Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?
SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Wird Italien zum Inferno für die Eurozone? Das Thema Silvio Berlusconi, Italien und die Eurozone ist noch nicht durch. Im Gegenteil. Der Höllentrip wird für viele Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger der Eurozone wird dank Italien und seinen Staatsschulden erst beginnen. Dax und Eurostoxx 50 haben mit ihrer gestrigen Talfahrt gezeigt, was sie von der Ankündigung von Berlusconi halten Italien solange weiter zuregieren, bis sein Sparpäckchen verabschiedet ist. Die FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger in italienschen Staatsanleihen haben sogar ein noch deutlicheres Signal an Berlusconi gesendet. Der Zinssatz für zehnjährige Staatspapiere aus Italien kletterte auf 7,4 Prozent. Für jeden Basispunkt über der „Schmerzgrenze“ von 6,8 Prozent zahlt Italien 1 Milliarde Euro mehr an Zinsen im Jahr. Also hat sich für Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer die auf mehr als 1,9 Billionen Euro angehäufte Staatsschuld von Italien allein durch das mehr an Zinsen um rund 60 Milliarden Euro erhöht. Ein Finanzinferno. Dantes „Göttlicher Komödie“ würdig, der das Zwei-Euro-Stück aus Italien ziert. Dieses Strukturproblem hat Italien auch dann zu schultern, wenn Berlusconi endlich seinen Hut nimmt. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 weist in seinen Standpunkten Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren auf einen Lösungsvorschlag aus Deutschland hin. Die fünf Wirtschaftsweisen wollen einen Schuldenberg der Eurozone von 2,3 Billionen Euro der einfach in einem schwarzen Loch verschwinden lassen. Wie in Dantes „Inferno“.
Liebe FondsBlogger, eigentlich war zum Thema Silvio Berlusconi, Italien und Eurozone für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger alles gesagt. Eigentlich. Denn „Il Cavaliere“ Berlusconi macht es für Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer der Eurozone noch mal spannend. Berlusconi will erst zurücktreten, wenn er ein Sparprogramm für Italien durchs Parlament gebracht hat, um Italien und der Eurozone einen letzten Liebesdienst zu erweisen. Die Märkte der Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer der Eurozone halten das für keine gute Idee von Berlusconi. Der Dax gab gestern -2,2 Prozent nach, der Eurostoxx 50 -2,3 Prozent. Zur Eröffnung mussten sich FondsSparer Investoren und Kapitalanleger heute auf ähnliche Abschläge in der Eurozone einstellen.
Eigentlich war es für Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer klar, dass die Eurozone nicht am filigranen Philosophenvolk der Griechen scheitert. Die haben ihren Exportschlager Vicky Leandros in den 70ern schließlich singen lassen: „Ich liebe das Leben.“ Die raubeinigen Römer aus Italien dagegen haben, kaum, dass sie das erste Mal ein Wort Italienisch in die Literatur gebracht hatten, die Menschen gleich in die Hölle geschickt und das als „Göttliche Komödie“ verkauft.
Dante Alighieri (1265-1321) hat das vollbracht. Dem in Florenz geborenen Dichter und Philosophen aus Italien verdanken Kapitalanlager, FondsSparer und Investoren mit der „Göttlichen Komödie“ ein Stück Weltliteratur, aber auch das sinnbildliche „Inferno“. Und wer ziert in Italien eine Seite des „Zwei-Euro-Stücks“? Eben jener Dante. Bereits 2002 bei Einführung des Euro als Bargeld gab es aus Italien also ernste Hinweise an FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger, wie die Sache mit der Eurozone eines Tages ausgeht. Aber im eigenen Euroland zählt der Prophet halt wenig.
