SJB-Bennewirtz-Fonds-Investoren-Frage: Wie hat sich die Kapitalanlage in Fonds weltweit 2011 entwickelt?

05. Januar 2012 von um 18:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, FondsSparer und Kapitalanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Wie hat sich die Kapitalanlage in Fonds weltweit 2011 entwickelt? Anleihenfonds in den USA und den Schwellenmärkten gehören zusammen mit Rohstofffonds zu den FondsKlassen, die 2011 mehr Mittel aus der Kapitalanlage der Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger generieren konnten. Schlechter lief es eindeutig bei Aktienfonds. Das ist das Ergebnis der Zahlen, die der Datenanbieter Emerging Portfolio Fund Research (EPFR) jüngst veröffentlicht hat. Danach haben Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter laut EPFR allein aus global aufgestellten Aktienfonds rund -31,0 Milliarden US-Dollar netto rausgezogen. Genau die gleiche Summe floss gemäß der Analyse von EPFR in Anleihenfonds, die für die Kapitalanlage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger weltweit investieren. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, hat für die Investoren und Kapitalanleger in Deutschland die Zahlen der EPFR zusammengestellt.

Wenn sich Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter über die weltweite Entwicklung von Investmentfonds informieren wollen, stehen im Wesentlichen zwei Datenquellen zur Verfügung. Zum einen der kommerzielle Anbieter EPFR, der nach eigenen Angaben weltweit Investmentfonds mit einem Gesamtvermögen von rund 15 Billionen US-Dollar analysiert. Das 1999 gegründete Analysehaus EPFR bietet für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter Daten über Mittelflüsse und Asset Allokation von Investmentfonds mit traditioneller und alternativer FondsStrategie.

EPFR bietet auf monatlicher, wöchentlicher und sogar täglicher Basis Daten an, die Informationen über Verschiebungen der Mittel der Kapitalanlage der Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger liefern. Diese Mittelflüsse können wertvolle Indikatoren sein, welche Märkte derzeit aus Sicht der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter bevorzugt werden und bei welchen eher antizyklisches Potenzial besteht. Ein Wermutstropfen für Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren: Jede Datenabfrage bei EPFR ist kostenpflichtig.

Einen öffentlichen Zugang zu Daten der weltweiten FondsIndustrie bietet für FondsVerwalter, Kapitalanleger und Investoren das Investment Company Institute (ICI). Bei den Informationen der Research Abteilung der National Association of U.S. Investment Companies, dem amerikanischen FondsVerband, müssen Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger aber auch mit Einschränkungen rechnen. Diese liegen vor allem im Bereich der Aktualität. Während die Daten für die FondsIndustrie in den USA bereits per Ende 2011 vorliegen, sind die Zahlen über die Entwicklung der FondsIndustrie aus 45 Ländern weltweit noch auf dem Stand Ende 2. Quartal 2011.

Aus der Gegenüberstellung der Daten von ICI und EPFR ergibt sich mit Blick auf die Mittelflüsse der Kapitalanlage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger ein diametrales Bild. Laut ICI betrug das Gesamtvermögen der analysierten Aktienfonds, Anleihenfonds, Mischfonds und Geldmarktfonds weltweit Ende 2. Quartal 2011 rund 25,9 Billionen US-Dollar. Das waren 4,5 Billionen US-Dollar mehr als im Vorjahr.

Die Kapitalanlage der FondsVerwalter, Kapitalanleger und Investoren in Aktienfonds hatte daran laut ICI den Löwenanteil mit 11,1 Billionen US-Dollar. Das entspricht einem Anteil von 42,0 Prozent. Anleihenfonds liegen an zweiter Stelle mit einem Volumen von 5,8 Billionen US-Dollar bzw. 23,0 Prozent. Dahinter folgen Geldmarktfonds mit einem Anteil von 19,0 Prozent bzw. 4,9 Billionen US-Dollar. Mischfonds, deren Volumen rund 3,0 Billionen US-Dollar entspricht, haben gemäß ICI einen Anteil von 11,0 Prozent. 55,0 Prozent aller analysierten Investmentfonds verortet ICI in den USA, 32,0 Prozent in Europa, 13,0 Prozent in Afrika und Asien.

Um für Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger eine Vergleichbarkeit mit den Datensätzen von EPFR herzustellen, ist die Verkaufsstatistik der ICI interessant. Danach sind im 1. Halbjahr 2011 rund 85 Milliarden US-Dollar netto der Kapitalanlage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger in Aktienfonds geflossen. In Anleihenfonds investierten Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren 157 Milliarden US-Dollar netto, Mischfonds flossen 102 Milliarden US-Dollar zu. Der Trend der Mittelabflüsse aus Geldmarktfonds setzte ich 2011 weiter fort. Im ersten Halbjahr flossen laut ICI -186 Milliarden US-Dollar der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter ab.

