SJB-Bennewirtz-Fonds-Investoren-Frage: Warum will Bill Gross einen ETF auflegen?

12. Januar 2012 von um 21:20 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, FondsSparer und Kapitalanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Warum will Bill Gross einen ETF auflegen? Bill Gross ist der FondsManager des weltweit größten Fonds für die Kapitalanlage der Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer: Der Pimco Total Return (ISIN: LU0140355917; WKN: 814806) wurde 1987 aufgelegt. Das FondsVermögen des auf die globale Investition in Rentenpapiere aller Art spezialisierten Pimco Total Return beläuft sich auf 241 Milliarden US-Dollar. Geht es nach dem Willen von FondsManager Bill Gross, soll es ab März 2012 einen Variante des Rentenfonds als Exchange Traded Fund (ETF) geben. Zunächst für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren in den USA. Dabei soll der Pimco Total Return ETF zur neuen FondsGattung der aktiv gemanagten ETF gehören. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, nimmt das zum Anlass und stellt für FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger die FondsArt aktiv gemanagter ETF vor.

ETF sind passive Indexfonds. Das heißt, im Normalfall bilden diese Investments einen Vergleichsindex ab und folgen damit passiv seinem Verlauf. Ein einfaches Konzept, wie es scheint, bei dem Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer von klaren Voraussetzungen ausgehen können. Steigt ein Index, steigt auch mein ETF, fällt der Index, fällt auch der ETF.

So einfach ist es aber nicht, und durch eine der skurrilsten FondsInnivationen der letzten Zeit wird die Einschätzbarkeit für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren nicht besser. Erster Punkt, der FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger zum Nachdenken anregt: ETF werden in zwei Gruppen unterschieden. In solche, die die Wertpapiere des Index in Art, Güte und Gewichtung tatsächlich für das Portfolio anschaffen, und in solche ETF, die Portfolio und Wertentwicklung ihres Index auf Basis von Derivaten abbilden.

Zweiter Punkt: ETF sind für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger in Deutschland nicht automatisch gesetzlich geschützte Sondervermögen. Mehrfach hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) dies auf Anfrage der SJB bestätigt: Ein ETF ist dann ein Sondervermögen, wenn er von der Bafin im Einzelfall als solcher genehmigt ist. Diese Einzelfallentscheidung über die Zulassung eines ETF gilt auch für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren in den USA. Hier ist die Securities and Exchange Commission (SEC) dafür zuständig.

Bereits im März 2011 hatte sich die FondsGesellschaft Blackrock, Mutterhaus des weltgrößten ETF Anbieters ishares, die Genehmigung für die Auflage sogenannter aktiv gemanagter ETF eingeholt. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 620 Milliarden US-Dollar in 474 ETF weltweit ist ishares mit einem Marktanteil von rund 43,0 Prozent Marktführer in diesem Segment der FondsIndustrie.

In dieser Position als Marktführer sind Blackrock bzw. ishares bereit, Innovationen zu liefern, die ein Kernproblem der ETF für die Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger abmildern sollen. In volatilen Märkten wie 2011 ist auch die Wertentwicklung der ETF deutlichen Schwankungen unterworfen, weil die Investments stur und starr ihrem Vergleichsindex folgen sollen. Die Lösung für diesen Konstruktionsfehler für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger soll das Hybridprodukt aktiv gemanagter ETF bringen. Aktiv gemanagte ETF können im Vergleich zu „normalen“ Indexfonds auch unabhängig von der Zusammensetzung eines Vergleichsindex in Wertpapiere oder andere ETF investieren.

Zur Konstruktion aktiv gemanagter ETF gehört, dass die Portfoliobestände täglich veröffentlicht werden, statt nur einmal monatlich oder quartalsweise. Zudem können nicht nur die FondsGesellschaften Anteile an FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger ausgeben und zurücknehmen, sondern auch andere Handelspartner – sogenannte Authorized Participants (APs). Weiteres Merkmal: Diese aktiv gemanagten ETF können jederzeit zu ständig aktualisierten sogenannten „indikativen“ Nettoinventarwerten gehandelt werden. Diese werden für FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger von APs oder anderen Market Makern berechnet. Bei klassischen Investmentfonds wie dem FondsKlassiker Templeton Growth (ISIN: US8801991048; WKN: 971025) ermitteln die FondsGesellschaften nur am Ende jedes Handelstages Nettoinventarwerte.

