SJB-Fonds-Anlegen-StandPunkte-Advent-Türchen-Vierzehn: Was bedeutet der Nachtragshaushalt für Ihre Kapitalanlage?

14. Dezember 2011 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anlegen-StandPunkte-Advent-Türchen-Vierzehn: Was bedeutet der Nachtragshaushalt für Ihre Kapitalanlage? „Fast den ganzen Advent lang haben wir Deutsche uns in dem Gefühl gesonnt, die Guten in Europa zu sein“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 im aktuellen StandPunkt: „Jetzt werden die ersten Rechnungen präsentiert. Unternehmer und Führungskräfte fragen: Wer zahlt?“

Liebe FondsBlogger, im Kalender haben Sie heute das vierzehnte Türchen im Advent-Kalender geöffnet. Sie finden etwas Herbes darin. Die neuen Beschlüsse zur Euro-Rettung, die auf dem EU-Gipfel beschlossen wurde, belasten den Bundeshaushalt 2012 mit mehr als vier Milliarden Euro zusätzlich. Die unerwartete Überziehung des Depot zwingt die Bundesregierung zu einem Nachtragshaushalt. Im Kampf gehen die Euro- und Schuldenkrise haben die EU-Spitzen alles gegeben. Und Deutschland verschuldet sich weiter und zahlt. In einem eigenen Nachtragshaushalt aus seinem eigenen Depot. „Wir werden spätestens im Juni 2012 einen Nachtragshaushalt vorlegen“, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle, der Süddeutschen Zeitung. „Darin werden zusätzliche Ausgaben von 4,3 Milliarden Euro vorgesehen sein.“

Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten in der vergangenen Woche beschlossen, den permanenten Rettungsschirm ESM bereits ein Jahr früher in Kraft zu setzen als geplant. Statt 2013 soll er bereits 2012 kommen. Ursprünglich sollte Deutschland bis 2017 in fünf Tranchen insgesamt 21,5 Milliarden Euro in den ESM einzahlen. Laut Gipfelbeschluss wird nun die erste Überweisung in Höhe von 4,3 Milliarden Euro schon 2012 fällig.

Die Opposition rechnet damit, dass sich die geplante Neuverschuldung deshalb auf mehr als 30 Milliarden Euro erhöht. Dem widerspricht der CDU-Politiker entschieden. „Ich gehe davon aus, dass das Defizit dadurch nicht steigen wird“, betont Barthle. „Wir werden weitere Möglichkeiten zur Gegenfinanzierung suchen.“ Bei solchen Worten horchen Unternehmer und Führungskräfte auf: „Weitere Möglichkeiten“ bedeutet immer: bei der Kapitalanlage der Unternehmer und Führungskräfte. In der Vergangenheit hatte sich Barthle noch optimistisch gezeigt, die bisher angestrebte Neuverschuldung von 26,1 Milliarden Euro sogar drücken zu können. Eine bessere Konjunktur sollte zusätzliche Steuereinnahmen ins Depot bringen, für niedrigere Zinsen sorgen und die Kosten für die Arbeitslosigkeit gering halten.

Unternehmer und Führungskräfte fragen sich nun, ob ihre Kapitalanlage durch die neue Lage gefährdet ist. Sicher ist: Finanzminister versuchen grundsätzlich, einen Nachtragshaushalt zu vermeiden, und zwar aus zwei Gründen: Ein Nachtragshaushalt bedeutet, dass ihre Planung nur unvollständig war. Und ein Nachtragshaushalt schnürt den Haushalt wieder auf, was den Ressortkollegen neue Begehrlichkeiten am Gesamt-Depot erlaubt. Es ist vorgekommen, dass Kabinettskollegen einem Nachtragshaushalt nur zustimmen wollten, wenn sie ebenfalls berücksichtigt würden. Barthle will das ausschließen: Der Nachtragshaushalt werde ausschließlich für die Zahlungen an den ESM aufgelegt.

Der beschleunigte Fahrplan für den permanenten Rettungsschirm ESM sieht vor, den Fonds vom ersten Tag an mit der kompletten Kapitalanlage auszustatten, um die Finanzmärkte durch ein Signal der Entschlossenheit zu beruhigen. Bleibt es dabei, fürchten Unternehmer und Führungskräfte, dürften die Sparbemühungen der Deutschen nicht reichen. Experten gehen dann von einem Defizit von bis zu 45 Milliarden Euro aus.

Priska Hinz, Haushaltsexpertin der Gründen, wirft der Koalition Verschleierung vor: „Ein Nachtragshaushalt ist nicht nur für den ESM, sondern auch für den Bankenrettungsfonds SoFFin notwendig.“ Nur drei Wochen nach Verabschiedung des Bundeshaushalts zeigten sich milliardenschwere Haushaltsbelastungen, für die Schwarz-Gelb keine Vorsorge getroffen habe. Die Regierung dementierte, dass für die Neuauflage von SoFFin zusätzliche Gelder notwendig seien. Das Kabinett wollte das notwendige Regelwerk an diesem Mittwoch beschließen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was bedeutet der Nachtragshaushalt für Ihre Kapitalanlage? Ein Nachtragshaushalt ist dann aufzustellen, wenn außer- oder überplanmäßige Ausgaben oder Einnahmen absehbar sind. Beim Haushalt der Europäischen Union wird in gleicher Bedeutung die Bezeichnung Berichtigungshaushalt verwendet. Wenn ein Nachtragshaushalt auch nur erwähnt wird, klingeln bei den Ratingagenturen die Glocken. Unternehmer und Führungskräfte sollten nicht vergessen: Vor gut einer Woche drohte Standard & Poor’s mit dem Verlust der Bonitätsnote AAA. Angesichts der sich weiter verschärfenden Euro-Schuldenkrise könne Deutschland in den kommenden 90 Tagen die Bestnote verlieren. Neben 14 weiteren Euroländern wurde Deutschland auf eine Liste mit negativem Ausblick für die Bewertung ihrer Staatsanleihen gesetzt (creditwatch negative). Es gebe das Risiko, dass die Euro-Zone als Ganzes im kommenden Jahr in die Rezession rutsche, hieß es weiter. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 40 Prozent. Verdichten sich die Anzeichen, ist der nächste Nachtragshaushalt fällig, wenn auch nicht im Advent, so doch im Frühjahr. In jedem Fall lohnt sich für Unternehmer und Führungskräfte ein Depot-Check. Im Fokus: Die Kapitalanlage in Sachwerte zur Wertsicherungen, wie zum Beispiel der Craton Capital Precious Metal Fund (WKN 964907, ISIN LI0016742681) oder der Stabilitas – SilberAdventWeissmetalle (WKN A0KFA1, ISIN LU0265803667).

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