SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Was will Papandreou mit dem Volksentscheid?

02. November 2011 von um 14:31 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Was will Papandreou mit dem Volksentscheid? Nach dem Euro Schuldengipfel vom Mittwoch letzter Woche waren die aller meisten Privatanleger, FondsSparer und Investoren davon ausgegangen, dass die Brüsseler Beschlüsse zur Rettung von Euro und Griechenland etwas vorhalten und das Thema Staatsbankrott erstmal vom Tisch ist. Giorgos Papandreou hat FondsSparer, Investoren und Privatanleger eines Besseren belehrt. Papandreou, Ministerpräsident von Griechenland, will die Griechen in einer Volksabstimmung über die Konditionen des Hilfspakets der Troika aus EU, EZB und IWF für sein Land abstimmen lassen. Selbst wenn die Griechen den Bedingungen zustimmen, könnte der Staatsbankrott für Griechenland jetzt schneller kommen, als von der Mehrheit der Investoren, FondsSparer und Privatanleger erwartet. Bekommt Griechenland Anfang November nicht die nächsten 8 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds EFSF, droht der Staatsbankrott. Investoren, Privatanleger und FondsSparer müssen dann nicht 50,0 sondern 100,0 Prozent ihrer Forderungen gegen Griechenland abschreiben. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 bewundert in seinen Standpunkten den Mut, den Ministerpräsident Papandreou aufbringt, um der Realität von Euro und Griechenland ins Auge zu sehen. Ein Staatsbankrott ist unausweichlich. Das hätte er letzte Woche bereits eingestehen können.

Liebe FondsBlogger, Giorgos Papandreou liebt die griechische Mythologie. Das haben FondsSparer, Privatanleger und Investoren bereits erlebt. Er sprach vom „Titanenkampf“, den sein Land vollführen werde, um die Sparvorgaben der „Troika“ aus EU, EZB und IWF zu erfüllen, um Griechenland vor dem Staatsbankrott zu retten. Jetzt erinnert der griechische Ministerpräsident Papandreou Investoren, FondsSparer und Privatanleger daran, dass Göttervater Zeus als Stier verkleidet Europa nach Griechenland, bzw. Kreta entführt hat und nicht umgekehrt.

Alle, wirklich alle Privatanleger, Investoren und FondsSparer hat Papandreou überrascht mit seiner Ankündigung, eine Volksabstimmung über die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Tranche der Hilfszahlungen für Griechenland vor einem Staatsbankrott durchführen zu lassen. Koste es FondsSparer, Privatanleger und Investoren, was es wolle. Auch den Staatsbankrott. Begründet hat Papandreou seine Ankündigung mit einer Urtugend aus Griechenland: „Mehr Demokratie wagen.“

Der Sozialdemokrat Willy Brandt hat für eine solche Position den Friedensnobelpreis bekommen. Wohin die Reise für den Sozialdemokraten aus Griechenland Papandreou geht, steht für Privatanleger, FondsSparer und Investoren noch nicht fest. Ob in den Olymp der Demokratie oder den Hades des Staatsbankrotts? Noch ist für Investoren, FondsSparer und Privatanleger in Griechenland alles drin. Die Aufmerksamkeit der FondsSparer, Investoren und Privatanleger an den Märkten hat der Ministerpräsident auf jeden Fall auf sich, Griechenland und dessen möglichen Staatsbankrott gezogen.

Eine Woche nachdem die beruhigenden Signale des Eurokrisen Gipfels in Brüssel für Investoren, Privatanleger und FondsSparer für einen kurzen „Bullenmarkt“ an den Börsen gesorgt haben, ging es gestern Dank dem „Bärendienst“ von Papandreou aus Griechenland zum Thema Staatsbankrott wieder in die andere Richtung. Der Dax rutschte auch ohne Parketthandel der Investoren, FondsSparer und Privatanleger -5,0 Prozent in die Tiefe, genauso der Eurostoxx 50 mit -5,3 Prozent. Auch international hat die neue Orakelei aus Delphi und Athen Verwirrung zum Staatsbankrott von Griechenland ausgelöst. Der Dow Jones und der Nikkei verloren -2,5, bzw -2,2 Prozent. Fester dagegen notierten Öl, Gold und – für FondsSparer, Privatanleger und Investoren kaum zu glauben – der Euro.

Letzteres darf als Phantasie der Investoren, FondsSparer und Privatanleger an den Märkten gewertet werden, dass nach dem Ausscheiden von Griechenland aus der Eurozone wegen der Volksabstimmung von Papandreou und dem Staatsbankrott nur die fitten Eurostaaten übrig bleiben. Und dass Papandreou den Ausleseprozess von Griechenland aus der Eurozone durch einen Staatsbankrott eingeleitet hat, ist wahrscheinlich.

Geht es nach dem Willen des griechischen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der „Sozialistischen Internationale“ Papandreou, sollen die Griechen dann über die Bedingungen des Hilfspakets abstimmen, wenn die Konditionen von Seiten der Troika genau formuliert sind. Dann kann es für Investoren, Privatanleger und FondsSparer aber bereits zu spät sein. Fließen die nächsten 8 Milliarden Euro nicht Anfang November, sind Griechenland und Papandreou zahlungsunfähig. Das ist der Staatsbankrott.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ein Blick in den Spiegel wird bei Giorgos Papandreou die Frage ausgelöst haben: „Wozu brauche ich von Europa einen ‚Haircut’ von 50,0 Prozent, wenn ich die Platte gleich ganz putzen kann?“ Diesem Mann müssen die Investoren, FondsSparer und Privatanleger in Griechenland und Europa aufrichtig Respekt zollen. Papandreou beweist einen Mut, der Realität vom Staatsbankrot ins Auge zu blicken, den nur wenige Politiker und Manager aufbringen. Noch mutiger wäre es gewesen, diese Haltung und Gradlinigkeit für Investoren, Privatanleger und FondsSparer bereits auf dem Eurokrisen Gipfel in der letzten Woche zu zeigen. Jetzt ist die Verwirrung der FondsSparer, Privatanleger und Investoren an den Märkten wieder groß. Geht es nach den reinen Zahlen, hat Griechenland in der Eurozone trotz eines Schuldenerlasses von 50,0 Prozent nichts zu suchen. Schrumpft das BIP Griechenlands weiter so rapide und nimmt die Arbeitslosigkeit derart zu wie im 3. Quartal 2011, ist der Schuldenstand für einen Staatsbankrott schnell wieder erreicht, auch wenn keine absolute Neuverschuldung hinzukommt. Wer sind für Privatanleger, Investoren und FondsSparer nun wirklich die kühlen Rechner in Europa? Die gehörnten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, die den Ministerpräsidenten auf dem aus Griechenland auf dem G20 Gipfel stündlich beknieen werden, ihr Kartenhaus einer europäischen Krisenarchitektur zum Staatsbankrott nicht zum Einsturz zu bringen. Oder der waghalsige Giorgos Papandreou, der die Leistungsfähigkeit seiner Volkswirtschaft richtig einschätzt und sich vom und für das Volk für Griechenland einen reinen Tisch für einen Neuanfang nach dem Staatsbankrott wünscht. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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