SJB-Bennewirtz-Fonds-Wissen: Warum will Ministerin Aigner die Honorarberatung stärken?

10. November 2011 von um 19:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! SJB-Fonds-Wissen-Fonds-Honorarberatung?: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die WissensFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum will Ministerin Aigner die Honorarberatung stärken?Die für den Verbraucherschutz zuständige Bundesministerin Ilse Aigner hat einen neuen Versuch unternommen, das Thema Honorarberatung für die Geldanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger zu stärken. Um das zu erreichen, geht Ministerin Aigner zwei Wege. Einerseits will sie die Qualifizierung und Professionalisierung der Anlageberatung durch den FondsSpezialist im Sinne der Investoren, Privatanleger und FondsSparer vorantreiben. Andererseits will Aigner steuerliche Anreize geben, um den Anteil der Honorarberatung für die Geldanlage im Bereich Finanzdienstleitungen zu erhöhen. Der Vorschlag: Beiträge der FondsSparer, Investoren und Privatanleger für eine Honorarberatung in der Geldanlage sollen steuerlich absetzbar sein. Im Falle von Provisionszahlungen ist das bereits der Fall. Jetzt sollen die beiden Vergütungsarten für Finanzdienstleistungen in der Geldanlage gleichgestellt werden. Der Ansatz von Ministerin Aigner zum Thema Honorarberatung ist nicht unumstritten. Erstens beklagen Branchenvertreter, dass es keine ausreichende Zahl an Finanzberatern gäbe, die im Sinne der neuen Regelung qualifiziert wären, als Honorarberater tätig zu sein. Zweitens geben Experten zu bedenken, dass die Stundensätze der Honorarberatung in Relation zu einer prozentualen Provisionsvergütung deutlich höher lägen und sich viele Privatanleger, Investoren und FondsSparer gar keine Honorarberatung in der Geldanlage mehr leisten könnten. Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, steht der Idee einer Qualifizierung und Honorierung der Finanzberatung für die Geldanlage aufgeschlossen gegenüber. Ob der Vorstoß von Ministerin Aigner im Sinne der Privatanleger, FondsSparer und Investoren tatsächlich erfolgreich sein wird, ist aus Sicht der SJB fraglich.

Der Vorstoß von Ministerin Aigner in Sachen Honorarberatung für Investoren, Privatanleger und FondsSparer findet im Rahmen ihrer „Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen“ statt. Diese Kampagne zur privaten Geldanlage findet jetzt seit drei Jahren statt. Als Antwort auf die Lehman-Pleite sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise sollen Kompetenz und Rechte der Privatanleger, FondsSparer und Investoren gegenüber der Finanzberatung in der Geldanlage gestärkt werden. Bei der Initiative von Aigner zur Neuregelung der Honorarberatung im Vergleich zu Provisionsmodellen hat die Ministerin vor allem das Thema Interessenkongruenz im Sinn.

Ihrer Ansicht nach würden Finanzvermittler, die für den Abschluss einer Versicherung oder beim Kauf eines Fonds Provisionen vom Anbieter der Finanzprodukte bekommen, nicht ausschließlich die Interessen der FondsSparer, Investoren und Privatanleger im Blick haben. Anders als bei der Honorarberatung müssen die provisionsstärksten Finanzprodukte nicht zwangsläufig die Ziele der Geldanlage der Investoren, Privatanleger und FondsSparer optimal widerspiegeln. Im Versicherungsbereich kommt zu dieser ungleichen Interessenkonstellation auch noch ein rechtlicher Anachronismus hinzu.

Seit 1934 besteht das sogenannte Provisionsabgabeverbot. Danach dürfen Provisionen, die ein Versicherungsmakler für den Abschluss einer Versicherung erhält, nicht an die Geldanlage der Privatanleger, Investoren oder FondsSparer weitergegeben werden. Das Bundeskartellamt hält diese Regelung gegen die Interessen der Geldanlage der Investoren, Privatanleger und FondsSparer für verfassungswidrig. Am 24. Oktober 2011 gab es ein erstes Urteil, welches diese Gesetzgebung wie von Ministerin Aigner angestoßen, zu Fall bringen kann. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat das Provisionsabgabeverbot in einem Einzelfall in erster Instanz für unbestimmt erklärt.

Parallel will Aigner die Honorarberatung stärken. Aus ihrer Sicht im Interesse der FondsSparer, Privatanleger und Investoren. Als Honorarberatung wird eine Beratung in Fragen der Vermögensplanung und Geldanlage bezeichnet, bei der der FondsSpezialist keine Provisionen erhält und stattdessen ein Honorar der Investoren, Privatanleger und FondsSparer bekommt.

