SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Warum will die EU Ratingenagenturen die Arbeit verbieten?

20. Oktober 2011 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Warum will die EU Ratingenagenturen die Arbeit verbieten? Die „Grande Nation“ Frankreich ist über Nacht wieder ein kleines Stück größer geworden. Erfreut haben Investoren, FondsSparer und Privatanleger weltweit die Nachricht vernommen, dass Präsidentengattin Carla Bruni ein Mädchen zur Welt gebracht hat. Ihr Gatte und Kindsvater Nicolas Sarkozy konferierte derweil in Frankfurt am Main mit der Mutter aller Euro Staaten Angela Merkel über Euro Rettung und Ratingagenturen. Geht es nach dem Willen Sarkozys und seiner Marschälle in EU und IWF, sollen die Ratingagenturen wie Moody’s in der Eurozone und der EU die Arbeit  für Investoren, FondsSparer und Privatanleger einstellen. Genauer gesagt, hat der französische EU Binnenmarktkommissar Michel Barnier lautstark gefordert, die Bewertungen der Ratingagenturen für gefährdete Eurostaaten „vorübergehend“ zu verbieten. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 präsentiert seinen Standpunkt zu diesem Vorschlag. Die Idee Ratingagenturen in ihrer Arbeit zu knebeln ist Teil der „ehrenhaften“ französischen Finanzpolitik und für FondsSparer, Investoren und Privatanleger in der EU schlicht sinnlos.

Liebe FondsBlogger, in ganz Europa und der EU herrschen Frankreichwochen für den Euro sowie Investoren, Privatanleger und FondsSparer. Präsidentengattin Carla Bruni hat ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Der Kindsvater Staatspräsident Nicolas Sarkozy hätte das freudige Ereignis für Privatanleger, Investoren und FondsSaprer fast verpasst, weil er in Sachen Euro ungeplant nach Frankfurt am Main gejettet ist, um den französischen EZB-Präsidenten und Euro Retter Jean-Claude Trichet zu verabschieden und – comme il faut – vor dem Euro Krisengipfel der EU am Wochenende Angela Merkel über Fragen der FondsSparer, Investoren und Privatanleger zu Ratingagenturen zu sprechen.

Merkel wiederum liegt heute Morgen eine Meldung des EU Binnenmarktkommissars Michel Barnier zum Euro auf dem Tisch, die auch viele Investoren, FondsSparer und Privatanleger erreicht hat. Banier will als Beitrag zur Euro Rettung kommerziellen Ratingagenturen die Bewertung von EU Staaten verbieten. Für Privatanleger, FondsSparer und Investoren ist es kein Wunder, dass der Franzose mit diesem die Ratingagenturen betreffenden Vorschlag zur Euro Stabilisierung um die Ecke kommt. Moody’s, einer der Marktführer der Ratingagenturen hatte zu Beginn der Woche an alle Privatanleger, FondsSparer und Investoren die Warnung vor einem Verlust des „AAA-Status“ von Frankreich ausgegeben. Quelle horreur!

Laut IWF und seiner französischen Chefin Christine Lagarde liegt die Staatsschuldenquote Frankreichs in Euro derzeit bei rund 85,0 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung. Im Vergleich zum EU Nachbarn Deutschland steigen die Staatsschulden mit denen FondsSparer, Investoren und Privatanleger rechnen müssen aber schneller an. Unter anderem deshalb, weil Frankreichs Banken, siehe der Fall Dexia, stärker unter Druck der Märkte und der Ratingagenturen stehen.

Mince alors, liebe Investoren, FondsSparer und Privatanleger, immer wieder diese Ratingagenturen! Allein die Ankündigung von Moody’s, Frankreich das „AAA“ als Symbol finanzpolitischer Größe zu nehmen, kostet die „Grande Nation“ und ihre Privatanleger, FondsSparer sowie Investoren großes Geld. Die Kosten der Investoren, Privatanleger und FondsSparer für eine Kreditausfallversicherung französischer Staatsanleihen mit fünfjähriger Laufzeit stiegen wegen der Ratingagenturen um zehn auf jetzt 194 Basispunkte. Das bedeutet, wer sich wie andere Privatanleger, Investoren und FondsSparer gegen den Ausfall einer französischen Staatsanleihe mit einem Volumen von 10 Millionen Euro versichern will, muss dafür 194.000 Euro Prämie zahlen. Merci, liebe Ratingagenturen

Erstmals seit 1995 liegt der Risikoaufschlag für Investoren, Privatanleger und FondsSparer in französischen Staatspapieren mit zehnjähriger Laufzeit mehr als 1,0 Prozent über dem Deutschlands. Analysten haben für FondsSparer, Investoren und Privatanleger errechnet, dass mittelfristig für Frankreich Zusatzkosten wegen des Votums der Ratingagenturen beim Zinsaufwand von 16 Milliarden Euro entstehen. Das müssen Privatanleger, FondsSparer und Investoren unter „franco-viel“ verstehen.

Kein Wunder also, dass Präsident Sarkozy trotz neuer Vaterfreuden keine Milde walten, sondern – ganz in der Tradition Napoleons – die Grande Batterie zur Rettung von Frankreich, EU und Euro gegen die Ratingagenturen auffahren lässt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Michel Barnier ist als EU-Kommissar ein braver Marschall Frankreichs. Das haben FondsSparer, Privatanleger und Investoren jetzt erkannt. Sein Vorschlag, Ratingagenturen die Bewertung gefährdeter Euro Staaten und am besten der ganzen EU „vorübergehend“ zu verbieten, passt ins Umfeld einer französischen Finanzpolitik, die um Ehrenrettung durch Investoren, Privatanleger und FondsSparer bemüht ist. Dieser spektakuläre Schnellschuss aus vollem Mund hakt in Sachen Ratingagenturen und Euro an drei Stellen. Erstens sind die Bewertungen durch Ratingagenturen fester Bestandteil der Vorschriften des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. Für Investoren, FondsSparer und Privatanleger würde Barniers Vorschlag bedeuteten, dass das „systemische“ des Schuldenmachens zwischen Banken und Staaten schneller denn je ins Wanken geraten würde, wenn eine Seite bei voller Fahrt die Regeln für Investoren, FondsSparer und Privatanleger ändert. Zweitens macht Barnier keine Angaben darüber, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein „vorübergehendes“ Verbot von Euro Länderratings durch die Ratingagenturen in der EU wieder aufgehoben werden würde. Drittens ist eine solche Maßnahme der EU für den Euro, ohne dass wenigstens die USA noch mit im Bunde sind, sinnlos für Privatanleger, FondsSparer und Investoren. Vive la France! Aber wie lange noch?

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