SJB-Bennewirtz-Fonds-Anlegerfrage: Wie berechnen KAG eine Performance Fee für Investmentfonds?

03. April 2012 von um 19:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was Investoren, FondsSparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Wie berechnen KAG eine Performance Fee für Investmentfonds? Erfolgsabhängige Gebühren (Performance Fee) für Investmentfonds sind immer wieder Anlass für Kritik der Anleger, FondsSparer und Investoren an Kapitalanlagegesellschaften (KAG). Das Verständnis der FondsSparer, Anleger und Investoren dafür, neben Ausgabeaufschlag (AA) und Ihre Werbung. Hier?Verwaltungsgebühren (VG) zusätzliche Kosten für die Dienstleistung aktives FondsManagement zu tragen, ist wenig ausgeprägt. Zu recht, denn zusätzliche Kosten für die Dienstleistung der KAG durch eine Performance Fee drücken die Rendite der Investmentfonds für die Geldanlage der Investoren, Anleger und FondsSparer. Neben diesem sehr realen Argument gegen die Performance Fee kommen weitere funktionale Gründe für die Kritik an den KAG. Weder ist die Performance Fee Bestandteil der Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio – TER), die die KAG laut Investmentgesetz (InvG) ausweisen muss. Noch sind die Berechnungsverfahren der Performance Fee durch die KAG für FondsSparer, Investoren und Anleger wirklich transparent und nachvollziehbar. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, stellt im zweiten Teil der Serie über das Thema Performance Fee unterschiedliche Berechnungsverfahren der KAG für Anleger, Investoren und FondsSparer vor.

Grundsätzlich können Anleger, FondsSparer und Investoren zwei Verfahren der Berechnung einer Performance Fee durch KAG unterscheiden. Zum einen eine Performance Fee auf Basis absoluter Erfolgsmessung, zum anderen auf Basis der relativen Erfolgsmessung. Bei der absoluten Erfolgsmessung wird die Performance Fee für Investoren, Anleger und FondsSparer durch die KAG als fester Anteil der Rendite berechnet. Ein Beispiel: Beträgt die Performance Fee zehn Prozent und das aktive FondsManagement konnte durch die Auswahl seiner FondsIdeen für das Portfolio des Investmentfonds über ein Jahr eine Rendite von +10,0 Prozent erwirtschaften, beläuft sich die erfolgabhängige Gebühr für Anleger, FondsSparer und Investoren auf 1,0 Prozent der Summe der Erträge.

Üblicher ist es für KAG, eine Performance Fee für Anleger, FondsSparer und Investoren auf Basis einer relativen Erfolgsmessung zu berechnen. In diesem Fall orientieren sich die KAG an einem Vergleichindex oder einer Zielrendite. Wenn zum Beispiel die erfolgsabhängige Gebühr zehn Prozent beträgt und ein Investmentfonds aufgrund der FondsIdeen aktiven FondsManagments der KAG eine Rendite von +15,0 Prozent innerhalb eines Jahres erzielte, während der Index nur zehn Prozent zulegte, werden  für Anleger, FondsSparer und Investoren Gebühren auf die positive Rendite-Differenz von fünf Prozent fällig. Das wären 0,5 Prozent der Summe der Erträge.

Soweit scheinen nach Auffassung der SJB die Berechnungsverfahren für eine Performance Fee durch KAG aus Sicht der Investoren, Anleger und FondsSparer nachvollziehbar zu sein. Die kritischen Punkte zu dem Thema tauchen auf, wenn die Analyse in die Feinheiten der Berechnungsverfahren geht. Erste Aspekte: „High-Watermark“ und „Hurdle Rate“. In der Regel unterliegt die Auszahlung einer Performance Fee durch die KAG an den FondsManager dem sogenannten High-Watermark-Prinzip. D.h. der FondsManager erhält nur in dem Fall eine zusätzliche Performance Fee, wenn der Kurs der FondsAnteile über allen bisherigen Kursen liegt. Zweite „Hürde“ für den FondsManager kann ggf. eine Mindestrendite (Hurdle Rate) sein, die er erreichen muss, bevor er in den Genuss eines Anteils an der Performance Fee der Anleger, FondsSparer und Investoren kommt.

