SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Europa-Krise: Ist die Krise in Europa am Anfang oder am Ende?

13. Februar 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Europa-Krise: Ist die Krise in Europa am Anfang oder am Ende? Um einen Beitrag zur Beendigung der Krise in Europa zu leisten, hat das Parlament in Griechenland am Wochenende mit 199 von 300 Stimmen einem Sparpaket in Höhe von 3,3 Milliarden Euro zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem Pensionskürzungen im Umfang von 300 Millionen Euro, ein um 22 Prozent auf 560 pro Monat reduzierter Mindestlohn sowie 150.000 Entlassungen im öffentlichen Sektor. „Begleitet wurde die Abstimmung von massiven Unruhen“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Gleichzeitig hat Deutschland den Druck weiter erhöht. Vizekanzler Philipp Rösler schloss auf seiner politischen Fonds Suche den Austritt Griechenlands nicht mehr aus. Ist Europa nicht mehr zu retten?“

Liebe FondsBlogger, ein alter Sponti-Spruch besagt: „Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche.“ So ist zu verstehen, dass der 81-jährige Hedgefondsmanager George Soros die 57-jährige Angela Merkels für ihren Umgang mit der Krise in Europa kritisiert und eine Konjunkturbelebung verlangt. „Ich bewundere Kanzlerin Merkel für ihre Führungsstärke. Aber leider führt sie Europa in die falsche Richtung“, gestattete Soros dem Spiegel Einblick in seine Fonds Analyse. Die Konjunktur in den europäischen Krisenstaaten müsse mit Finanzspritzen belebt werden, anstatt die Regierungen nur zum Sparen zu zwingen. „Sonst wiederholen wir die Fehler, die Amerika 1929 in die große Depression geführt haben. Das versteht Angela Merkel einfach nicht“, erklärte Soros in seiner FondsAnalyse.

Eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an der Lösung der Krise in Europa lehnt Soros ab. „Europa sollte in der Lage sein, seine Probleme selbst zu lösen. Der IWF wird dazu nicht gebraucht.” Die Politik in Europa habe durch ihre Fehler die Krise selbst verursacht. Es sei falsch gewesen, Griechenland nur gegen die Zahlung hoher Zinsen Hilfskredite zu gewähren. „Deswegen ist das Land heute gar nicht mehr zu retten. Und genauso wird es Italien ergehen, wenn wir das Land in die Zwangsjacke gewaltiger Zinszahlungen stecken.“ Sollte die Krise eskalieren und Griechenland fallen, „könnte es  zu einem Run auf die Bankschalter in Italien und Spanien kommen, und dann würde Europa auseinanderbrechen.“

Als hätten sich Soros und Standard & Poor’s (S&P) abgesprochen, teilte die Ratingagentur mit, dass sie am Freitag 34 italienische Banken heruntergestuft hat, inklusive der Schwergewichte UniCredit und Intesa Sanpaolo. Die italienischen Banken verfügten, so S&P in der Fonds Analyse, nur über eine unzureichende Möglichkeiten zur Umschuldung und ließen eine schwache Profitabilität erwarten. Die Abwertung steht nach SJB Analyse im Zusammenhang mit der Abwertung des italienischen Staates im Januar auf die Stufe BBB+.

Italiens Verwundbarkeit gegenüber externen Finanzrisiken ist gestiegen”, heißt es im Gutachten von S&P. „Wir prognostizieren für die Zukunft eine dauerhaft schwache Profitabilität über einige Jahren und eine risikobereinigte Rendite der Bankprodukte, die nicht ausreichen dürfte, um kostendeckend zu arbeiten. Und wir sind der Auffassung, dass sich dies negativ auf die Stabilität der Bankindustrie in Italien auswirken könnte.“ Allein die größten fünf Banken in Italien müssen laut europäischer Bankenaufsicht bis zum Juni 15 Milliarden Euro auftreiben, um die Verluste heimischer Staatsanleihen auszugleichen. Allein Marktführer UniCredit musste aufgrund solcher Abschreibungen im dritten Quartal 2011 rund 10,6 Milliarden Euro Verlust ausweisen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist die Krise in Europa am Anfang oder am Ende? Die Krise in Europa ist in eine neue, dynamischere Phase eingetreten. Die Summen erhöhen sich, der Zeitdruck steigt. Noch im Dezember hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Kredite in Höhe von 500 Milliarden Euro mit dreijähriger Laufzeit in den Geldmarkt gepumpt. Italiens Banken haben allein 116 Milliarden Euro davon in Anspruch genommen. Die SJB erwartet, dass die EZB die Aktion Ende Februar wiederholen wird und erneut italienische Banken vorn in der Schlange stehen werden. Im Grunde geschieht also in Europa, was von George Soros gefordert wird: Über die Kreditverteilung der Banken wird die Konjunktur in der drittgrößten Volkswirtschaft angekurbelt. Oder geben die italienischen Banken das Geld gar nicht weiter? Anleger der SJB sollten in jedem Fall SJB Liquidität nutzen, um – gestreut über die wichtigsten Währungen der Welt – über ausreichend Bares zu verfügen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Ihrem Fonds nicht europäisches Olivenöl zugrunde liegt, sondern australische Kohle? Zum Beispiel mit den auf Australische Dollar (AUD)  denominierten UBS Money Market – AUD (WKN 972219, ISIN LU0066649970) aus Luxemburg sowie Swisscanto BondInvest AUD (WKN 987370, ISIN LU0141247303) aus Luxemburg.

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Eine Antwort zu "SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Europa-Krise: Ist die Krise in Europa am Anfang oder am Ende?"

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