SJB-Bennewirtz-Fonds-Investorenfrage: Welche FondsGesellschaften sind an Ratingagenturen beteiligt?

18. Januar 2012 von um 19:00 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, FondsSparer und Kapitalanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Welche FondsGesellschaften sind an Ratingagenturen beteiligt? Ratingagenturen sind in dieser Woche wieder für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter in aller Munde. Es geht um ihre Macht, ihre Bewertungen, ihr Geschäftsmodell, ihren Profit. Vor allem stellen sich Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren immer wieder die Frage, in welchem Umfang die Bewertungen der Ratingagenturen interessengelenkt sind und wessen Interessen sie vertreten? Natürlich geht es auch um den eigenen Profit, schließlich sind Ratingagenturen Privatunternehmen. An dieser Stelle kommen oft Verschwörungstheorien der Politiker, aber auch der Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter auf. Jetzt hat die Financial Times Deutschland (FTD) sich die Mühe gemacht und auf die Aktionärsstruktur der Ratingagenturen geschaut. Darunter finden sich auch FondsGesellschaften. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, zeichnet die Fakten aus der FTD für Kapitalanleger und Investoren nach.

Den Grundstein für das ausgeprägte Selbstverständnis, mit dem Ratingenturen heute die Geschicke und den Profit der Anlageklassen für FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger beeinflussen, hat John Moody bereits 1919 gelegt. In seinem Buch „The Masters of Capital“ beschreibt Moody seine Rolle an der Wall Street, seitdem er zehn Jahre zuvor eine Gesellschaft zur Bewertung von Eisenbahnanleihen gegründet hatte. FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger in FondsProdukten werden sich erinnern, dass der Profit aus Investments in die Eisenbahnen in den USA das Aufkommen der Anlageklasse Fonds in Europa maßgeblich voran gebracht hat.

Der Schotte Robert Fleming gründete 1873 den First Scottish American Trust und investierte die eingesammelten Gelder in Anteile verschiedener US Eisenbahngesellschaften. So sorgte der Wilde Westen in Europa für Profit und Flemings Idee der Aktienfonds ist bis heute eine etablierte Anlageklasse für den Profit der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger.

Zurück zu denen, die Profit und Geschäftsentwicklung dieser Geschäftsidee bis heute beurteilen, den Ratinagenturen: Laut dem aktuellen Geschäftsbericht von Moody’s gehören Warren Buffett und seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway immer noch zu den größten Einzelaktionären der Ratingagenturen. Buffetts Anteil in der Runde aller am Profit beteiligten Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger bei Moody’s liegt bei rund 12,0 Prozent. Unterstützt Moody’s deshalb die Interessen der Investmentlegende ohne Rücksicht auf den Profit anderer Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger?

Zumindest besitzen die „großen Drei“ unter den Ratingagenturen eine marktbeherrschende Stellung, die großen Einfluss auf den Profit der FondsVerwalter an den Kapitalmärkten möglich macht. Mit einem Marktanteil von 40,0 Prozent gehört Moody’s laut der Fachzeitschrift „Die Bank“ zu den großen Drei unter den Ratingagenturen weltweit. Der Marktanteil von Standard & Poor’s (S&P) läge ebenfalls bei 40,0 Prozent, Fitch kommt auf 15,0 Prozent. Alle anderen Anbieter von Ratings als Informationsquelle für FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger müssen ihren Profit in einem engen Markt von gerade 5,0 Prozent des Gesamtaufkommens an Bewertungen und Analysen erzielen, darunter auch deutsche Ratingagenturen wie Euler Hermes oder Creditreform.

Insgesamt können Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger davon ausgehen, dass rund 100 Ratingagenturen aktiv sind und Profit machen wollen. In der EU haben 2011 mehr als 20 Ratingagenturen eine Registrierung beantragt. Laut Informationen der FTD würde die Beratungsfirma Roland Berger intensiv daran arbeiten, eine europäische Ratingagentur aufzubauen, um für Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren ein Gegengewicht zu dem durch US-Firmen dominierten Markt der Ratingagenturen aufzubauen.

