am liebsten?

17. April 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte-China-Sparschwein: Wofür nutzt China sein Sparschwein am liebsten? „Die drei Meldungen aus China schienen erst keinen Zusammenhang zu haben“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Doch vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Euro-Krise bekommt alles plötzlich einen Sinn: China, das Land mit dem dicksten Sparschwein der Erde, geht antizyklisch Einkaufen. Und das sind für unsere FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer die zugehörigen Meldungen aus China: China hat seinen Sparschwein-Anteil an US-Staatsanleihen (Treasuries) im Februar zum zweiten Mal in Folge aufgestockt, und zwar um 1,1 Prozent auf 1,18 Billionen (Trillion) US-Dollar. Das staatliche Devisenamt in China (State Administration of Foreign Exchange, SAFE) erlaubt chinesischen Banken seit Mitte April erstmals den Leerverkauf von US-Dollar. Und schließlich teilt China stolz mit, die London Metal Exchange (LME) ziehe in Betracht, Händlern anzubieten, Transaktionen in Renminbi abzuwickeln. Für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer bedeutet das: China öffnet nicht sein Sparschwein, um zu den Mächtigen zu gehören. China holt die Mächtigen in sein Sparschwein hinein.“

Liebe FondsBlogger, der größte Gläubiger der USA ist die eigene Notenbank Federal Reserve (Fed). Mit 1,68 Billionen US-Dollar – FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer ahnen es – stehen die Amerikaner laut Wertpapiermitteilung bei sich in der Kreide. Auf dem zweiten Platz folgt China, mit 1,18 Billionen US-Dollar, auf dem dritten Japan mit 1,10 Billionen US-Dollar. Vor allem Chinas Sparschwein scheint unerschöpflich liquide. Die Währungsreserven, aus denen sich das Sparschwein speist, stiegen im ersten Quartal laut Notenbank China (People’s Bank of China, PBoC) im Quartalsvergleich um 3,9 Prozent. Einer der 21 Primary Dealers, die bei der Fed Investments platzieren dürfen, definiert: „Wenn die Reserven in China weiter wachsen, werden wir zusehen, eine Bresche für US-Staatsanleihen zu schlagen.“ In der SJB Fonds Analyse für

FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer zeigt sich, dass ein Sparschwein in China Langlaufqualitäten haben muss: Die langfristigen Papiere und Anleihen stiegen um 11,9 Milliarden US-Dollar 1,0 Prozent auf 1,18 Billionen US-Dollar. Kurzläufer stiegen um 800 Millionen auf 1,8 Milliarden US-Dollar, wo die Wertpapiermitteilung. Die Erhöhung der US-Treasury-Position im Sparschwein ist ein Signal, nachdem China 2011 seine US-Position zum ersten Mal seit 2001 zurückgefahren hatte.

Doch China hat nicht nur ein Plus-US-Dollar-Sparschwein im Rennen, sondern seit Monatsmitte auch ein Minus-US-Dollar-Sparschwein. Das staatliche Devisenamt SAFE erlaubt chinesischen Banken ab sofort das Leer-Verkaufen (shorting) von US-Dollar. Diese Maßnahme müssen FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer im Kontext einer zweiten Marktmaßnahme sehen: China hat gerade gestattet, dass seine Währung Renminbi nicht mehr um 0,5, sondern um 1,0 Prozent vom US-Dollar abweichen darf. Für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer und auch die SJB ist dies ein Meilenstein in dem Streben Chinas, den Renminbi im internationalen Devisengeschäft zu stärken. Banken mit einem jährlichen Devisenvolumen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar dürfen 10 Millionen US-Dollar leer verkaufen, diejenigen zwischen 1 Milliarde und 100 Millionen US-Dollar bis 5 Millionen und die unter 100 Millionen bis 3 Millionen. Bisher hatte China keiner einzigen Bank Leerverkäufe von US-Dollar erlaubt mit Ausnahme der zu experimentellen Zwecken 2007 neu gegründeten Bohai Bank.

Metallbörse LME gehört mit Singapur und New York zu den größten Metallhandelsplätzen der Welt. Zum ersten Mal seit Gründung 1877 spielt die Börse mit dem Gedanken, die Vorherrschaft des Pfund Sterling zu brechen und Kontrakte auch in chinesischen Renminbi zuzulassen. Damit akzeptiert London zur Überraschung der FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer, die marktbeherrschende Macht Chinas, das mehr als 40 Prozent der weltweiten Nachfrage für die meisten Metalle in sich vereint. „Ein Kontrakt in Pfund Sterling? Hatte ich seit fünf Jahren nicht mehr“, sagt ein Broker. Mit der Einführung des Renminbi auf dem Rohstoffmarkt, beschleunigt China allmählich die Internationalisierung seiner Währung. In Hongkong ist ein Sortiment aus Renminbi-denominierten Rohstoffkontrakten in Planung. Gold- und Kupferkontrakte, das wissen FondsInvestoren, Privatanleger und Sparervielleicht – sind dort in Renminbi bereits am Start.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wofür nutzt China sein Sparschwein am liebsten? Das Sparschwein von China fühlt sich am wohlsten in den strategisch wichtigsten Positionen weltweit: Im Staatsschatz der USA, im Gehege der internationalen Hedgeindustrie und auf dem Hochaltar des Rohstoffhandels in London. Die Euro-Krise ist China ein Anlass, das Tempo noch zu verschärfen, und nur wenige Europäer können mithalten – bis auf die Londoner Metallbörse. Seit 2010 hat sie Büros in Asien, seit April 2012 ist die Bank of China offizielles Mitglied. Die Visitenkarten sind in zwei Weltsprachen gedruckt: In Englisch und in Mandarin. Welche Fonds in diesem dynamischen Umfeld für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer das Tempo mitgehen? Diese zum Beispiel: GAM Star China Equity USD (WKN A0MW0K, ISIN IE00B1W3WS58) mit Domizil in Dublin, Fidelity China Consumer (WKN A1JH3J, ISIN LU0594300252) mit Domizil in Luxemburg und First State Greater China Growth (WKN A0BKZB, ISIN GB0033874107) mit Domizil in London.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater weiß mit Sparschweinchen umzugehen. Ganz behutsam. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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