SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Steht Europa am Abgrund?

30. November 2011 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Steht Europa am Abgrund? Sparer, Anleger und Investoren fragen sich: Wie oft wird er denn nun gehebelt, der Rettungsfonds EFSF? Zweimal, dreimal oder vielleicht viermal? „Sicher ist, dass die Basis, an der der Hebel ansetzt, sich nicht vergrößert hat“, sagt Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich. „Das bedeutet, dass Spanien nicht gerettet werden kann, Italien nicht und Frankreich schon gar nicht. Wenn aber die Anstrengungen der versammelten Finanzminister aller Euro-Länder nicht ausreichen, um die Kriegskasse zu füllen: Dann blicken die Sparer, Anleger und Investoren Europas in den Abgrund. Die Frage ist, wie Publikumsfonds sowie Sparer, Anleger und Investoren mit dieser belastenden Situation umgehen.”

Liebe FondsBlogger, am Montag hatten die EU-Kommission und der Internationale Währungsfonds (IWF) noch dementiert. Jetzt sehen sich Sparer, Anleger und Investoren bestätigt: Seit die Krise mit Italien die drittgrößte, hoch verschuldete Volkswirtschaft erfasst hat, ist klar, dass der Euro-Rettungsfonds EFSF zur Abwehr nicht mehr ausreicht. Europa steht am Abgrund. Rom hat beim IWF bereits erste Gespräche über ein 400-Milliarden-Kreditpaket geführt, berichtet Reuters. Der IWF solle Italien 100 Milliarden Euro Kredit geben, die Notenbanken der Euro-Länder die übrigen 300 Milliarden Euro. Geprüft werde, die Mittel des Fonds über bilaterale Kredite der Mitgliedsländer oder über neue Sonderziehungsrechte zu erhöhen. Sparer, Anleger und Investoren sind alles andere als beruhigt.

Welche Länder den IWF stärker ausstatten sollen, blieb offen. Die USA als größter Einzahler kommen aufgrund der haushaltspolitischen Zerstrittenheit sicher nicht in Frage. Und die aufstrebenden Regionen Lateinamerikas und Asiens haben sichtlich kein Interesse, zu dem Abgrund zurückzukehren, dem sie gerade entronnen sind. Dennoch beschwört EFSF-Chef Klaus Regling Sparer, Anleger und Investoren sowie Abgrund, es gebe weltweit großes Interesse potenzieller Geldgeber. „Die Hebelwirkung ist ein Prozess über längere Zeit“, sagte er mit Blick auf Sparer, Anleger und Investoren.. Die Euro-Länder streben an, die noch verfügbaren rund 250 Milliarden Euro um den Faktor vier oder fünf mit privaten Geldern auf eine Summe über eine Billion Euro zu erhöhen. Angesichts der Eskalation der Schuldenkrise rechnen Sparer, Anleger und Investoren derzeit aber nicht damit, dass dieses Ziel erreicht wird.

Weder die aktuellen Auktionen mit deutschen noch mit italienischen Staatsanleihen lassen hoffen, dass die Sparer, Anleger und Investoren dem Abgrund entronnen ist. Der Finanzminister der Niederlande, Jan Kees de Jager, räumte ein, dass realistischerweise nur mit einem Hebel von zwei bis drei zu rechnen sei. Der IWF ist mit einem Drittel an den bisherigen Rettungsprogrammen für Griechenland, Irland und Portugal beteiligt. Die weltweit verfügbaren Mittel des IWF sind rund 286 Milliarden Euro kaum höher als die des Rettungsfonds EFSF. Ein EU-Diplomat erläuterte gegenüber Reuters, IWF-Mittel bedeuteten nichts anderes als Gelddrucken. „Wenn Italien in Schwierigkeiten kommt, könnten die Euro-Länder die Mittel des IWF erhöhen, und sie können das über die nationalen Notenbanken tun, die schlichtweg Geld drucken würden.“ Das haben sie bislang auch getan mit dem Erfolg, dass Publikumsfonds sowie Abgrund nun am Abgrund stehen.

Londoner Broker haben den Sturz in den Abgrund schon einmal simuliert, berichtet die Financial Times. Der weltgrößte Währungs- und Anleihebroker Icap ließ die Wiedereinführung der Drachme durchrechnen und trifft konkrete Vorbereitungen für einen Ausstieg Griechenlands Währungsunion. Dabei simulierte das Londoner Brokerhaus den Handel zwischen den Währungspaaren Euro/Drachme und Dollar/Drachme. “Wir haben diese Szenarien rund sechs Monate lang getestet”, ließ ein Sprecher Sparer, Anleger und Investoren wissen. „Unser Ziel ist es, vorbereitet zu sein, um im Falle eines Falles so schnell wie möglich reagieren zu können. Über die Icap-Plattform wickeln rund 3.000 Großinvestoren sowie Publikumsfonds aus aller Welt ihre Devisengeschäfte ab. Laut einer Barclays-Umfrage rechnen 35 Prozent der Sparer, Anleger und Investoren, dass Griechenland der einzige Wackelkandidat bleiben wird. Aber immerhin 20 Prozent der Sparer, Anleger und Investoren befürchteten, dass alle fünf Krisenstaaten die Euro-Zone verlassen müssen. Der Blick in den Abgrund.

