SJB-Bennewirtz-Fonds-Sparer-Frage: Soll ich Bundesschatzbriefe aus den Depots verkaufen?

17. Dezember 2011 von um 11:00 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Verkaufen-Fonds-FondsAuswahl: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Soll ich Bundesschatzbriefe aus den Depots verkaufen? Die Meldung der vergangenen Woche, nach der die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit von Deutschland mit einem negativen Ausblick belegt hat, hat viele Investoren, Sparer und Privatanleger verunsichert. Die Folge, sie wollen nicht mehr uneingeschränkt in Bundesschatzbriefe und andere Rentenpapiere anlegen. Die Vorteile des AAA, durch das Deutschland bei der börsennotierten Finanzierung seiner Staatsschulden Renditen zwischen gerade +2,74 und -0,27 Prozent für die Kapitalanlage der Sparer, Privatanleger und Investoren bieten muss, scheinen zu Ende zu gehen. Erste Reaktionen in der FondsIndustrie zeigen sich schon. Investoren, Privatanleger und Sparer wollen mehr Fonds aus Frankfurt verkaufen, deren Schwerpunkt die Assetklasse Renten ist. Laut Bundesversand Investment und Asset Management (BVI) sind im laufenden Jahr per 31. Oktober 2011 rund -658,5 Millionen Euro aus der Kapitalanlage der Privatanleger, Sparer und Investoren der 1.600 Rentenfonds geflossen. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 zeigt warum viele Investoren, Sparer und Privatanleger ihre Fonds aus Frankfurt mit Rentenschwerpunkt verkaufen. Dafür stellt Bennewirtz die Vorteile und Nachteile von Rentenfonds und Bundesschatzbriefen für die Kapitalanlage gegenüber.

Bundesschatzbriefe sind eine Kapitalanlage in Deutschlands Staatsschulden pur. Sie sind für den Vertrieb natürlicher Personen wie Privatanleger und Sparer oder gemeinnützige Investoren bestimmt. Fonds aus Frankfurt und andere institutionelle Investoren können Bundesschatzbriefe nicht erwerben.

Als Wertpapiere sind Bundesschatzbriefe nicht börsennotiert. Das heißt zum einen, dass die Entwicklung des deutschen Rentenindex Rex für Bundesschatzbriefe kein Maßstab ist. Dabei ist der Rex für Privatanleger, Sparer und Investoren in Renten grundsätzlich ein Indiz, entsprechende Fonds aus den Depots zu kaufen oder zu verkaufen.

Zum anderen wird die Kapitalanlage der Sparer, Investoren und Privatanleger in Bundesschatzbriefe vermögensrechtlich direkt Teil des Schuldenbuchs des Bundes. Es wird bei der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH geführt. Die seit 2000 in Frankfurt ansässige Gesellschaft verwaltet im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland die Depots der Staatsschulden des Bundes. Seit 31. Juli 2006 hat die Finanzagentur auch die direkten Geschäfte der Kapitalanlage für die Depots der Privatanleger, Sparer und Investoren übernommen.

Die Bundesrepublik hat also die vollständige Abwicklung und Administration der Bundesschatzbriefe und anderer Bundeswertpapiere an ein nominell mit gerade 25.000 Euro haftungsrechtlich ausgestattetes Unternehmen übertragen. Ob diese Maßnahme für Sparer, Investoren und Privatanleger nur Vorteile bringt, sei dahingestellt.

Privatanleger, Investoren und Sparer, die in Bundesschatzbriefe anlegen, müssen zwei Sorten der Bundesschatzbriefe unterschieden. Typ A und Typ B. Typ A hat eine Laufzeit von sechs Jahren und die Zinszahlung erfolgt jährlich. Der jüngste am 1. Dezember 2011 auf den Kapitalanlage Markt der Bundesschatzbriefe gekommene Typ A weist für die ersten beiden Jahre einen Zinskupon von +0,25 Prozent aus. Im dritten Jahr sind es +0,50 Prozent, im vierten +1,50 Prozent, im fünften +2,00 Prozent und im sechsten +3,00 Prozent.

Bundesschatzbriefe Typ B haben für die Sparer, Investoren und Privatanleger, die für die Kapitalanlage ihrer Depots in diese Assetklasse anlegen wollen, eine Laufzeit von sieben Jahren. Die Zinszahlung erfolgt wie bei thesaurierenden Fonds am Ende der Laufzeit, mit Zins und Zinseszins. Die Zinssätze beim aktuellsten der Bundesschatzbriefe Typ B in den Privatanleger, Sparer und Investoren anlegen können, liegen aufsteigend gestaffelt zwischen +0,25 und +3,00 Prozent.