Dabei existiert mit Fitch Rating bereits ein Anbieter unter den Ratingagenturen, der mehrheitlich in Europa verankert ist. Die Mehrheitsbeteiligung an Fitch besitzt die französische Finanzholding Fimalac unter Führung von Marc Ladreit de Lacharrière. Interessanter für die Investoren und Kapitalanleger in FondsProdukten ist die Beteiligungskonstellation zwischen Moody’s und S&P, die die FTD in ihrer aktuellen Ausgabe für Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren aufgearbeitet hat. Dabei hat die Zusammenarbeit zum Profit beider Ratingagenturen eine lange Geschichte.

Bei John Moody wurde laut FTD Anfang des 20. Jahrhunderts das Geld knapp, weil sein neues Geschäftsmodell zu wenig Profit abwarf. Er verkaufte Unternehmensteile und die Namensrechte an seiner Firma „Moody’s“ an Roy Porter. Der führte die Anteile 1919 mit „Poor’s Company“ zusammen, dem Vorläufer von S&P. Erst 1924 hatte Moody’s soviel Profit erwirtschaftet, um die Namensrechte wieder auslösen, für die damals horrende Summe von 100.000 US-Dollar.

Die kapitaltechnische Verbindung der Ratingagenturen von Moody’s und S&P ist aber bis heute nicht abgerissen, wie die FTD schreibt. So ist die die Investmentfirma Capital Group sowohl bei S&P als auch bei Moody’s maßgeblicher Kapitalanleger. Bei McGraw-Hill, Muttergesellschaft von S&P, ist die Capital Group laut FTD mit einem Anteil von 10,6 Prozent der größte aller Investoren mit Wunsch nach Profit. Bei Moody’s bedeutet ein Anteil von 12,6 Prozent Platz 2. Ebenfalls am Profit beider Ratingagenturen beteiligt sind mehrere FondsVerwalter, die auch für Investoren und Kapitalanleger in Deutschlands Investments unterschiedliche Assetklassen für FondsKäufe anbieten.

Darunter hält laut FTD der FondsVerwalter Vanguard an S&P 4,6 Prozent und an Moody’s 5,02 Prozent. In Deutschland können Investoren und Kapitalanleger zum Beispiel den Vanguard U.S. Opportunities Fund (ISIN: IE00B03HCW31; WKN: A0JMPV) für FondsKäufe in der Anlageklasse Aktienfonds nutzen.

Der US FondsVerwalter Blackrock ist laut FTD mit einem Anteil von 4,6 Prozent an S&P und mit 3,8 Prozent an Moody’s beteiligt. Investoren und Kapitalanleger, die beabsichtigen, in Deutschland Profit durch FondsKäufe in der Anlageklasse Rohstoffe zu erwirtschaften, kennen Blackrock als Anbieter der Investmentfonds BGF World Gold Fund (ISIN LU0171305526; WKN A0BMAL) oder des BGF World Mining Fund (ISIN: LU0075056555; WKN: 986932).

Der dritte für FondsKäufe der Investoren und Kapitalanleger bekannte FondsVerwalter mit Beteiligungen an den beiden Ratingagenturen ist State Street. An S&P hält State Street gemäß FTD  4,3 Prozent, an Moody’s 3,2 Prozent. In Deutschland ist für FondsKäufe unter anderem der SSgA Active World Bond Fund (ISIN: FR0000027138; WKN: 974470) für die Anlageklasse Rentenfonds verfügbar.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Ratingagenturen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Ihr Interesse und das ihrer Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger ist der Profit. Tatsächlich wird durch die Berichterstattung der FTD noch einmal der Eindruck vieler Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter bestätigt: Der Markt und der Profit der Ratingagenturen wird maßgeblich von US-amerikanischen Strukturen beherrscht. Das trifft nicht nur auf die Marktanteile von S&P und Moody’s von zusammen 80,0 Prozent unter allen Ratingagenturen zu. Das gilt auch, wenn Kapitalanleger und Investoren wie die FTD die Beteiligungsstruktur der Ratingagenturen betrachten. Hier dominieren ebenfalls Investoren und FondsVerwalter aus den USA, die von ihrer Beteiligung Profit erwarten. Sofern das Geschäftsmodell der Ratingagenturen selbst nicht ausreichend Profit erzielt, ist eine mittelbare Vertretung der Kapitalinteressen großer Investoren und FondsVerwalter nicht völlig ausgeschlossen. Der einzige Weg, um aus dieser Situation herauszukommen, ist mehr Wettbewerb zwischen den Ratingenagenturen.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag

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