SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Aktienfonds-China: Hält China dem Westen einen Spiegel vor?

05. März 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Aktienfonds-China: Hält China dem Westen einen Spiegel vor? Über Jahre hatte Beijing die Messlatte für das Wirtschaftswachstum auf 8 Prozent gelegt und sie dann immer deutlich übersprungen, selbst  in der globalen Rezession 2009. Doch Ende 2011 sackte das Wachstum mit 8,9 Prozent im vierten Quartal auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren. „Der Rest der Welt zeigt Schwächen, also wird auch in China das Wachstum langsamer“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. „Doch bisher waren die Vorgaben beim Nationalen Volkskongress in China – anders als im Westen – eher eine Unter- als eine Obergrenze. China bleibt ein kräftiger Motor der Weltwirtschaft und für Anleger langfristig eine lukrative Geldanlage.“

Liebe FondsBlogger, für das laufende Jahr erwartet China ein Wirtschaftwachstum von nur noch 7,5 Prozent. Der gesamte Westen wäre überglücklich über solche Zahlen, nicht aber China, denn wenn es so kommt, wäre es das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 1990. Ministerpräsident Wen Jiabao drückte also beim Volkskongress gleich aufs Tempo: „Wir wollen eine stetige und robuste Wirtschaftsentwicklung fördern, Preise stabil halten und uns gegen finanzielle Risiken wappnen, indem wir die gesamte Geld- und Kreditnachfrage auf einem angemessenen Niveau halten.“ Dabei werde man behutsam und flexibel vorgehen. Oberste Priorität für 2012 sei die Stärkung des Binnenkonsums.

„Wir werden die Einkommensverteilung energisch anpassen, die Einkommen von niedrigen und mittleren Einkommensgruppen erhöhen und die Menschen in die Lage versetzen, mehr zu konsumieren“, sagte Wen. Wofür der Westen unter Führung von US-Präsident Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher die ganzen Achtziger Jahre brauchten, das will China laut offizieller „Wertpapiermitteilung“ in einem Jahr schaffen: 2012. Es gibt Anleger, die China das zutrauen. Die SJB gehört dazu.

Ökonomen aus dem Westen halten es für sehr unwahrscheinlich, dass es zu großen Strukturreformen kommt, weil Regierungschef Wen und Staatspräsident Hu Jintao 2013 die Macht übergeben werden. Die SJB ist anderer Meinung. China folgt einer Blaupause, die sie aus dem Westen übernimmt, nur – wie immer – sehr viel schneller. Dass das Militär nicht nur kriegerische, sondern auch konjunkturelle Auswirkungen hat, weiß der Westen spätestens seit Reagans Star-Wars-Programm. Einen Tag vor dem Beginn des Volkskongresses kündigte China dem Westen eine Steigerung seiner Militärausgaben um 11,2 Prozent auf  81 Milliarden Euro an. „Wir sind ein großes Land mit langen Küsten“, so ein Sprecher. China habe im vergangenen Jahr lediglich 1,3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgegeben. Fachleute gehen davon aus, dass Chinas tatsächliches Verteidigungsbudget in Wirklichkeit zwei- bis dreimal so hoch ist. Militärausgaben würden gern  in anderen Haushaltsposten verbucht und so verschleiert. Auch dafür liefert der Westen Beispiele.

Die Wirtschaft in China sei zu unkoordiniert und unkontrolliert gewachsen, erklärte Ministerpräsident Wen. Nun sei es an der Zeit, zu nachhaltigem Wachstum zu finden. Wichtig sei hierbei das Einkommen der einfachen Bürger zu steigern, weniger exportabhängig zu sein und den Staat aus der Privatwirtschaft zurückzuziehen. Im London der Margret Thatcher und weiteren Großstädten im Westen brannten nach einer ähnlichen Ankündigung die Barrikaden. China überzeugt seine Bevölkerung mit Geld. Die Haushalte für Bildung, Soziales, Beschäftigung oder Gesundheitswesen steigen mit 15 bis 17 Prozent überdurchschnittlich stark. Die Ausweitung des Renten- und Krankenversicherungssystems sowie Investitionen in sozialen Wohnungsbau erforderten beträchtliche zusätzliche Ausgaben, heißt es in dem Entwurf, der am 14. März verabschiedet wird. Auch in diesem Punkt, dem Abstimmungsergebnis, darf sich der Westen ganz sicher sein.

Äußere Stärke und ein gestärkter Binnenkonsum realisiert China mithilfe einer angepassten Währungspolitik, die es zuletzt mit geringeren Reservesätzen etwas gelockert hat. Ziel ist es, eine flexible, den Gegebenheiten schnell anzupassende Währungspolitik zu etablieren, so Wen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Hält China dem Westen einen Spiegel vor? China bereitet sich auf Konjunkturmaßnahmen vor. Dürfen der Westen und Europa auf einen warmen Regen hoffen? Das ist sehr unwahrscheinlich. Zwar bekommt der chinesische Staatsfonds China Investment Corp (CIC) mehr Geld, und zwar rund 30 Milliarden US-Dollar. Doch weder in US-Staatsanleihen noch in europäische Staatsanleihen dürfte das Geld fließen. Denn dieser Staatsfonds soll Rendite machen. Also schraubte  China das Risiko hoch und investierte auch in Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds investiert. Von 2007 bis 2010 wuchs das Volumen des Fonds von 200 auf 410 Milliarden US-Dollar an. Anders als der Westen, der mit seinen Konjunkturpaketen bereits 2009 sein Pulver verschossen hatte, hat China noch viel Geld auf der hohen Kante – in guten Zeiten für schlechte Zeiten zurückgelegt. Ob die SJB auch solche Fonds kennt? Ja, zum Beispiel global diversifizierte Aktienfonds, die von China profitieren, bis dort die Infrastruktur komplett fertig ist – also noch lange: M&G Global Basics (WKN 797735, ISIN GB0030932676) mit Domizil in London, und Craton Capital Global Resources Fund (WKN A0RDE7, ISIN LI0043890743) mit Auflageort Liechtenstein.

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