SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Werden Staatsschulden verschleiert?

18. September 2011 von um 17:12 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Werden Staatsschulden verschleiert? US-Finanzminister Timothy Geithner ist in Breslau aufgetaucht. Beim Treffen der EU-Finanzminister. Damit Investoren, Anleger und Verwalter sein Erscheinen bemerken, bringt der für Finanzen und Staatsschulden zuständige US-Minister eine Idee mit. Als Ratgeber aktuell gefragt, schlägt Geithner vor, der mit Staatsschulden volle Europäische Rettungsschirm EFSF soll Staatsanleihen von Schuldenstaaten kaufen. Damit Investoren, Anleger und Verwalter Finanzen frei von Schrottpapieren sind. Die Federal Reserve hat so mit ihrem Programm Term Asset-Backed Securities Loan Facility (TALF) faule Rentenpapiere im Wert von 1.000 Milliarden US-Dollar vom Markt genommen. Für FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, ist Geithners Analyse aktuell weder Lösung noch Vorbild für Investoren, Anleger und Verwalter. Durch Staatsschulden zerrüttete Finanzen durch neue Staatsschulden bekämpfen und diese Maßnahme verschleiern? Als Kaufmann und Unternehmer ist dieser Vorschlag für Bennewirtz nicht akzeptabel. Was dem Publikum der Investoren, Anleger und Verwalter in Sachen Staatsschulden geboten wird, ist eine „Dreigroschenoper“. Der FondsVerwalter bezieht einen klaren Standpunkt. Liebe FondsBlogger, Bühne frei für die „Dreigroschenoper“: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“! Ein tragisch komisches Stück über Finanzen, Staatsschulden für Investoren, Anleger und Verwalter in drei Akt(i)en:

1. Akt. Spekulationen: Die haben Politiker gar nicht gern. Investoren, Anleger und Verwalter bei ihren Finanzen aktuell auch nicht. Oder doch? Finanzminister Wolfgang Schäuble würde das weit von sich weisen. Nie käme der in Freiburg, in Baden geborene Politiker auf die Idee, seine Finanzen in Unordnung zu bringen und mit „Fremdkapital“ aus Staatsschulden in „Eigenkapital“ wie Aktien zu investieren. Solche „Leverage“-Geschäfte sind für Investoren, Anleger und Verwalter sowie die übrige der Welt der Finanzen aktuell hierzulande streng reglementiert. Dabei wäre das Angebot verlockend. Die Dax 30 Konzerne gibt es dank Kursrutsch für gerade 578 Milliarden Euro. Mit ein paar Staatsschulden mehr in den öffentlichen Finanzen, kein Problem.

Stefan Mappus hätte zugeschlagen. Investoren, Anleger und Verwalter erinnern sich: Als Kurzzeitministerpräsident von Baden-Württemberg hat der aus dem ebenfalls badischen Pforzheim stammende Mappus Maßstäbe in Sachen Finanzen des Staats gesetzt. Mit Anleihen, also Staatsschulden finanzierte er den Kauf von 45,0 Prozent der Aktien des Energiekonzerns ENBW für 4,7 Milliarden Euro. Die Idee ist für Investoren, Anleger und Verwalter klar: Mit den Dividenden werden die Zinsen der Staatsschulden gezahlt und noch ein schönes Sümmchen für die Finanzen einbehalten.

2. Akt. Empörung: In Baden-Württemberg, da herrschen sie. Nicht Staatsschulden, sondern die Finanzen und „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“. Ein Buch von Max Weber (1864 bis 1920). Der Soziologe und „Nationalökonom“ war Professor in Heidelberg und Freiburg. Stefan Mappus haben seine „Deals“ inzwischen nicht zu Merkel, sondern zu Merck katapultiert. Wähler, Investoren, Anleger und Verwalter waren zu skeptisch. Der Pharmakonzern reicht den gescheit gescheiterten Politiker und seine Finanzen aktuell als Ratgeber und Entscheider weiter nach Brasilien. Statt Mappus ist inzwischen der Grünenpolitiker Winfried Kretschmer Ministerpräsident im cleveren „Ländle“ und Verantwortlicher in Sachen Staatsschulden. Der ist katholisch. Genau wie der Papst.

3. Akt. Erleuchtung: Am kommenden Donnerstag hält Benedikt XVI. als Staatsoberhaupt des Vatikans im Bundestag eine Rede, vor den Abgeordneten. Aber auch Investoren, Anleger und Verwalter dürfen zuhören, ob Benedikt etwas zu Staatsschulden sagt. Der Papst kann den ganzen „Eurozockern“ im deutschen Parlament ordentlich die Leviten lesen. Von wegen protestantisch kapitalistischer Geist. Ans Gewissen und an die Finanzen muss es den Machern der Staatsschulden gehen. Das meinen viele Investoren, Anleger und Verwalter! Moralisch gestärkt können die Abgeordneten im Bundestag genau eine Woche später unter den wachsamen Augen von Kanzlerin Angela Merkel feierlich zur Abstimmung über die Finanzen des Europäischen Eurorettungsschirms (EFSF) schreiten. Investoren, Anleger und Verwalter sind überrascht. Der Mut zur Haushaltslücke und zu Staatsschulden wird den deutschen Volksvertretern von anderer Seite zugesprochen. US-Finanzminister Timothy Geithner drängt die Europäer, mit den Staatsschulden des EFSF ähnlich wie die Federal Reserve ein Kaufprogramm für Staatsanleihen zu starten, also noch mehr Staatsschulden zu kaufen. Die Fed hat über die Term Asset-Backed Securities Loan Facility (TALF) faule Rentenpapiere im Wert von 1.000 Milliarden US-Dollar vom Markt genommen. Investoren, Anleger und Verwalter könnten so mit ihren Finanzen aktuell auf unbelasteten Märkten investieren.

SJB FondsSkyline. Fazit. Spekulationen mit Staatsschulden. Aktien mit Fremdkapital kaufen. Investmentsfonds ist das in Deutschland und Europa verboten. Für Investoren, Anleger und Verwalter eine gute Regelung. Für die öffentliche Hand scheinen die Transaktionen zum Normalfall zu werden. Eine „Dreigroschenoper“. Ein Unding. Oder bleibt dem Staat wegen der Staatsschulden nicht anderes mehr übrig? Merke Merkel, die Eigenkapitalquote der „Deutschland Staat AG“ rangiert laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bei gerade sechs Prozent des BIP. 2005 war die Quote sogar auf „Null“ gesunken. Für Investoren, Anleger und Verwalter heißt das im Umkehrschluss: Die Finanzen und Ausgaben des deutschen Staats werden zum größten Teil auf Pump durch Staatsschulden finanziert! Noch ist die moralische Entrüstung aus Politik und Gesellschaft gegen „Leveraging“ von Staatsschulden groß. Sind die ersten „Deals“ erstmal erfolgreich gelaufen, wird sich das abschleifen: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Der weitere Vertrauensverlust der Investoren, Anleger und Verwalter in die Finanzen der Politik ist vorprogrammiert. Die Verschleierungstaktik der Fed mit ihrem Wertpapierkaufprogramm TALF ist kein gutes Vorbild. Der Vorhang zu, alle Fragen offen.

 

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