Eine Honorarberatung zeichnet sich für die Geldanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger durch fünf Merkmale aus: 1. Die Unabhängigkeit des FondsSpezialisten wird erfüllt, indem die Leistungserstellung für die Geldanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger nicht durch Eigeninteressen oder Interessen Dritter beeinträchtigt wird. 2. Die Vergütung der Leistungen des FondsSpezialisten erfolgt ausschließlich durch ein vorab vereinbartes Honorar. 3. Der unabhängige FondsSpezialist arbeitet von Seiten der FondsIndustrie provisionsfrei für die Geldanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger. 4. Werden Provisionsleistungen der FondsIndustrie an den FondsSpezialisten gezahlt, werden sie der Art und Höhe nach ausgewiesen und in geeigneter Weise an die Geldanlage der Privatanleger, Investoren und FondsSparer rückvergütet. 5. Die Art und Höhe der Honorare für FondsVerwalter erfüllt das Prinzip der Neutralität der Entlohnungshöhe vom Beratungsergebnis.

Die Grundidee der Honorarberatung klingt für FondsSpezialisten wie die SJB sowie für viele Investoren, Privatanleger und FondsSparer überzeugend. In der Praxis hat sich die Idee aber noch nicht durchgesetzt. Von einem Marktanteil von 15 bis 20 Prozent wie in den USA ist die Honorarberatung in Deutschland weit entfernt. Als erfolgreich gilt das Geschäftsmodell für die Geldanlage vor allem bei der Berliner Quirin Bank und ihrem Chef Karl Matthäus Schmidt. Die Commerzbank hat über ihre Tochter Comdirect im September 2009 eine Honorarberatung für FondsSparer, Investoren und Privatanleger eingeführt. Bei der inzwischen mit der Commerzbank fusionierten Dresdner Bank hatte man die Honorarberatung Ende der 90er Jahre ad acta gelegt. Selbst bei einer honorigen Privatbank wie der Münchner Hauck & Aufhäuser ließ sich die Honorarberatung für Investoren, FondsSparer und Privatanleger nicht durchsetzen. Das hat auch Auswirkungen auf den Berufsstand. Der Verband Honorarberater hat gerade 1.400 Mitglieder. Im Versicherungsbereich gibt es gerade 180 Makler in der Honorarberatung für die Geldanlage.

Ministerin Ilse Aigner meint, diesen Trend gegen die Honorarberatung in der Geldanlage umdrehen zu können, indem sie steuerliche Anreize bietet. So sollen die Kosten für eine Honorarberatung in der Geldanlage steuerlich als Werbungskosten für Investoren, Privatanleger und FondsSparer absetzbar sein. Bisher war dies nur bei Provisionen möglich.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: „Was nichts kostet, ist auch nichts“. Dieser alte Grundsatz gilt auch für die Finanzdienstleistungen unabhängiger FondsSpezialisten. Investoren, FondsSparer, Privatanleger und der Gesetzgeber erwarten von der Finanzbranche in der Geldanlage zu Recht ein hohes Maß an Professionalität, Qualifikation und Sorgfalt, wie es die SJB bietet. Diese Maßstäbe lassen sich für Investoren, Privatanleger und FondsSparer unter anderem an einem kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb und der Einhaltung der Grundsätze ordnungsgemäßer Finanzberatung ablesen. Diese Leistungen können unabhängige FondsSpezialistem wie die SJB nicht umsonst erbringen. Kein Kaufmann kann einen Geschäftsbetrieb ohne Kostendeckung aufrechterhalten. Für die Kostendeckung sorgen Privatanleger, FondsSparer und Investoren durch die Vergütung der Leistungen des FondsSpezialisten im Rahmen einer Geldanlage. Diese Vergütungen können sich sowohl aus der Honorarberatung oder Provisionsmodellen speisen. Das notwendige Gesamtvolumen wird sich unabhängig von der Art der politisch gewollten Vergütungsmodelle nicht ändern. Um diesen Punkt sollte Ministerin Aigner auch im Sinne der wirklichen Interessen der FondsSparer, Investoren und Privatanleger nicht herum reden. Darüber hinaus sollte die für den Anlegerschutz zuständige Ministerin bedenken, dass Honorarberatung in der Praxis bedeutet, dass Investoren, FondsSparer und Privatanleger mit kleinerem Depotvolumen in der Geldanlage gar nicht in den Genuss einer Honorarberatung kommen. Diese Gefahr besteht, wenn sich FondsSpezialisten ausschließlich dem Geschäftsmodell Honorarberatung für Privatanleger, FondsSparer und Investoren verschreiben. In diesem Fall wären entweder die administrativen Kosten für die Betreuung kleinerer Depots so hoch, dass sie für einen FondsSpezialisten nicht tragfähig wären. Oder die Honorare für FondsSparer, Investoren und Privatanleger wären so hoch, dass die Erträge aus der Geldanlage stark geschmälert werden würden. Eine Mischkalkulation einer Vergütung auf Basis von variablen und fixen Vergütungsanteilen ist die marktgängiges Version, die auch politisch priorisiert werden sollte.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Wissen. Konzentriert.
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