SJB-Bennewirtz-Fonds-Anlegerfrage: Warum erheben KAG verstärkt eine Performance Fee für Investmentfonds?

30. März 2012 von um 19:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was Investoren, FondsSparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum erheben KAG verstärkt eine Performance Fee für Investmentfonds? Seit einigen Jahren können Anleger, FondsSparer und Investoren beobachten, dass Kapitalanlagegesellschaften (KAG) zusätzliche neben Ausgabeaufschlag (AA) und Verwaltungsgebühren (VG) erfolgsabhängige Gebühren, eine sogenannte „Performance Fee“, für die Dienstleistung aktiv gemanagte Investmentfonds erheben. Ihre Werbung. Hier?Der Trend zu dieser Performance Fee hat nach Beobachtung der SJB seit 2007 zugenommen. Zunächst wollten KAG wegen der Hausse der Kapitalmärkte bis Mitte 2007 Zusatzerträge als Bonus generieren. Dann wurden wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise und den durch Anleger, Investoren und FondsSparer veranlassten Mittelabflüssen aus Investmentfonds Deckungsbeiträge notwendig, um von Seiten der KAG im Rahmen ihrer Dienstleistung weiter kostendeckend zu agieren. Aus mehreren nachvollziehbaren Gründen entzünden sich an der Performance Fee die Gemüter der FondsSparer, Anleger und Investoren. Vor allem die Transparenz und Berechnungsgrundlage der Performance Fee der KAG sehen viele FondsSparer, Investoren und Anleger von Investmentfonds kritisch. Eine Position, die die SJB teilt. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, stellt in einer zweiteiligen Serie die grundlegenden Aspekte und Berechnungsarten der Performance Fee der KAG für Investoren, FondsSparer und Anleger vor.

Die Performance Fee für Investmentfonds, die bei KAG seit Mitte der vergangenen 2000er Dekade verstärkt in Mode gekommen ist, soll für aktive FondsManager einen zusätzlichen Anreiz liefern, mit ihren FondsIdeen und der Auswahl an Wertpapieren für das Portfolio der Sondervermögen bessere Resultate für Anleger, Investoren und FondsSparer zu erzielen als der Durchschnitt. Dieser „Durchschnitt“ kann zum einen ein gewählter Vergleichsindex, die sogenannte Benchmark, sein oder eine bestimmte Vergleichsgruppe wie zum Beispiel alle aktiv gemanagten Aktienfonds für Anleger, Investoren und FondsSparer in Deutschland.

Der grundlegende Gedanke, dass sowohl Anleger, Investoren und FondsSparer als Leistungsempfänger auch die FondsManager als Leistungserbringer am gemeinsamen Mehrwert durch eine Performance Fee für aktives Portfoliomanagement partizipieren, ist aus Sicht der SJB durchaus nachvollziehbar. Kritisch wird das Thema Performance Fee für viele Anleger, Investoren und FondsSparer deshalb, weil KAG die Fragen, wie man den Erfolg misst und wie eine faire Erfolgsbeteiligung aussieht, oft nicht in Gänze beantworten. Daher haben Anleger, FondsSparer und Investoren zunehmend den Eindruck, dass die KAG jederzeit unabhängig von der effektiven Leistung von einer Performance Fee profitiert. Fünf Aspekte liefern gute Gründe, warum Investoren, Anleger und FondsSparer zu dieser Ansicht kommen.

Erstens zahlen FondsSparer, Investoren und Anleger mit der Performance Fee für ein Leistungsversprechen der FondsManager, das schon mit der fixen VG der KAG abgegolten sein sollte. Die VG soll die Mehrleistung vergüten, die aktive FondsManager im Vergleich zu passiven Indexfonds als Dienstleistung erbringen, deren Ziel eine Mehrrendite für Investoren, Anleger und FondsSparer ist. Mit der erfolgsabhängigen Komponente der Performance Fee leisten FondsSparer und Anleger praktisch einen doppelten Kostenbeitrag, wenn die aktiven FondsManager ihre Arbeit vernünftig machen, indem sie gleichzeitig Mehrwerte für die KAG und ihre Investoren erwirtschaften.