Jetzt machen Italien, Berlusconi und die Eurozone die Hölle durch. Gestern kletterten die Zinsraten die Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger für zehnjährige italienische Staatsanleihen aufrufen auf 7,4 Prozent. Das sind 60 Basispunkte über der „kritischen Grenze“ von 6,8 Prozent. Jeder Basispunkt, also 0,01 Prozentpunkte mehr an Zinsen kosten Berlusconi Italien 1 Milliarde Euro mehr. Die Finanzierung der erdrückenden Staatsschuldenlast von 1,9 Billionen Euro bzw. 121,1 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung von Italien ist nicht mehr darstellbar. Allein in den letzten fünf Jahren mussten Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren mit ansehen wie der Schuldenstand von Berlusconi und Italien in Relation zum BIP 14,5 Prozentpunkte gestiegen ist. Das ist faktisch der Staatsbankrott für Berlusconi und Italien. Mit schweren Folgen für die Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger der Eurozone.
Jetzt will der Ministerpräsidenten-Darsteller Berlusconi in einem letzten Akt im Amt die Wende zum Guten für Italien und die Eurozone einleiten. Auch er wird wie viele FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger Dantes „Komödie“ gelesen haben, denn nach dem verzehrenden Inferno folgt die „Läuterung“. Was hat Berlusconi mit Italien und der Eurozone vor? Erster Schritt: Die Qualen der Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger verlängern. Das Renteneintrittsalter in Italien soll bis 2026 auf 67 Jahre von derzeit 65 Jahren steigen. Durch das Steuerabtretungsgesetz soll der italienische Staat ab 31. Januar 2012 die Möglichkeit haben, Steuern zu erheben und Sozialabgaben zu kürzen. Das soll 20 Milliarden Euro für Berlusconi bringen. Fünf Milliarden Euro sollen durch den Verkauf von Staatsbeteiligungen in die Kasse von Italien kommen. Auch will der Staat mehr Flexibilität in Sachen Gehalt und Arbeitsort seiner Beamten und Angestellten bekommen. Damit alles nicht gar so freudlos ist, sollen die Ladensöffnungszeiten verlängert sowie steuerliche und bürokratische Hürden für kleine Unternehmen abgebaut werden. Ein schwacher Trost für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger.
SJB FondsSkyline. Fazit. Es ist wirklich Realsatire. Dank Dante werden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone in Kürze mit ihrem Latein am Ende sein. Um Berlusconi, Italien und der Eurozone das Inferno des Staatsbankrotts zu ersparen, reichen 440 Milliarden Euro im EFSF hinten und vorne nicht. Selbst bei einem auf 1 Billion gehebelten Rettungsschirm wird die Schuldenflut aus Italien nicht tröpfchenweise, sondern sturzbachartig über die Eurozone und ihre Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer hereinbrechen. Dann helfen auch keine Krisengipfel der Eurozone mehr, auf denen sich die politisch Verantwortlichen gern verkriechen, um ein bisschen Symbolpolitik zu betreiben. Die Sache mit Italien ist jenseits aller „komödie-dantischen“ Wendungen für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren sehr ernst zu nehmen. Das Problem Italiens ist nicht Berlusconi. Selbst nach seinem Rücktritt und Reformpäckchen werden die Märkte der Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer weiter gegen das Land spekulieren. Bis in der Eurozone in Sachen Wirtschaft und Währung wie am Ende der „Göttlichen Komödie“ wieder „paradiesische Zustände“ herrschen, ist der Weg noch weit. Die fünf Weisen aus dem deutschen Land haben wie viele Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer die Nase einfach voll. Sie wollen einen Staatsfonds gründen, der alle Schulden der Eurozone aufnimmt, bis jedes Land wieder bei einem Schuldenstand von 60,0 Prozent des BIP ist. Aus allen Euroländern zusammen würde dieser Fonds dann 2,3 Billionen Euro an Staatsschulden aus der Eurozone übernehmen müssen. Nach dem Motto: „Statt ewig schwarz zu malen, sollten wir endlich ein schwarzes Loch produzieren.“
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