Während es für Aktienfonds weltweit im 1. Halbjahr 2011 noch nach einer positiven Entwicklung der Mittelflüsse aussah, machte das zweite Halbjahr mit seinem turbulenten Börsensommer der FondsIndustrie einen Strich durch die Rechnung. Laut EPFR zogen Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger rund -76,0 Milliarden US-Dollar aus der Kapitalanlage in Aktienfonds mit Schwerpunkt USA ab. Keine Region für Aktienfonds musste weltweit mehr Mittelabflüsse verkraften. Pauschal trifft das nicht auf alle US Aktienfonds zu. So konnte zum Beispiel der Swisscanto (LU) Equity Fund Selection North America B (ISIN: LU0230111667; WKN: A0MUQJ) sein FondsVolumen von 75,2 Millionen US-Dollar auf 160,4 Millionen US-Dollar per 30. Dezember 2011 innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln.

Für global investierende Aktienfonds wie den DJE – Dividende & Substanz P (EUR) (ISIN: LU0159550150; WKN: 164325) beliefen sich die Mittelabflüsse laut EPFR netto auf -31,0 Milliarden US-Dollar. Für Westeuropa ermittelte EPFR für 2011 Mittelabflüsse von -15,9 Milliarden US-Dollar. Selbst Aktienfonds mit Schwerpunkt BRIC hatten über das Gesamtjahr negative Mittelflüsse zu verzeichnen, wie die EPFR Daten zeigen.

Nicht in allen Märkten ging es mit Blick auf die Kapitalanlage der Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger nach unten. Aktienfonds, die ausschließlich in deutsche Unternehmen investieren wie der traditionsreiche Fondak A (ISIN: DE0008471012; WKN: 847101) von Allianz Global Investors (AGI) konnten laut EPFR rund 19,0 Milliarden US-Dollar netto an Mitteln gewinnen.

Weitere Ausnahmen in der schlechten Gesamtbilanz, die EPFR für Aktienfonds 2011 zeichnet, bilden einzelne Sektorenfonds. Zuflüsse von knapp 13,0 Milliarden US-Dollar verzeichneten zum Beispiel Fonds mit Schwerpunkt Rohstoffaktien wie der M&G Global Basics (ISIN: GB0030932676: WKN: 797735). Auch Aktienfonds mit Schwerpunkt Versorger und Immobilien (Reits – Real Estate Investment Trusts) konnten aus der Kapitalanlage der Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger je rund 3,8 Milliarden US-Dollar netto gewinnen.

Bei Anleihenfonds ist das Verhalten der Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer laut den Zahlen von EPFR eindeutig geprägt durch die Schuldenkrise in Europa. Danach verzeichnet allein die Anleihenfonds-Region Europa Mittelabflüsse im Umfang von -29,8 Milliarden US-Dollar. Am meisten von der Euroschwäche profitieren laut EPFR Anleihenfonds mit Schwerpunkt USA. Hier erhöhten FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger ihre Kapitalanlage 2011 um satte 62,3 Milliarden US-Dollar. Rund die Hälfte, 31,1 Milliarden US-Dollar netto, flossen in Anleihenfonds, die weltweit investieren. Die Anleihenmärkte in den Schwellenmärkten konnten laut EPFR auf Basis der entsprechenden Fonds rund 17,3 Milliarden US-Dollar mehr an Mitteln der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter verzeichnen.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Daten der EPFR zeigen, dass Berichte über einen pauschalen Vertrauensverlust der Investoren und Kapitalanleger in Investmentfonds der FondsVerwalter nicht zutreffen. Stattdessen suchen sie sich für die Kapitalanlage Märkte und Assetklassen aus, die für den Moment den negativen Nachrichten entgegenwirken sollen. Psychologisch ist dieses risikoaverse Verhalten nachzuvollziehen. Aber diese Bewegungen der Investoren und Kapitalanleger, die die EPFR Zahlen der Mittelflüsse in US-Dollar belegen, sind keine Indikatoren für eine antizyklische Strategie. Im Gegenteil spiegeln sie prozyklisches Verhalten wider. Für eine antizyklische Strategie in der Kapitalanlage reicht es allerdings auch nicht aus, die Mittelflüsse, die EPFR darstellt, als Kontraindikator zu betrachten. So müssen die fundamentalen und charttechnischen Marktdaten ebenfalls stimmen, damit die Möglichkeit, antizyklisches Potenzial für die Kapitalanlage zu heben, auch handfest unterstützt wird. Als unabhängiger FondsVerwalter agiert die SJB seit 24 Jahren erfolgreich auf Basis einer antizyklischen Strategie.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Fragen. Aktuell.
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