SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Warum will die Postbank nur noch Fonds der Deutschen Bank vertreiben?

03. Januar 2012 von um 18:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag!  SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, FondsSparer und Kapitalanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Warum will die Postbank nur noch Fonds der Deutschen Bank vertreiben? Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge wird es für FondSparer, Investoren und Privatanleger bei der Postbank in Zukunft für die Kapitalanlage ausschließlich Investmentfonds der Deutschen Bank bzw. deren FondsTochter DWS geben. Damit will die Deutsche Bank, die seit Ende 2010 die Mehrheit an der Postbank besitzt, das Vertriebsnetz der mehr als 1.100 Filialen des Bonner Kreditinstituts exklusiv für hauseigene Produkte nutzen, berichtet die FTD. Investoren, FondsSparer und Privatanleger stünden damit bei der Postbank vor derselben Situation wie bei einer Kapitalanlage bei Sparkassen oder Volksbanken. Diese Institutsgruppen vertreiben ebenfalls ausschließlich Investmentfonds der Tochterunternehmen Deka bzw. Union Investment. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, stellt die Hintergründe dieser Entwicklung für Investoren, FondsSparer und Privatanleger zusammen.

„Der Verkauf konzernfremder Investmentfonds durch Postbank Berater habe keine Zukunft mehr.“ Diese klare Position hat die FTD aus „Bankkreisen“ erfahren, wie die Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Für Investoren, Privatanleger und FondsSparer wird klar: Die Deutsche Bank drückt bei der Integration der Postbank in den Finanzkonzern aufs Tempo. Die Mittel und strategischen Optionen dafür hat die Bank.

So erinnert die FTD interessierte FondsSparer, Privatanleger und Investoren daran, dass die Deutsche Bank seit Ende 2010 Mehrheitseigner der Postbank ist. Im Februar 2012 kann der Anteil sogar auf 90 Prozent steigen. Dabei stehen sich mit der Deutschen Bank und der Postbank im FondsGeschäft zwei komplementäre Partner gegenüber.

Durch die Mehrheitsbeteiligung an der Postbank hat die Deutsche Bank Zugriff auf rund 14 Millionen Investoren, FondsSparer und Privatanleger bekommen, die über ein Filialnetz von 1.108 Filialen mit Finanzdienstleistungen versorgt werden, berichtet die FTD. Die Anlageberatung und Vermögensverwaltung mit Investmentfonds gehört dabei laut FTD nicht zum Kerngeschäft der Postbank. Gerade 17 Publikumsfonds hat die Postbank laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) für Privatanleger, FondsSparer und Investoren aufgelegt. Zum Beispiel den Investmentfonds Postbank Europafonds Aktien (ISIN: DE0009797720; WKN: 979772). Gerade 1,4 Milliarden Euro aus der Kapitalanlage der FondsSparer, Privatanleger und Investoren verwaltet die Postbank in den Portfolios ihrer Investmentfonds. Bei der auf das Privatkundengeschäft spezialisierten FondsTochter der Deutschen Bank, der DWS, kumulieren sich laut BVI rund 95 Milliarden Euro in 561 Investmentfonds.

Bisher galt die Postbank als grundsätzlich offen für den Vertrieb von Investmentfonds, die nicht aus dem eigenen Hause kommen. Derzeit bietet die Postbank auf ihrer Website 3.628 Investmentfonds als handelbar an. Zum Vergleich: Die SJB bietet für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren aktuell rund 6.900 Investmentfonds von 123 Kapitalanlagegesellschaften (KAG) an. Das sind knapp 100 Publikumsfonds mehr, als die Investmentstatistik des BVI ausweist. Der Grund: Die französische FondsGesellschaft Carmignac meldet keine Daten an den BVI, an die SJB schon.

Mit dem riesigen Angebot an Publikumsfonds lässt die Postbank ihre Investoren, FondsSparer und Privatanleger nicht allein. Zusätzlich bietet die Postbank eine kompakte Auswahlliste an, die die Zahl der bevorzugten Investments und Anbieter der FondsIndustrie auf unter ein Prozent eindampft. Gerade 32 Investmentfonds von sechs KAG schaffen es auf die „FondsListe“.

Zu den „Auserwählten“ für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren gehören zwölf der Deutschen Bank bzw. DWS, zehn Investmentfonds der Postbank, sieben der M&G, zwei von Fidelity und einer der Allianz Global Investors.

