SJB-Fonds-Investor-StandPunkte-Advent-Türchen-Zwanzig: Hilft das Geschäftsklima der Konjunktur?

20. Dezember 2011 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investor-StandPunkte-Advent-Türchen-Zwanzig: Hilft das Geschäftsklima der Konjunktur? Trotz Schuldenkrise regiert bei deutschen Unternehmen im Advent die Zuversicht. Der Ifo-Geschäftsklima-Index, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, stieg im Dezember überraschend auf 107,2 Zähler von 106,6 Punkten im Vormonat, teilte das Ifo-Institut mit. „Analysten sowie Unternehmer und Führungskräfte hatten im Advent mit einem Rückgang auf 106,1 Zähler gerechnet“, erläutert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 im aktuellen StandPunkt. „Die Frage ist: Entwickelt sich aus dem Geschäftsklima eine stabile Konjunktur?

Liebe FondsBlogger, die 7000 befragten deutschen Unternehmer und Führungskräfte schätzen im Advent ihre aktuelle Lage unverändert positiv ein. Der Frühindikator für die Konjunktur blieb wie in den beiden Vormonaten bei 116,7 Punkten. Die Erwartungen für die Entwicklung der Konjunktur für die nächsten sechs Monate verbesserten sich von 97,3 auf 98,4 Punkte. Volkswirte hatten einen Rückgang des Index um 0,5 auf 106,1 Punkte erwartet und die Stimmungsaufhellung im November als Ausreißer bezeichnet. Zuvor war Deutschlands wichtigstes Konjunktur-Barometer viermal in Folge gesunken.

Analysten begrüßten das Ergebnis der Umfrage. Entsprechend gelöst reagierten Unternehmer und Führungskräfte. Die Zahlen im Geschäftsklima stimmen zuversichtlich, dass die deutsche Konjunktur 2012 nicht einbricht. Das erste und zweite Quartal 2012 werden zwar sicher schwach, so die Volkswirte, aber im Jahresverlauf werde die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen.

Die befragten Unternehmer und Führungskräfte schätzen das Geschäftsklima für die kommenden sechs Monate besser ein und beurteilen die aktuelle Lage im Advent unverändert als günstig. Den Indikatoren zufolge scheint die deutsche Wirtschaft dem Abschwung Europas erfolgreich zu trotzen. Im Verarbeitenden Gewerbe sei das Geschäftsklima unverändert, hieß es. Zwar bewerteten die die Unternehmer und Führungskräfte ihre aktuelle Geschäftslage als etwas weniger gut als im November, zugleich schätzten sie ihre Perspektiven für das kommende halbe Jahr aber als etwas günstiger ein. Zudem sei der Index im Großhandel etwas und im Einzelhandel deutlich gestiegen. Im Bauhauptgewerbe habe sich das Geschäftsklima ebenfalls weiter verbessert. Bereits im November war der Geschäftsklima-Index allen negativen Prognosen zum Trotz leicht gestiegen. Der Aktienmarkt profitierte davon: Der Dax gewann unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten auf knapp 5.700 Punkte, was den Investoren Mut für ihre Kapitalanlage machte.

Trotz Euro-Dauerkrise und Rezessionsängsten sei im Advent auch das Geschäftsklima bei den Konsumenten in Deutschland gut. Der private Konsum bleibe weiterhin wichtige Stütze der Konjunktur, erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK. Zwar sei die Anschaffungsneigung zuletzt auf hohem Niveau spürbar zurückgegangen, doch zum ersten Mal seit fünf Monaten stiegen die Konjunktur-Erwartungen der Verbraucher wieder. Dementsprechend nahm auch deren Einkommenserwartung zu. Der Konsumklimaindex für Januar liegt daher weiterhin bei 5,6 Punkten. Der seit Monaten andauernde Abwärtstrend bei den Konjunktur-Erwartungen wurde im Dezember damit zumindest vorübergehend gestoppt; dank eines kräftigen Zuwachses erreicht der Indikator nun fast wieder den langjährigen Durchschnittswert.

Die guten Rahmenbedingungen in Deutschland hätten sich zuletzt wieder stärker ins Bewusstsein der Unternehmer und Führungskräfte geschoben, erläuterte die GfK. Ob dieser Trend anhalten werde, müssten Unternehmer und Führungskräfte abwarten. Wenn mehrere Staaten wegen der Euro-Krise stärker sparen müssten, träfe dies den für die deutsche Wirtschaft besonders wichtigen Export. Zunächst legten aber auch die Einkommenserwartungen der rund 2000 Befragten zu aufgrund der gestiegenen Konjunktur-Zuversicht. Eine große Rolle spielt dabei der gute Arbeitsmarkt, der sich laut GfK auch 2012 robust entwickeln dürfte. Obwohl sich das Geschäftsklima im Advent positiv entwickelt hat, sind die Konsumenten weniger geneigt als im November, sich größere Anschaffungen wie Fernseher oder Möbel zu leisten. Der Indikator verzeichnete ein deutliches Minus von 12,9 Punkten, liegt mit 27,4 Zählern jedoch noch immer auf vergleichsweise hohem Niveau. „Vor dem Hintergrund der verschärften Finanzkrise“, so die GfK, „tendieren die Verbraucher weiterhin dazu, eher werthaltige Anschaffungen zu tätigen als ihre finanziellen Mittel gegen historisch niedrige Zinsen auf die hohe Kante zu legen.“ Auch die guten Beschäftigungsaussichten dürften die Entscheidung für solche kostspieligen Käufe positiv beeinflussen. „Aufgrund der Tatsache, dass sich der Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr günstig entwickeln dürfte“, so die GfK, „sind auch die Erwartungen der Haushalte an eine bessere Einkommensentwicklung hoch.“

SJB FondsSkyline. Fazit. Hilft das Geschäftsklima der Konjunktur?

Der Ifo-Geschäftsklima-Index ist der bedeutendste Frühindikator für Unternehmer und Führungskräfte der Finanzbranche. Der zeitlich auf rund sechs Wochen befristete Effekt, den die Frühindikatoren an den Markten für die Kapitalanlage auslösen, ist in unsicheren Börsenzeiten höher. Steigt der Geschäftsklima-Index des Ifo konstant über drei Monate, ist die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige positive Konjunkturentwicklung hoch. Aktien-Indizes und Konjunktur zogen oft ein bis drei Monate nach einer optimistischen Dreier-Reihe an. Arbeitsmarktdaten und die damit verbundenen Einkommensentwicklungen sind hingegen Spätindikatoren, die mit einer zeitlichen Verzögerung von einem bis eineinhalb Jahren die Kapitalanlage an den Märkten beeinflusst. Die beiden Indikatoren für die Konjunktur in Deutschland dürfen nicht in einen Topf geworfen werden. Deutschlandfonds wie der DWS Deutschland (WKN 849096, ISIN DE0008490962) oder der Allianz RCM Nebenwerte Deutschland (WKN 848176, ISIN DE0008481763) wissen das. Es bleibt dabei: Das warme Geschäftsklima lässt durchatmen, erlaubt aber für die Konjunktur 2012 keine Entwarnung.

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