Kritisch an diesen Punkten ist, dass es sich dabei in erster Linie um interne Verfahren zur Berechnung der Performance Fee handelt, die das Verhältnis zwischen FondsManager und KAG betrifft. Im Verhältnis der FondsSparer, Investoren und Anleger zur KAG können ggf. andere Kriterien als „High-Water-Mark“ und „Hurdle Rate“ eine Rolle spielen, die die Wahrscheinlichkeit der Erhebung einer Performance Fee als einer Form von Deckungsbeiträgen erhöht. Grundsätzlich wird die Berechnung einer erfolgsbezogenen Gebühr von der FondsIndustrie als eine Kann-Bestimmung gesehen. D.h. selbst wenn alle Kriterien für eine Performance Fee formal erfüllt sein sollten, muss der Deckungsbeitrag effektiv nicht erhoben werden. Beispiele sind Investmentfonds, deren Rendite im Berechnungszeitraum mit einem Plus nahe der Nulllinie abgeschlossen haben und durch den Abzug einer Performance Fee eine negative Rendite für Investoren, Anleger und FondsSparer ausweisen würden.

Und es gibt weitere Kuriositäten der KAG, mit denen Anleger, FondsSparer und Investoren beim Thema Performance rechnen müssen. Zum Beispiel den Berechnungszeitraum. So kann eine KAG für die Berechnung der Performance Fee einen Zeitraum festlegen, in dem die Wertentwicklung mehrheitlich positiv ist, auch wenn das Gesamtjahr für den Investmentfonds negativ verlaufen ist. Selbst im Falle einer negativen Wertentwicklung kann von Seiten der KAG eine Performance Fee für einen Investmentfonds erhoben werden, sofern die Wertverluste des Sondervermögens geringer ausgefallen sind als die des Vergleichsindex. Weiteres aus Sicht der Investoren, FondsSparer und Anleger kaum erkennbares Kriterium kann auch das FondsVolumen sein. Wird eine FondsRendite zum Beispiel auf Basis eines höheren FondsVermögens als im Vorjahr erwirtschaftet, kann eine Performance Fee erhoben werden, auch wenn ein Investmentfonds schlechter abgeschnitten hat als der Markt. Die Leistung des aktiven FondsManagers hat dann darin bestanden, durch Nettomittelzuflüsse nachweislich die Attraktivität des Investmentfonds für FondsSparer, Investoren und Anleger erhöht zu haben.

Aus Sicht der SJB ist das Profil von Investmentfonds attraktiv, für die deren KAG keine Performancee Fee erheben. Zu dieser Gruppe zählen laut SJB Research die globalen Aktienfonds DWS Vermögensbildungsfonds I (ISIN: DE0008476524; WKN:847652) der KAG DWS mit Sitz in Frankfurt am Main, der Flossbach von Storch – Aktien Global F (ISIN: LU0097333701; WKN: 989975) der KAG Flossbach von Storch mit Sitz in Köln oder der ABAKUS World Dividend Fund (ISIN: LU0245042477; WKN: A0JDNT) der KAG HSBC Investments Deutschland mit Sitz in Düsseldorf.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: „Performance“ steht für „Leistung“ und „Ergebnis“. Im Falle der Performance Fee von Investmentfonds liegen die Erbringung und Beurteilung der Leistung in denselben Händen, nämlich denen der KAG und nicht in denen der Investoren. Diese Tatsache hebelt die grundlegende Struktur die das Verhältnis der Anleger, Investoren und FondsSparer als Prinzipale und der KAG als Agenten definiert, aus. Agenten sollten eine Dienstleistung für ihre Prinzipale erbringen, die diese dafür entlohnen. Ob diese Dienstleistung gut oder schlecht gewesen ist, müssen die Anleger, FondsSparer und Investoren beurteilen. Durch die effektiven Renditeergebnisse im FondsDepot haben sie ausreichende Informationen, um das zu beurteilen.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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