SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Warum macht mehr Nachfrage Indexfonds komplexer?

18. November 2011 von um 18:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Kaufen-Fonds-FondsAuswahl?: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum macht mehr Nachfrage Indexfonds komplexer? Die Nachfrage und das Angebot der FondsIndustrie an börsengehandelten Indexfonds in Europa für die Geldanlage der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter ist in den vergangen Jahren steil nach oben gegangen. Das FondsVermögen hat sich knapp verfünffacht. Die Zahl dieser passiven Fonds mehr als versiebenfacht. Besonders angezogen hat die Entwicklung dieser vermeintlich einfachen und kostengünstigen Alternativen der FondsIndustrie zu aktiv gemanagten Investmentfonds als Geldanlage der Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren seit Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise im Sommer 2007. Jetzt soll diese Nachfrage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger schuld daran sein, dass Indexfonds immer komplexer und intransparenter werden. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, stellt für Investoren und Kapitalanleger die betriebswirtschaftlichen Hintergründe dar, die hinter dieser kruden Aussage stecken. Trotz „Churning“ ist bei passiven Fonds der FondsIndustrie nicht alles in Butter.

Indexfonds sind seit rund zehn Jahren für die Geldanlage privater Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter auf dem deutschen Markt. Erster Anbieter für passive Fonds der FondsIndustrie war „Indexchance“. Inzwischen ist das Unternehmen in der Blackrock Tochter ishares aufgegangen. Grundidee der Indexfonds ist die passive Abbildung eines Wertpapierindex. Hauptargumente für diese Konstruktion aus Sicht der FondsIndustrie seien mehr Transparenz und geringe Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Investmentfonds für die Geldanlager der Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren. So lägen laut der FondsGesellschaft Blackrock die durchschnittlichen Kosten eines aktiv gemanagten Aktienfonds für europäische Aktien bei 1,87 Prozent der Geldanlage pro Jahr. Ein passiver Fonds im selben Investmentuniversum würde FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger 0,30 Prozent der Geldanlage pro Jahr kosten.

Diese Argumente sind in letzter Zeit in die Kritik geraten. Auch aus der FondsIndustrie selbst. „Wir glauben, dass viele der aktuellen Kritikpunkte gerechtfertigt sind“, sagt Mark Bubeck von ishares, Marktführer der FondsIndustrie bei Indexfonds. Besonderen Auftrieb haben die Kritiker durch die Milliardenverluste der Schweizer UBS durch Fehlspekulationen eines Londoner Händlers erhalten, bei denen auch passive Fonds eine Rolle spielten.

Dabei haben sich Nachfrage und Angebot der Indexfonds der FondsIndustrie für die Geldanlage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger mittelfristig rasant entwickelt. 2005 gab es nach Angaben der FondsGesellschaft Blackrock gerade 165 passive Fonds auf dem FondsMarkt für die Geldanlage in Europa. 2011 ist die Zahl der Indexfonds der FondsIndustrie auf 1.208 angewachsen. Ursprünglich waren die passiven Fonds in erster Linie für institutionelle Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter gedacht. Ein technisches Finanzprodukt zur Absicherung unerkannter Marktrisiken, z.B. in Aktienmärkten der Schwellenländer.

Tatsächlich überwiegt weiterhin die Geldanlage institutioneller Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger im FondsVermögen der Indexfonds der FondsIndustrie. Gerade zehn bis 15 Prozent der rund 194,0 Milliarden Euro, die in europäischen Indexfonds angelegt sind, stammen aus der Geldanlage privater Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter. In Relation zum FondsKapital aktiv gemanagter Investmentfonds, das laut European Fund and Asset Management Association (EFAMA) per 2. Quartal 2011 bei rund 5,92 Billionen Euro liegt, haben passive Fonds in der FondsIndustrie einen Marktanteil an der Geldanlager der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter von gerade 3,3 Prozent.

Die Befürchtung, die Geldanlage in Indexfonds würden sich zum systemischen Problem für FondsVerwalter der FondsIndustrie sowie die Investoren und Kapitalanleger entwickeln, scheint übertrieben. Die Problematik der passiven Fonds steckt im Detail. Inzwischen haben sich in der FondsIndustrie für FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger drei grundsätzliche Unterscheidungskriterien von Indexfonds herausgebildet. Diese enthalten unterschiedliche Risikoprofile für die Geldanlage der Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger.

Erste Unterscheidung: Werden die passiven Fonds börsengehandelt oder nicht? Können Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter FondsAnteile der Indexfonds für ihre Geldanlage über die Börse kaufen und verkaufen, gehören sie zur Gruppe der sogenannten Exchange Traded Funds (ETF). Können die FondsAnteile der Indexfonds nicht über die Börse gehandelt werden, bleibt in der Geldanlage nur der direkte Austausch mit anderen Handelspartnern in „Over-the-counter“ (OTC) Geschäften oder direkt mit der FondsIndustrie.

