SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Soll ich meine US-Fonds wegen Obamas neuem Konjunkturprogramm verkaufen?

07. September 2011 von um 21:36 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Kaufen-Barack Obama-US-Fonds? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Soll ich meine US-Fonds wegen Obamas neuem Konjunkturprogramm verkaufen? Barack Obama gibt den Fiskalpolitiker. In einer Rede vor dem Kongress am Donnerstag, 08. September will der US-Präsident ein Konjunkturprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen ankündigen. Umfang: 300 Milliarden US-Dollar. Das ist das 200-fache der Schäden, die Hurrikan Irene an der US-Ostküste angerichtet hat. Der finanzielle Schaden für Fonds und ihre Anleger durch Obamas Schuldenpolitik könnte größer sein. Politische Beobachter erwarten die Rede mit Spannung, private Anleger und institutionelle Investoren eher mit Sorge. Die Schuldenkrise in Europa und der Welt treibt die Börsen in den Abwärtskanal. Aktien und Fonds sausen in den Keller. Verwundert fragen sich Anleger, FondsBesitzer und Vermögensverwalter wie die SJB: Das zähe Ringen mit den Republikanern um den Schuldenbremse in der US-Verfassung ist kaum vorbei, schon gießt der US-Präsident neues Öl ins Feuer der Märkte. Was soll diese inflationäre Geldvermehrung ohne Substanz? Investoren, Anleger und Sparer sind zu recht besorgt. Ist Fiskalpolitik mit der Gießkanne die richtige Methode, die müde US-Wirtschaft aufzuwecken, so dass auch Fonds mit Schwerpunkt USA davon profitieren können? SJB FondsBerater Gerd Bennewirtz, langjähriger Marktexperte aus Korschenbroich ordnet die Lage für Investoren, Sparer und Anleger ein.

300 Milliarden US-Dollar. Soviel will Barack Obama voraussichtlich an öffentlichen Geldern in die lahmende US-Wirtschaft pumpen. FondsManager und Investoren reiben sich bei diesen Zahlen die Augen: 170 Milliarden US-Dollar sollen in die Verlängerung auslaufender Lohnsteuersenkungen für Arbeiter und Zuwendungen für Arbeitslose fließen. Der Rest in Infrastrukturprojekte. „Es gibt genügend zu tun, und die Arbeiter stehen bereit“, hatte Obama am Montag anlässlich des Labor Day vor 13.000 Zuschauern in Detroit gesagt. An diesem Tag wurden die Anleger in Deutschland erneut geschockt. Der Dax gab 5,3 Prozent ab und schloss mit 5.246,18 Punkten so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren. Auch die Wertentwicklung von Fonds war von diesem neuen Negativszenario betroffen. In der Vergangenheit galt bei Sparern und Investoren genauso wie bei FondsHäusern wie die SJB der Satz: „Wenn Amerika hustet, bekommt Europa die Grippe“. Allein die Angst vor einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung in den USA löste hierzulande Abwärtstrends aus, auch bei Fonds. Häufig irrational, kaum fundamental begründet. Der amerikanische Konsument galt bei Analysten und Anlegern als Konjunkturmotor der Weltwirtschaft, der auch Fonds kräftig nach oben zog. Das große Strukturproblem der USA: Diese Kraftprotzerei war vor allem aufgepumpt. Wachstum gab es vor allem Dank neuer Schuldenmacherei. Per April 2011 rangiert der Schuldenstand in den USA bei 99,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dabei herrscht bereits in neun von 50 US-Staaten Haushaltsnotstand mit Defiziten von mehr als 20 Prozent. Die 300 Milliarden US-Dollar der neuen Konjunkturspritze wird die Staatsverschuldung näher an die 100 Prozent hieven. FondsInvestoren reagieren sensibel und skeptisch auf diese Entwicklung. Laut dem Investment Company Institute (ICI), dem US-Branchenverband für Investmentfonds und Indexfonds (Exchange Traded Funds ETF) sind aus US-Fonds Assetklassen übergreifend im Juli 2011 rund 21,5 Milliarden US-Dollar netto an Anlegergeldern geflossen. Damit haben sich die Mittelabflüsse aus den Fonds nach rund 8,8 Milliarden US-Dollar im Juni 2011 vervielfacht. Vor allem Aktienfonds haben gelitten. Hier stiegen die Mittelabflüsse der Investoren und Sparer von 22,9 Milliarden US-Dollar im Juni auf 31,6 Milliarden US-Dollar im Juli 2011. Andere Assetklassen mussten die schlechte Bilanz der Aktienfonds ausgleichen. Natürlich verfolgt Friedensnobelpreisträger Obama mit seiner Finanzspritze für die US-Konjunktur klare Ziele: Der US-Präsident will die für die US-Wirtschaft ungewöhnlich hohe Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent senken. Mehr Menschen im Job heißt: Mehr Konsum, heißt bessere Unternehmenszahlen und höhere Erträge für Fonds und ihre Anleger. Fiskalpolitik wie aus dem Lehrbuch. Gleichzeitig will Obama die marode Infrastruktur in den USA verbessern. Seinen Traum von mehr Energieeffizienz und Hochgeschwindigkeitszügen an der Ostküste hat auch Hurrikan Irene nicht weggefegt. Es wird spannend, woher Obama die Mittel für sein Konjunkturprogramm nehmen will. Es soll Einsparungen an anderer Stelle geben, heißt es bisher. Investoren und FondsManager dürfen gespannt sein.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Die USA kämpfen gegen einen inneren Schweinehund: Die Annahme, Wachstum gäbe es nur durch neue Schulden. Hier hilft nur Umdenken. Klasse vor Masse. Vorher sind die USA für Anleger und Sparer kaum ein antizyklisches Investment in Fonds wert. Die SJB empfiehlt deshalb, das Prinzip des „Leverage-Effekt“ aus allen betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern zu streichen. Auch aus denen für Fonds. Wer eine hohe Eigenkapitalrendite nicht durch solides und profitables Wirtschaften erzielt, sondern nur dadurch, dass der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital immer kleiner wird, ist auf dem Holzweg, der in die Überschuldung führt. In Deutschland hat der Gesetzgeber die Nutzung von Fremdkapital in Fonds verboten. Das ist eine echte „Konjunkturspritze“, die sich in Krisenzeiten auszahlt. Für Investoren, Anleger, FondsManager und die Volkswirtschaft. Obamas Konjunkturpaket wertet die SJB nicht als positives Signal, dass die US-Ökonomie auf Erholungskurs einschwenken wird. Das strukturelle und mentale Problem der US-Wirtschaft wird nicht gelöst, sondern verfestigt. Wir raten Anlegern zu Zurückhaltung auf dem US-Markt.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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