SJB-Bennewirtz-Fonds-Markt-Frage: Was kostet der Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone ?

13. September 2011 von um 18:09 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Eurozone–Währungsreform? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Was kostet der Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone ? Auf rheinische Kaufleute, wie Vermögensverwalter Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Berater der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, ist Verlass. Statt von „Titanenkampf“ und „Währungsreform“, „Bankenkrise“ und „Krise der Eurozone“ zu sprechen, fragt er stellvertretend für viele Investoren und Anleger: „Was kostet das Ganze?“ Die Rechnung, die deutsche Politiker wie Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer aufgemacht haben, Griechenland aus der Eurozone zu werfen und pleite gehen zu lassen, wurde zwar für den Stammtisch, aber ohne Wirtschaft, Investoren und Anleger gemacht. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) liegt die Staatsverschuldung von Griechenland im Ausland bei rund 450 Milliarden Euro. Müsste der Mittelmeerstaat die Eurozone verlassen und eine Währungsreform einleiten, könnten Gläubiger wie Banken, Staaten und Investoren je nach Geschäftsverträgen ihre Forderungen abschreiben. Wer wäre als Anleger von den Folgen einer griechischen Währungsreform betroffen? Geht es nach Guntram Wolff, Experte des Thinktanks Bruegel in Brüssel, sei das „ein Lotteriespiel“ für Investoren und Anleger. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich liefert als Berater in Vermögensfragen Antworten für Investoren und Anleger.

Um die Frage zu beantworten, was der Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone und eine griechische Währungsreform kosten würden, lohnt es sich, den Euro zweimal umzudrehen. Die Sache mit der Währungsreform hat für Investoren, Anleger, Vermögensverwalter und FondsBeratung zwei Seiten. Eine aus Sicht von Griechenland, dem wegen seiner Finanzen die Pleite und die Währungsreform droht. Und eine aus Sicht der Volkswirtschaften der Eurozone, mit denen die Griechen vor einer Währungsreform durch Handel, Euro, Finanzen und Geldanlage wirtschaftlich eng verknüpft sind.

Nach Schätzungen der Schweizer Großbank UBS würde jeden Griechen der Austritt aus der Eurozone im ersten Jahr zwischen 9.500 und 11.500 Euro kosten. Die Gesamtkosten einer Währungsreform würden bei der 40- bis 50-fachen Wirtschaftsleistung von Griechenland liegen. Für Investoren, Anleger, Vermögensverwalter und FondsBeratung der Eurozone sind das keine guten Daten. Die Kosten entstehen aus ganz praktischen Gründen. Die griechische Notenbank müsste wegen der Währungsreform neue Geldscheine, griechische Drachmen, drucken. Experten der Bremer Landesbank schätzen, dass es mindesten ein halbes Jahr dauern würde, um nach einer Währungsform die Finanzen wieder zu ordnen und die Bevölkerung, darunter Anleger und Investoren, vollständig mit dem neuen alten Bargeld zu versorgen. Schneller würde es mit einer Idee des US-Volkwirts Tyler Cowen gehen. Danach müssten sich Investoren und Anleger wegen der Währungsreform auf einen unangekündigten Bankfeiertag einstellen. Die Geheimhaltung ist wichtig, sonst würden verunsicherte Investoren und Anleger in Panik ihre Geldanlage abziehen und die Banken stürmen. Danach könnten die Banken umgestempelte Euroscheine, die Gemeinschaftswährung der Eurozone, ausgeben. Diese Scheine hätten einen festen Wechselkurs gegenüber Euro und Eurozone. Nach Auskunft der UBS und entsprechenden Analysen dürften die Drachme nach der Währungsreform rund 60 Prozent an Wert verlieren. Damit steigt für Investoren und Anleger in Fonds die Gefahr einer Pleite von Griechenland.

Auch ohne dieses Risiko ist das Szenario einer griechischen Währungsreform für Anleger, Geldanlage und Investoren in der Eurozone finster. „Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone droht eine Kernschmelze im Bankensektor und eine Depression nach sich zu ziehen“, mahnt zum Beispiel Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Diese Entwicklung bis hin zur Währungsreform träfe auch die Finanzen der exportabhängigen deutschen Wirtschaft. Davon sind Investoren, Anleger und FondsBeratung überzeugt. Sollten die Auslandsschulden Griechenlands, die sich vor einer Währungsreform auf rund 450 Milliarden Euro summieren, in die neue Landeswährung konvertiert werden, würden Investoren und Anleger das wohl als Zahlungsausfall werten. Ein Vertrauensschock bei Banken und Investoren wäre die Folge, auch wenn Griechenland nach einer Währungsreform nicht mehr Teil der Eurozone wäre. Der Interbankenhandel würde wie bei der Lehman Pleite 2008 zusammenbrechen. So sehen es die Experten für internationale Finanzmärkte am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Ähnlich wie es Russland in der Russlandkrise 1998 erging, könnte Griechenland nach einer Währungsreform die Finanzen des Staates über Jahre nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren. Ein Ausscheiden von Griechenland aus der Eurozone würde die Wahrscheinlichkeit einer Pleite und eines Staatsbankrotts für Investoren und Anleger erhöhen.

Warum ausgerechnet Deutschland den Austritt Griechenlands aus der Eurozone und damit Pleite und Währungsreform des Landes forciert, ist für Investoren, Anleger und FondsRatgeber kaum verständlich. Die Bundesregierung kann wegen der Niedrigzinspolitik der für die Eurozone zuständigen Europäischen Zentralbank (EZB) die Hilfskredite für Griechenland praktisch zinslos finanzieren. Im Gegenzug muss Griechenland trotz maroder Finanzen hohe Zinsen zahlen. Nach Auskunft der Bremer Landesbank hat Deutschland bereits einen Krisengewinn von 25 Milliarden Euro erzielt. Deutschland, seine Unternehmen, Investoren und Anleger profitieren noch mehr von einer stabilen Eurozone. Berechnungen zufolge ist die deutsche Wirtschaft trotz Krise der Eurozone in den vergangenen zwei Jahren 2,0 bis 2,5 Prozentpunkte schneller gewachsen, als mit einer eigenen Währung. Das entspricht einem Kapitalvolumen von rund 50 bis 60 Milliarden Euro. Diese Daten sprechen nicht für Forderungen nach einer Währungsreform in Deutschland.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Bundeskanzlerin Merkel hat recht: „Jeder sollte seine Worte vorsichtig wählen“. Wenn Wirtschaftsminister Rösler und CSU-Chef Seehofer den Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone und eine griechische Währungsreform fordern, kalkulieren sie eine Pleite des Landes ein. Nicht kalkuliert haben sie die Folgen dieser Maßnahme für die deutsche Wirtschaft. Investoren, Anleger und FondsBeratung müssen weiter denken als Politiker. Sie haben die Vermögensplanung im Blick. Das Kapital der Investoren muss auf den Finanzmärkten arbeiten, die die Politik durch ihren vielstimmigen Chor stark belastet. Wer leichtfertig eine Währungsreform in Griechenland oder in Deutschland, aber auch das Ende der Eurozone fordert, unterschätzt die Kosten und die Folgen für Wirtschaft und Finanzen. FondsBeratung, FondsAnalyse und FondsVerwalter wie die SJB weisen Investoren und Anleger täglich darauf hin, was ein Ende der Eurozone für Investments und Geldanlage bedeutet.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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