Ob ein Indexfonds ein ETF ist, hängt auch am zweiten Unterscheidungsmerkmal, das Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter bei der Geldanlage beachten müssen. Hat der Indexfonds die Wertpapiere des Index, den er abbildet, im Bestand oder bildet er den Indexverlauf über Derivate ab? Ist letzteres der Fall, gehört ein Index zu den sogenannten Swap-ETFs. In diesem Fall bürgt ein oder mehrere Swap Partner für die Einlage in Form eines Barausgleichs, der dem Verlauf eines Wertpapierindex, dem der Indexfonds folgen will, entspricht. Für das Management dieser Geldanlage Konstruktion der FondsIndustrie ist wesentlich weniger Kapitalaufwand notwendig. Erstens müssen von der FondsIndustrie keine Transaktionsgebühren für das ständige Anpassen eines Wertpapierportfolios an die Gewichtungen des Index entrichtet werden. Zweitens muss nur ein Bruchteil der Geldanlage der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter tatsächlich investiert werden.

Der Grad der Komplexität und des Einsatzes von Derivaten der Indexfonds beeinflusst auch das dritte für die Geldanlage der Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren maßgebliche Kriterium für Indexfonds. Ist ein Indexfonds für die Geldanlage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger ein gesetzlich gesichertes Sondervermögen oder nicht? Die Antwort auf diese Frage hängt einzig und allein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ab. Lässt die Bafin einen Indexfonds als Sondervermögen zu, dann ist dieser Indexfonds ein Sondervermögen. Die Bafin hat diese Rechtsposition auf Anfrage der SJB mehrfach bestätigt.

Bemerkenswert an dieser zunehmenden Komplexität und technischen Raffinesse der Indexfonds für die Geldanlage ist die Auffassung, diese Entwicklung sei die Folge der zunehmenden Nachfrage der FondsVerwalter, Investoren und Kapitalanleger nach Indexfonds selbst. Dahinter steht eine kostenorientierte betriebswirtschaftliche Perspektive der FondsIndustrie. So betont zum Beispiel das US Finanzmagazin „Forbes“ sinngemäß: „Die größte Rendite erhalten Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter, indem sie keine Rendite durch Kosten für die Geldanlage verlieren.“ Die Empfehlung von Forbes an FondsVerwalter, Kapitalanleger und Investoren lautet deshalb: „Kauft mehr Indexfonds!“ Warum macht Forbes das?

Weil das Prinzip: „Mehr Rendite durch weniger Kosten“ auch für die FondsIndustrie selbst gilt. Je weniger Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger die kostspielige Qualität aktiven FondsManagements für die Geldanlage nachfragen, desto kleiner würde die Kostenquote für die FondsIndustrie ausfallen, sollten irgendwann passive Indexfonds aktive Investmentfonds in der Geldanlage überwiegen.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Inzwischen hat die FondsIndustrie festgestellt, dass diese simple Kosten-Leistungsrechnung für Indexfonds nicht aufgeht. Steigt die Nachfrage nach Indexfonds, steigt auch der Pflege- und damit Kostenaufwand. Erstens muss die Kommunikation mit einer größeren Anzahl der privaten Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter vermehrt und intensiviert werden. Zweitens müssen Maßnahmen finanziert werden, wie die Portfolios der Indexfonds in fallenden Marktphasen vor dem Mitmachen kompletter Abschwungphasen geschützt werden. Solche Entwicklungen wegen Passivität rufen auch in der Geldanlage der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter in Indexfonds Unzufriedenheit hervor, die in dem Aufwand des Managements nicht einkalkuliert waren. Die Lösung der FondsIndustrie der Indexfonds sieht bisher so aus, den Kostendruck durch eine größere Produktkomplexität wie Swap-ETFs zu mindern. Statt aktiv effektive Wertpapiere an den Börsen zugunsten der Portfolios der Indexfonds umzusetzen, beschränken sich viele Anbieter von Indexfonds der FondsIndustrie auf technische und kostengünstigere Finanztransaktionen durch Derivate. Deshalb leisten Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren durch ihre Gebühren für die Geldanlage in Indexfonds nicht nur Deckungsbeiträge, sondern liefern Zusatzerträge für die FondsIndustrie. Dieses Prinzip läuft in der FondsIndustrie unter dem Begriff „Churning“, zu Deutsch „Buttern“, indem Sahne solange geschlagen wird, bis sie Butter ist. Zum Dank erhöhen diese Maßnahmen die Risiken der Geldanlage aus Sicht der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter. Die Kritik an Indexfonds der FondsIndustrie ist durchaus berechtigt.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Fragen. Aktuell.
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