Aus der Konstruktion der Bundesschatzbriefe ergeben sich für Privatanleger, Sparer und Investoren einige Vorteile und Nachteile für ihre Depots zur Kapitalanlage. Weder beim Kauf, noch beim Verkauf der Bundesschatzbriefe fallen für Privatanleger, Investoren und Sparer Gebühren wie ein Ausgabeaufschlag (AA) an. Bundesschatzbriefe werden an keiner Börse gehandelt. Man kann sie nur direkt von der Finanzagentur erwerben oder an sie zurückgeben. Bundesschatzbriefe haben daher in der Kapitalanlage immer einen Kurswert von 100 Prozent. Im Gegensatz zu in Fonds gehandelten Anleihen müssen Sparer, Investoren und Privatanleger für Bundesschatzbriefe keinen Kursverlust einkalkulieren. Auf der anderen Seite können Privatanleger, Investoren und Sparer in einer Phase sinkender Zinsen - anders als bei von Rentenfonds gehandelten Anleihen – auch keine Kursgewinne für die Kapitalanlage in Bundesschatzbriefe erwarten.

Aus dem letzten Punkt ergeben sich weitere Vorteile: Wenn die Zinsen steigen, können Investoren, Sparer und Privatanleger ohne großen Aufwand im Depot gehaltene Investments der Bundesschatzbriefe in höher verzinsliche Bundesschatzbriefe umtauschen. Deswegen ist es wichtig, die Zinsentwicklung der Bundesschatzbriefe in den Depots für die Kapitalanlage immer im Auge zu behalten.

Wenn sich Investoren, Privatanleger und Sparer dazu entschieden haben, die Kapitalanlage in der Assetklasse deutsche Renten durch ein Sondervermögen in ihren Depots abzubilden, ist das Verfahren ein anderes. Dann übernimmt ein FondsManager dieser Fonds aus Frankfurt diese Marktbeobachtung.

Ein weiterer Vorteil: Investments in Rentenfonds sind Sondervermögen. Die Kapitalanlage der Privatanleger, Investoren und Sparer geht also anders als im Falle der Bundesschatzbriefe, nicht im allgemeinen Schuldenbuch der Bundesrepublik auf. Wenn Investoren, Privatanleger und Sparer in Rentenfonds anlegen, ist ihr Kapital in den Depots vermögensrechtlich vom Kapital der FondsGesellschaft getrennt. Der Vorteil dieser rechtlichen Konstruktion ist, dass ein Insolvenzfall der FondsGesellschaft die Kapitalanlage der Privatanleger, Sparer und Investoren nicht betrifft, sondern schützt. Von einem Staatsbankrott Deutschlands wären Sparer der Bundesschatzbriefe direkt betroffen.

Die Nachfrage der Sparer, Investoren und Privatanleger, die ihre Kapitalanlage in deutsche Rentenfonds anlegen, hat spürbar nachgelassen. Die Vorteile nehmen ab. Viele von ihnen haben sich entschlossen, solche Fonds zu verkaufen. Laut BVI sind bis Ende Oktober 2011 rund -658,5 Millionen Euro im laufenden Jahr netto an Mitteln der Kapitalanlage aus Rentenfonds geflossen. Allein -518,3 Millionen Euro waren es im Oktober 2011 Die Absatzbewegung der Privatanleger, Sparer und Investoren kann bereits als erstes Krisensignal gewertet werden.

2008 im Jahr der Lehman-Pleite beliefen sich die Mittelabflüsse aus der Kapitalanlage in Rentenfonds auf -23,8 Milliarden Euro. Damit waren Rentenfonds in dieser Krisensituation am stärksten vom Effekt der Sparer, Investoren und Privatanleger diese Fonds zu verkaufen, betroffen.

