SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Publikumsfonds-Jahresergebnis: Warum gibt es Mittelabflüsse bei Fonds?

08. Februar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Publikumsfonds-Jahresergebnis: Warum gibt es Mittelabflüsse bei Fonds?  „Der deutsche Fondsmarkt zeigt im vergangenen Jahr zwei Gesichter. Professionelle Anleger kauften, private Anleger verkauften“, kommentierte der Präsident des Fonds Branchenverbandes BVI das Jahresergebnis. „Die privaten Anleger sind auf der Suche nach Sicherheit“, erklärt  Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Doch dabei lassen sie sich nicht von den Fakten leiten, sondern von den elterlichen Verhaltensmustern. Die SJB stellt klar: Weder die Rente noch das Sparbuch ist sicher. Doch Investmentfonds bieten als Sondervermögen eine einzigartige institutionelle Sicherheit.

Liebe FondsBlogger, aus deutschen Publikumsfonds sind im Jahr 2011 gut 16 Milliarden Euro abgeflossen. Institutionelle Anleger investierten dagegen 45 Milliarden Euro in Spezialfonds und rund eine Milliarde Euro in Mandate außerhalb von Investmentfonds, berichtet der Fonds Branchenverband BVI in seiner Jahreskonferenz. Vor allem bei Rentenfonds überwogen die Verkäufe. Angesichts der Staatsschuldenkrise und niedriger Zinsen flossen netto 5,8 Milliarden Euro aus diesen Fonds ab. Verunsichert durch die Schwankungen der Aktienmärkte zogen private Anleger 2,3 Milliarden Euro bei Aktienfonds ab.

Trotz der Immobilien-, Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise ist das in Publikumsfonds verwaltete Volumen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen. Das FondsVermögen in privaten Haushalten sowie Organisationen ohne Erwerbszweck stieg von Ende 1991 bis Ende 2010 um das Sechsfache, so das Statistische Bundesamt. Das Volumen verzinslicher Wertpapiere und Aktien konnte sich lediglich verdoppeln. Trotz der extremen Entwicklungen an den Wertpapiermärkten mit einem Einbruch des DAX von fast 20 Prozent im August hielten die deutschen Investoren Disziplin. Bis Ende November 2011 flossen europaweit lediglich 5 Milliarden Euro in Investmentfonds. Deutsche Publikumsfonds und Spezialfonds sammelten in der gleichen Zeit mehr als das Vierfache ein.

Insgesamt vertrauten die Anleger in Deutschland den Investmentfonds im vergangenen Jahr rund 30 Milliarden Euro frisches Geld an. Die wachsende Angst vor Inflation und das Vertrauen in den Substanzwert ertragsstarker Unternehmen überzeugt langfristig denkende Anleger zunehmend von Aktienfonds. Trotz der Schwäche in Europa expandiert die Weltwirtschaft mit Wachstumsraten von 3 bis 4 Prozent. Bei den Zinspapieren hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Staatsanleihen und selbst deutsche Bundesanleihen sind für Anleger nicht mehr risikolos. Die Analyse der Bonität, durchgeführt von einem unabhängigen Berater, ist Pflicht geworden.

Der Löwenanteil des von der deutschen Fonds Branche verwalteten Vermögens in Höhe von insgesamt 1.783 Milliarden Euro kommt von institutionellen Investoren. Sie halten zum Jahresende 2011 rund 846 Milliarden Euro in Spezialfonds sowie 286 Milliarden Euro in Vermögen außerhalb von Investmentfonds. Das bedeutet, dass institutionelle Anleger die gesetzlich regulierten Investmentfonds mit ihrem Insolvenzschutz als Sondervermögen sehr schätzen. Die größte Gruppe von Anlegern im Segment Spezialfonds sind institutionelle Altersvorsorgeanbieter.

Die Gründe für die Zurückhaltung der privaten Anleger sieht der BVI in der hohen Unsicherheit auf den Finanzmärkten, der Staatsschuldenkrise einiger Euroländer sowie den sehr niedrigen Zinsen für europäische Staatsanleihen. Zudem hätte die Sorge vor Kursverlusten bei einer Zinserhöhung die Anleger dazu bewogen, aus Rentenfonds auszusteigen. Das niedrige Mittelaufkommen spiegelt laut BVI keine Vertrauenskrise in Fonds, sondern eine Vertrauenskrise in die Kapitalmärkte.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum gibt es Mittelabflüsse bei Fonds? Um sich bei der Kapitalanlage aus der elterlichen Vormundschaft zu befreien, brauchen private Anleger zwei Eigenschaften: Wissen und Disziplin. Immer noch verwechselt laut einer Studie von Axa ein Drittel der erwachsenen Deutschen Rentenfonds mit der gesetzlichen Rente. Dass FondsAnteile börsentäglich verkauft werden können, ohne an Fristen gebunden zu sein, halten nur 43 Prozent für möglich. Dass ein Investmentfonds bei der Pleite eines Anbieters Insolvenzsicherheit bietet, ist nur 25 Prozent bekannt. Und Disziplin? Nehmen Sie folgendes Szenario: Ein Erbeben lässt das Ruhrgebiet erzittern. Ein Tsunami überrollt die Nordseeküste. Eine Kernschmelze zerstört das Kernkraftwerk Unterweser. Würden Sie dann in heimische Aktienfonds investieren? Genau das tun die Japaner. Und verdienen dafür einen antizyklischen Sonderpreis für Mut und Disziplin. Die Fonds dazu? Fidelity Japan Advantage (WKN A0CA6W, ISIN LU0161332480) und Invesco Japanese Equity Core (WKN 749777, ISIN IE0030382570).

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