Zweitens sind die Maßstäbe, an denen die KAG den Erfolg ihrer Investmentfonds messen. für viele Investoren, Anleger und FondsSparer schwer nachvollziehbar. Oft wird die Performance Fee dann für Investoren, Anleger und FondsSparer fällig, wenn sich der Investmentfonds besser entwickelt als der Vergleichsindex. Diese Voraussetzung kann auch erfüllt sein, sofern der Investmentfonds in schwachen Börsenphasen zwar an Wert verloren hat, aber weniger stark rückläufig war als die Benchmark.

Drittens gehört die Performance Fee laut Investmentgesetz (InvG) nicht zu den Kosten und Gebühren, die die KAG in der Gesamtkostenquote, der sogenannten Total Expense Ratio (TER) ausweisen müssen. Seit der Novellierung des InvG zum 1. Juli 2011 muss die Performance Fee allerdings als gesonderter Posten der erfolgsabhängigen Gebühren im sogenannten „Key Investor Information Document“ (KIID) ausgewiesen werde. An dieser Stelle wird aus Sicht der SJB erneut deutlich, wie wenig die TER ihren Namen im Sinn der Anleger, FondsSparer und Investoren verdient hat. Das Thema war bereits Gegenstand im SJB Blog.

Viertens entsteht durch die Erfolgsgebühr kaum ein Anreiz für FondsManager, höhere Renditen zu erwirtschaften – auch wenn die KAG die Performance Fee genau mit diesem Argument begründen. Tatsächlich führt dieses Argument in die falsche Richtung. Sofern die KAG einzelne FondsManager direkt für besonders gute Ergebnisse ihrer Investmentfonds belohnen, könnte die Neigung entstehen, höhere Risiken einzugehen, was nicht den Erwartungen der FondsSparer, Investoren und Anleger entsprechen muss.

Fünftes und wichtigstes Argument: Die Performance Fee drückt die Rendite der FondsSparer, Investoren und Anleger, unabhängig davon, ob sie auf absoluter oder relativer Erfolgsmessung basiert. Bei der absoluten Erfolgsmessung behält die KAG einen festen Anteil der Gesamtrendite ein. Bei der relativen Erfolgsmessung ist nur die Mehrrendite die Berechnungsgrundlage, mit der ein Investmentfonds besser abgeschnitten hat als seine Benchmark.

Keine KAG in Deutschland konnte vor dem Hintergrund des zunehmenden Kostendrucks widerstehen, eine Performance Fee auf Produkte aus ihrem Sortiment an Investmentfonds für Investoren, Anleger und FondsSparer zu erheben. Es gibt auch Ausnahmen, die einzelne Sondervermögen der KAG betreffen. Laut SJB Research wird unter anderem auf folgende globale Aktienfonds zur Zeit keine Performance Fee von Seiten der KAG erhoben: DWS Top Dividende (ISIN: DE0009848119; WKN: 984811) der KAG DWS mit Sitz in Frankfurt am Main, UniGlobal (ISIN: DE0008491051; WKN: 849105) der KAG Union Investment mit Sitz in Frankfurt am Main oder der M&G Global Dividend Fund A Euro (ISIN: GB00B39R2S49; WKN: A0Q349) der britischen KAG M&G mit Sitz in London.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Finanz- und Schuldenkrise hat auch in der FondsIndustrie in Deutschland für Bewegung gesorgt. Das betrifft auch den Einfallsreichtum der KAG bei der Gestaltung und Erhebung einer Performance Fee für Investoren, Anleger und FondsSparer. Unabhängig von der Begründung, die die KAG für Anleger, FondsSparer und Investoren zur Performance Fee liefern, erfüllt dieser Posten aus Sicht der SJB nur einen Zweck: Dringend benötigte Deckungsbeiträge für die laufenden Kosten der KAG zu erwirtschaften. Die wirkliche Bonusfunktion für FondsManager erfüllt die Performance Fee kaum. Nur die Gesamtkosten der Investmentfonds für Investoren, Anleger und FondsSparer steigen und das zum Teil ohne die notwendige Transparenz. Die Neuregulierung der europäischen Gesetzgebung durch die Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) berührt das Thema Performance Fee nur am Rande. Im zweiten Teil der Serie berichtet der SJB Blog über die unterschiedlichen Berechnungsmethoden, die die KAG für die Performance Fee ihrer Investmentfonds haben.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) FondsFrage oder FondsFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, FondsSparer und Investor neben der Frage:Warum erheben KAG verstärkt eine Performance Fee für Investmentfonds? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB Internetseiten. Ob Service, Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusivem Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

Kategorien: Fragen. Aktuell.
[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>