Aus Sicht der SJB hat diese Tendenz, Frankfurter Fonds mit Schwerpunkt Renten zu verkaufen, auch mit der Renditeleistung für die Kapitalanlage in Krisenzeiten zu tun. So haben aktiv gemanagte Rentenfonds mit Schwerpunkt Deutschland über drei Jahre für die Kapitalanlage der Investoren, Sparer und Privatanleger eine Rendite von +3,08 Prozent p.a. erwirtschaftet. Der deutsche Rentenindex Rex hätte im gleichen Zeitraum für die Kapitalanlage und Depots der Privatanleger, Sparer und Investoren ein Plus von +6,02 Prozent p.a. bedeutet. Die Vorteile lagen bei einer passiven Strategie der Kapitalanlage in Renten. Aktives Rentenfondsmanagement konnte demnach nicht überzeugen. Das ist der Grund, warum viele Investoren, Sparer und Privatanleger Fonds dieser Richtung verkaufen.

Mehr Vorteile in der Krise brachten Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland. Allein der Dax konnte über drei Jahre eine Rendite von +7,80 Prozent p.a. für die Kapitalanlage erwirtschaften. Besser war die Ertragslage für die Depots, wenn aktiv gemanagte Aktienfonds Bestandteil gewesen sind. Über drei Jahre konnte diese FondsKlasse für die Kapitalanlage durchschnittlich +10,80 Prozent p.a. erwirtschaften. Besser lief es unter anderem für Privatanleger, Investoren und Sparer des DWS Investa (ISIN: DE0008474008; WKN: 847400). Der am 17. Dezember 1956 aufgelegte Traditionsfonds investiert in Deutsche Aktien, Schwerpunkt Dax. Über drei Jahre konnte er für die Kapitalanlage eine Rendite von kumuliert +35,79 Prozent erzielen.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Aus Sicht der SJB gibt es zwei Gründe, warum Privatanleger, Sparer und Investoren zurecht Frankfurter Fonds verkaufen, deren Schwerpunkt Rententitel sind. Auf der einen Seite konnte aktives FondsManagement in diesem FondsSegment nicht überzeugen. Die kurzfristige Folge dieser enttäuschten Erwartungen zur Kapitalanlage ist, diese Fonds zu verkaufen. Für Investoren, Privatanleger und Sparer könnte sich diese Entscheidung langfristig als richtig erweisen. Denn das Vertrauen vieler Sparer, Investoren und Privatanleger in die Assetklasse Renten sinkt. Das gilt auch für Bundesschatzbriefe. Der negative Ausblick, den Ratingagenturen wie S&P auf die Kreditwürdigkeit Deutschlands haben, gibt die Richtung der Kapitalanlage in Bundesschatzbriefe vor. Vor allem die als Vorteil verkaufte Börsenunabhängigkeit der Bundesschatzbriefe könnte sich im Falle eines Staatsbankrotts für Privatanleger, Sparer und Investoren als sehr kritisch erweisen. Sie wären dann unmittelbar von einem Vermögensverlust betroffen. Im Gegensatz zu Rentenfonds, die für eine FondsGesellschaft Sondervermögen sind, ist die Kapitalanlage in Bundesschatzbriefe kein Sondervermögen des Bundes. Die nominellen Vorteile der Bundesschatzbriefe schränken die entscheidende Option für Privatanleger, Investoren und Sparer im Krisenfall maßgeblich ein, nämlich die, handlungsfähig zu bleiben. Statt Fonds zu verkaufen, sollte der Verkauf der Bundesschatzbriefe in Erwägung gezogen werden.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) FondsFrage oder FondsFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, Sparer und Investor neben der Frage: – Soll ich Bundesschatzbriefe aus den Depots verkaufen? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Fonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusiven Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

FondsSuche: Welche Fonds haben Sie im Depot? Brauchen Sie  Ratschlag zum DWS Investa (ISIN: DE0008474008; WKN: 847400)? Die FondsPreisentwicklung auf Eurobasis im letzten Monat betrug -6,11 Prozent. Der Erfolg des DWS Investa (ISIN: DE0008474008; WKN: 847400) über ein Jahr betrug -15,58 Prozent. Die Gewinne über drei Jahre bezogen auf eine Einmalanlage von 10.000 Euro ohne Ausgabeaufschlag (AA) betrugen 3.579,46 Euro. Weitere Informationen zu Fonds wie dem DWS Investa (ISIN: DE0008474008; WKN: 847400) finden Sie zukünftig in unseren Hitparaden für Fonds mit einem großen Angebot von Investmentfonds zur freien Auswahl in übersichtlichen Tabellen. Rat für Investoren, FondsSparer und Privatanleger: Erwerben Sie den Fonds als Anlage zur Altersvorsorge erst nach einer individuellen Beratung.

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