Gedacht hatten sich Sparer, Anleger und Investoren die Währungsunion ganz anders, als der Euro zum 1. Januar 1999 als Buchgeld eingeführt wurde. Um den Abgrund zu verhindern, wurden an die Kandidaten folgende Konvergenzkriterien (Maastrichtkriterien) angelegt: Die Inflationsrate darf die des preisstabilsten EU-Landes maximal um 1,5 Prozentpunkte übersteigen. Der Schuldenstand darf 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht überschreiten. Die erlaubte Schwankungsbreite im Wechselkurs darf zwei Jahre nicht überschritten worden sein. Und das langfristige Zinsniveau darf maximal 2,0 Prozentpunkte über dem der drei preisstabilsten Länder liegen. Bereits im Lehman-Jahr 2008 war der Schuldenstand in sechs von 13 Mitgliedsstaaten oberhalb der erlaubten 60 Prozent. Sparer, Anleger und Investoren stellen fest: Im Grunde darf kein einziges Euro-Land den Euro noch benutzen. Gestern stand Europa am Abgrund. Heute ist es einen Schritt weiter.

Und wie ist der Blick aus dem Abgrund nach oben? Ist Besserung in Sicht? „Nein“, sagt Wirtschaftsökonom Prof. Dr. Bernd Rebe zum Leidwesen der Sparer, Anleger und Investoren. Die größte Sorge bereitet ihm, dass die Banken wieder verstärkt „fiktives Kapital“ schaffen uns sich selbst dafür fürstlich entlohnen: „Es werden wieder strukturierte Papiere als so genannte Re-Remics (Resecuritization of Realestate Mortgage Investment Conduit) ausgegeben und verkauft, deren Gesamtmarktwert schon im letzten Jahr auf ca. 660 Milliarden Dollar geschätzt worden war. Die 25 größten US-Banken haben im Jahr 2010 rund 135,5 Milliarden Dollar an ihre etwa eine Million Angestellten ausgezahlt – mehr als jemals zuvor. Die Boni werden nicht aus dem Gewinn, sondern aus dem Umsatz bezahlt, der 2010 rund 416,6 Milliarden Dollar betrug.“ Trotz des durch Basel III erhöhten Eigenkapitals der Banken bleibe der Geldschöpfungsmultiplikator sehr hoch, so dass „die Banken das Geld quasi aus dem Nichts schaffen können“. Und Sparer, Anleger und Investoren sollen die Derivate dazu kaufen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Steht Europa am Abgrund? Die Blase aus Derivaten und neu gemischten Giftpapieren drängt Sparer, Anleger und Investoren sowie Publikumsfonds an den Abgrund. Zusätzlich aufgebläht wird sie durch die Notenbanken: Die Geldmenge (M1) des US-Dollar ist seit 2008 um rund 138 Prozent gewachsen, die des Euro um 35 Prozent. Rund 1,5 Billionen US-Dollar wurden zur Krisenabwehr bisher in den Finanzkreislauf gepumpt. Der Erfolg: Das Weltwährungssystem bröckelt weiter dem Abgrund entgegen. Die einzige wirklich erfolgversprechende Maßnahme hat die Politik offenbar vergessen: Die gesetzliche Regulierung der Finanzmarktaktivitäten. Und den ganz großen Abgrund haben Sparer, Anleger und Investoren sowie Publikumsfonds noch vor sich: Die absehbare Zahlungsunfähigkeit der USA. Und was sollen Sparer, Anleger und Investoren dann machen? Was Publikumsfonds immer tun: Streuen. Zum Beispiel über ausgewählte Währungen europäischer Länder, die wie Norwegen über Rohstoffe verfügen oder wie die Schweiz über Devisen. Publikumsfonds für den Fall der Fälle gibt es längst, wie zum Beispiel den Pictet-CHF Liquidity-P auf Schweizer Franken (WKN 675160, ISIN LU0128498267) oder den Nordea 1 – Norwegian Kroner Reserve (WKN 987173, ISIN LU0078812822). Denn ein Gutes hat die Position am Abgrund: Man kann weit vorausschauen.

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