SJB-Bennewirtz-Fonds-Wissen: Ist der Renminbi eine sichere Währung?

09. Dezember 2011 von um 19:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! SJB-Fonds-Wissen-Währung-Renminbi-China: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die WissensFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Ist der Renminbi eine sichere Währung? Die chinesische Währung Renminbi wird dem US-Dollar langfristig den Rang als weltweit größte Währung streitig machten, da sind Unternehmer und Führungskräfte  sicher. China plant, die Kapitalströme seiner Währung bis Ende 2015 zu liberalisieren. „Das wird die Nachfrage nach Renminbi weiter anheizen“, sagt Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Doch die Unternehmer und Führungskräfte  aus China zeigen keine Eile. Der Renminbi wird als Währung der Welt genau dann ins Rennen geschickt, wenn Chinas Wertpapierdepot  in allen Positionen gleichermaßen stark aufgestellt ist.“

Liebe FondsBlogger, seit China den Wechselkurs seiner Währung Renminbi im Juni 2010 wieder freigegeben hat, wertete der Renminbi über 7 Prozent auf und testete sein Allzeithoch von 6,34 gegenüber dem US-Dollar. Gegenüber 2005, als der Renminbi vom US-Dollar abgekoppelt wurde, hat die chinesische Währung gegenüber dem US-Dollar um mehr als 30 Prozent aufgewertet. „Die Aufwertung des Renminbi ist eine ganz natürliche Marktentwicklung“, erklärt Yi Gang von der chinesischen Zentralbank (People’s Bank of China, PBoC). „China hat nicht die Absicht, die Aufwertung der Wechselkurse seiner Währung zu beschleunigen.“ Dabei wissen die Unternehmer und Führungskräfte  in China genau, dass der Renminbi als Währung bei In- und Ausländern beliebt ist. Chinesische Unternehmer und Führungskräfte  im Export, so AGI-Experten vor Ort, können als Währung Renminbi für ihre Produkte verlangen und so Wechselkursrisiken zum US-Dollar ausschließen. Ausländische Unternehmer und Führungskräfte , die nach China exportieren, nutzen den Renminbi gern als Alternative zur Rechnungsstellung in US-Dollar. Globale Unternehmer und Führungskräfte , die in China tätig sind, nutzen die chinesische Währung zur besseren Kostenkontrolle und zur Imagearbeit. Die Internationalisierung des Renminbi zur weltweiten Währung erfolgt dadurch fast zwangsläufig. Ende 2010 belief sich das grenzüberschreitende Handelsvolumen in Renminbi laut PBoC auf 506 Milliarden Renminbi, wobei die Handelstransaktionen zum Großteil innerhalb der Region blieben. Erst Mitte 2009 hatte China Handelstransaktionen in Renminbi zugelassen. Bereits im ersten Quartal 2011 war das Volumen der in Renminbi denominierten, grenzüberschreitenden Handelstransaktionen bereits höher als im ganzen Jahr 2010. Eine Vervierfachung des Handelsvolumens. Doch der Weg des Renminbi zur Währung der Welt ist noch weit. Für eine globale Währung müssen nach Auffassung der Unternehmer und Führungskräfte  strukturelle Bedingungen geschaffen werden: Ein reifer Kapitalmarkt, der die globale Liquidität aufnehmen kann. Diese Voraussetzung ist beim Renminbi noch nicht gegeben. Allerdings weitete sich das Volumen des Rentenmarkts in der zweiten Jahreshälfte 2010 beträchtlich aus. Das kräftige Wachstum ist nicht zuletzt auf staatliche Unterstützung in Form umfangreicher Anleiheemissionen mit staatlichem Hintergrund zurückzuführen. Mit einer gesamten Marktkapitalisierung in Höhe von 170 Milliarden Renminbi steckt der Offshore-Renminbi-Rentenmarkt noch in den Kinderschuhen. Die komplette Konvertibilität des Renminbi ist die größte Hürde des Renminbi auf dem Weg zur Welt-Währung. China dürfte die Kontrollen der Währung erst dann aufgeben, wenn das Handels- und Investitionsvolumen in Renminbi eine kritische Masse erreicht hat.

In den vergangenen Monaten allerdings ist die Währung Renminbi im Wertpapierdepot  internationaler Devisenhändler unter Abwertungsdruck geraten. Zum ersten Mal seit vier Jahren wurde die PBoC im Oktober zum Nettoverkäufer von Auslandsaktiva in Höhe von rund 25 Milliarden Renminbi (4 Milliarden US-Dollar). Schon im September nahmen die chinesischen Währungsreserven ab, berichten die Experten von DB Research. Grund: Eine weltweit wachsende Risikoaversion im Wertpapierdepot . Die Krise im Euro-Raum sowie die unsichere weltwirtschaftliche Entwicklung geht auch nicht an China und seine Währung Renminbi vorüber. Das BIP-Wachstum in China hat sich verlangsamt und führt zu geringeren Erträgen für chinesische Unternehmen. Ein drastischer Wertverlust des Renminbi oder eine einmalige Abwertung der Währung durch die Zentralbank ist aber unwahrscheinlich. Gegenüber den westlichen Ländern ist die Wirtschaftsleistung Chinas immer noch beeindruckend. Und vor allem: China verfügt über Währungsreserven in Höhe von rund 3.200 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Deutschland verfügt über eine eiserne Reserve von 213 Milliarden US-Dollar.

Die finanzielle Integration Chinas in die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren weiter fortgeschritten. Chinesische Unternehmer und Führungskräfte  haben über Anleiheemissionen in der Währung US-Dollar oder Offshore-Renminbi sowie über Renminbi-Anleihen (abgewickelt in US-Dollar) im Ausland Geld aufgenommen. Die Anleihen bewegen sich zumeist im hochrentierlichen Bereich der Bauunternehmen. Als die Risikoaversion im September weltweit zunahm, mussten diese Kreditnehmer auf im Inland gekaufte US-Dollar zurückgreifen, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies dürfte zu der größeren Nachfrage nach US-Dollar im Wertpapierdepot  Chinas im September und Oktober beigetragen haben.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz. Ist der Renminbi eine sichere Währung? Und die Zukunft? Die Reserven Chinas basieren zu 98,3 Prozent auf Renminbi und nur zu 1,7 Prozent oder 1.054 Tonnen auf Gold. Zum Vergleich: Die Schweiz verfügt über 1.040 Tonnen Gold, was 14,3 Prozent ihrer Reserven entspricht. Zwischen Anfang 2000 und Anfang 2010 stockte China seine Goldreserven um 166,9 Prozent auf. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, je stärker China mit dem Renminbi den US-Dollar attackiert. Ein Wertpapierdepot  mit einer solchen Feuerkraft ist auf der Welt einmalig. Und stellt jede Bazooka in den Schatten.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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