In den USA gibt es bereits mehrere solcher aktiv gemanagten ETF, in Europa sind FondsIndustrie, Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren noch zurückhaltend gegenüber dieser FondsArt. Jetzt will Bill Gross, FondsManager des mit einem FondsVermögen von 241 Milliarden US-Dollar weltweit größten Fonds, dem Pimco Total Return, eine Lanze für diese FondsInnovation brechen.

Auf der Website seines Arbeitgebers Pimco, einem Tochterunternehmen der FondsGesellschaft Allianz Global Investors, stellte Bill Gross seine jüngste Idee vor. Danach soll der Pimco Total Return ETF bereits ab 1. März 2012 für FondsSparer, Kapitalanleger und Investoren in den USA verfügbar sein.

Natürlich hat der FondsManager große Ziele mit seiner Produktinnovation: „Der Total Return Fund ist der größte auf der Welt“, sagte Gross auf einer ETF Konferenz. „Wir erwarten, dass der Total Return ETF ebenfalls der größte sein wird.“ Ähnlich wie beim Total Return Fund soll der ETF Bruder für die Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger in Staats- und Unternehmensanleihen sowie Hypothekenpapiere bester Schuldnerqualitäten und mittlerer Laufzeiten aus aller Welt investieren.

Mit seinem Vorstoß will Gross auch wieder für überraschende Schlagzeilen sorgen, nachdem die Bilanz des Pimco Total Return 2011 schwächer ausfiel als gewöhnlich. So lag der Rentenfonds für seine Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer 2011 mit rund 4,2 Prozent im Plus. Bei seiner durchschnittlichen Rendite seit Auflage 1987 von +8,1 Prozent p.a. ist 2011 für die Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer kein erfolgreiches Jahr. Zum Dank flossen 2011 rund -5,0 Milliarden Euro netto der FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger aus dem Rentenfonds.

Gross hatte diese Entwicklung selbst forciert. Zu Beginn des vergangenen Jahres sprach der FondsManager den USA als Schuldner öffentlich die Qualität ab, die der Staat mit einem „AAA Rating“ nominell haben sollte. Gleichzeitig reduzierte Gross die Position der US-Staatsanleihen im Pimco Total Return. Den Kursanstieg der US-Staatsanleihen mit Laufzeit von zehn Jahren von +9,8 Prozent verpasste der FondsManager. Seine Antwort für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger in einem Brief vom Oktober 2011: „Mea Culpa“.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die gute Nachricht vorweg, Bill Gross will sich nicht zur Ruhe setzen und das Management seines Rentenfonds passiven Steuerern, sprich Computern überlassen. Er will weiter aktiv sein und zwar mit einer aktiv gemanagten ETF Version des Pimco Total Return. Was genau diese neue FondsArt für die Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger bringen soll, ist noch im Dunkeln. Wenn FondsManager zugunsten der Portfolios der ETF aktive Entscheidungen über Käufe und Verkäufe von Wertpapieren unabhängig von einem Vergleichsindex treffen, dann übernehmen sie die gleichen Aufgaben wie die FondsManager aktiv gemanagter Sondervermögen. Damit steigt für die FondsAnbieter der betriebliche Aufwand für das Management der ETF. Ein wesentliches Argument: ETF seien eine kostengünstige Variante für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger ist damit passé. Dass die Anbieter von ETF nach Lösungen suchen, mit den durch volatile Kapitalmärkte ausgelösten Schwankungen in der Bilanz fertig zu werden, ist verständlich. Das Konzept aktiv gemanagter ETF ist hier eher eine hilflose Antwort, damit ein praktisch aktiver Fonds weiter mit dem Label ETF an Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger vermittelt werden kann. Aus Sicht der SJB ist das eine Mogelpackung. Ein bisschen aktiv gibt es nicht.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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