Zu den für die bevorzugte Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger der Postbank bevorzugten Investmentfonds zählen unter anderem der M&G European Corporate Bond Fund (ISIN: GB0032178856; WKN: 157024), der Fidelity Funds – European Growth Fund (ISIN: LU0048578792; WKN: 973270), der DWS Invest BRIC Plus (ISIN: LU0210302013; WKN: A0DP7Q) oder der Allianz-RCM Rohstoffonds (ISIN: DE0008475096 WKN: 847509).

Geht es laut FTD nach dem Willen des Mehrheitsgesellschafters Deutsche Bank, soll mit dieser FondsVielfalt für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren bei der Postbank bald Schluss sein. Dafür gibt es gute Gründe. So wolle die Deutsche Bank Imageschäden und Haftungsfälle vermeiden, falls Investmentfonds, die über die Postbank vertrieben werden, straucheln, schreibt die FTD. Als Beispiel wird in der FTD der Fall des derzeit eingefrorenen offenen Immobilienfonds CS Euroreal (ISIN: DE0009805002; WKN: 980500) genannt, für den zwischen der Credit Suisse und der Postbank eine Vertriebskooperation bestand.

Derzeit werden für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger der Postbank die beiden offenen Immobilienfonds grundbesitz europa (ISIN: DE0009807008; WKN: 980700) und Grundbesitz global (ISIN: DE0009807057; WKN: 980705) favorisiert. Beides sind Publikumsfonds der Immobilientochter der Deutschen Bank RREEF.

Natürlich hat die Deutsche Bank mit ihrer Entscheidung, die Postbank als exklusiven Vertriebskanal für die Investmentfonds der DWS zu nutzen, noch einen anderen Hintergrund: Im Gegensatz zur hauseigenen Vermögensverwaltung für institutionelle Investoren, die unter dem Dach der db advisors zusammengefasst ist, steht das FondsGeschäft der DWS für Privatanleger, FondsSparer und Investoren nicht zur Disposition.

Um bis Juli 2012 die strengeren Eigenkapitalvorgaben einer Kernkapitalquote von 9,0 Prozent zu erfüllen, muss auch die Deutsche Bank Vermögenswerte losschlagen. Die Entscheidung fiel zugunsten der DWS und gegen db advisors aus, weil das FondsGeschäft für FondsSparer, Investoren und Privatanleger eine kontinuierlichere und zuverlässige Ertragsquelle bei stärker diversifiziertem Risiko sei. Auf diesen Umstand wies die FTD bereits Ende 2011 hin.

Dabei zeigt ein Blick in die Investmentstatistik des BVI, dass eine Stärkung der DWS mit Blick auf den Vertrieb von Publikumsfonds an Investoren, Privatanleger und FondsSparer für die Deutsche Bank notwendig zu sein scheint. So hat allein die deutsche DWS Investment GmbH zwischen Januar und Oktober 2011 rund -1,8 Milliarden Euro netto aus der Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger verloren. Nur bei der Deka, Union Investment und der Allianz Global Investors waren die Nettomittelabflüsse stärker.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Mit mehr als 6.800 Investmentfonds, die in Deutschland zum Vertrieb an Investoren, FondsSparer und Privatanleger zugelassen sind, herrscht hierzulande ein Überangebot an Fonds. Die Folge werden Konzentrationsprozesse in der FondsIndustrie sein. Dass die Deutsche Bank mit Blick auf die Beschneidung der Vertriebsoptionen der Postbank auf ausschließlich konzerneigene Fonds hier einen Schritt macht, ist aus der betriebswirtschaftlichen Sicht des Finanzkonzerns verständlich. Aber die Maßnahme zeigt, dass die Deutsche Bank die Bedürfnisse der FondsSparer, Investoren und Privatanleger noch nicht wirklich verstanden hat. Privatanleger, Investoren und FondsSparer wollen mehr Überblick über Investmentfonds. Ein Überangebot schreckt sie ab. Auch die laut FTD mehr als 560 Publikumsfonds der DWS sind ein Überangebot. Das haben Investoren, FondsSparer und Privatanleger der Deutschen Bank und DWS mit ihren Mittelabflüssen unter anderem klarmachen wollen. Die Botschaft ist nicht angekommen, wenn die erste Lösung der Deutschen Bank zu sein scheint, die gleiche „Masse“ nur über einen neuen „exklusiven“ Kanal anzubieten. Vielversprechender für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren ist die Kontaktaufnahme mit einem unabhängigen FondsVerwalter wie der SJB. Hier geht es um qualitative individuelle FondsAuswahl.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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