SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Welche Gesetze sorgen für Anlegerschutz in Europa?

30. September 2011 von um 21:24 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Kaufen-Anlegerschutz-MiFID? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welche Gesetze sorgen für Anlegerschutz in Europa? Die EU Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive – MiFID) ist das maßgebliche europäische Regelungswerk für die Kapitalmarktaktivitäten der Privatanleger, Investoren und FondsVerwalter. Seit 1. November 2007 regelt und harmonisiert die MiFID europaweit die Bedingungen für den Wertpapierhandel an der Börse. Sie gilt auch für Fonds. Zudem soll die MiFID den Anlegerschutz für Investoren und Kapitalanleger in Europa verbessern. Das soll durch Verhaltens- und Transparenzpflichten für FondsVerwalter und Beratung in Sachen Geldanlage geschehen, die die MiFID erlässt. Darüber hinaus soll der Wettbewerb zwischen Handelsplattformen für Kapitalmarktakteure wie Privatanleger Fonds und FondsVerwalter gefördert werden. Hierzulande wird die MiFID durch das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz (FRUG) für FondsVerwalter, Investoren und Privatanleger in deutsches Recht umgesetzt. Durch das FRUG ändern sich in Deutschland verschiedene Einzelgesetze zum Kapitalmarktrecht. Schwerpunkt sind das Wertpapierhandelsgesetz, das Kreditwesengesetz und das Börsengesetz. Seit Inkrafttreten der MiFID wurde die deutsche Rechtslage zum Teil deutlich an europäische Standards angepasst, auch mit Blick auf den Anlegerschutz für Privatanleger und FondsVerwalter wie die SJB. Der Anlegerschutz als Ziel der MiFID ist bereits in der Präambel der Rechtsverordnung, Abs. 31 festgelegt. Die Bestimmungen zum Anlegerschutz nehmen Abschnitt 2, Artikel 19 bis 24 ein. FondsBerater Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, kommt seiner Funktion als Ratgeber in Geldanlage und Finanzen nach und fasst für Investoren und Privatanleger die wesentlichen Inhalte der MiFID zum Anlegerschutz zusammen.

Die vor dem Hintergrund des aktuellen Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) zu den Lehman Zertifikaten aufgekommene Diskussion der Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter zum Thema Anlegerschutz rückt die Rolle des Gesetzgebers beim Anlegerschutz wie sie die MiFID für Europa gewährt in den Mittelpunkt, auch beim FondsVerwalter SJB. Für welche Risiken bei Geldanlage und Finanzen soll der Staat als Gesetzgeber für Investoren, Privatanleger und auch FondsVerwalter gesetzlichen Anlegerschutz gewähren? Dafür ist es notwendig die Rollenverteilung bei den Themen Börse, Fonds, Investments und Geldanlage zu definieren. Dabei hilft das Model „Prinzipal-und-Agent“. Dieses Model wird sowohl für politische, als auch ökonomische Prozesse angewendet und hilft die Ausgangsituation bei Diskussionen um den Anlegerschutz und die MiFID zu verstehen. Für die Rollenverteilung der Investoren, Privatanleger sowie FondsVerwalter und FondsManager hat unter anderem die London School of Economics eine grundlegende Studie entwickelt.

Die Prinzipale sind die maßgeblichen Akteure eines Entwicklungsprozesses. Sie wählen Agenten aus, damit sie vor den relevanten Institutionen die Interessen der Prinzipale vertreten. In der parlamentarischen Demokratie ist der Prinzipal die Wählerschaft, die ihre Interessensvertreter wählt, bzw. bestimmt. Agenten sind demnach Abgeordnete oder Verbände. Am Kapitalmarkt haben Investoren und Privatanleger die Rolle der Prinzipale. Diese Rolle will die MiFID stärken. Als Marktteilnehmer wählen sie ihre FondsVerwalter und FondsManager, die aus Basis einer strategischen Vermögensplanung ihre Interesse am Kapitalmarkt allokieren. FondsVerwalter wie die SJB sorgen als Agenten für die Beratung bei der Geldanlage und helfen Investoren bei der Auswahl adäquater Finanzprodukte, z.B. Investmentfonds. FondsManager setzen als Agenten für Privatanleger und Investoren durch die Auswahl eines Portfolios aus Aktien, Anleihen, Fonds oder anderen Wertpapieren die Interessen der Prinzipale am Kapitalmarkt um. Diese Interessen lassen sich zusammenfassen in: „Möglichst viel Rendite, bei möglichst wenig Risiko.“ Bei diesen Interessen beginnt der Anlegerschutz für Privatanleger.

Problematisch wird die Situation der Investoren und Privatanleger als Prinzipale sowie der FondsVerwalter und FondsManager als Agenten durch das sogenannte „Prinzipal-Agenten-Paradoxon“. Regelungen wie die MiFID sollen dieses Paradoxon lösen. Der Ansatz bedeutet, der Agent besitzt mehr Informationen als der Prinzipal. Es herrscht eine asymmetrische Informationsverteilung beim Thema Finanzen, Geldanlage und Kapitalmarkt für Investoren und Privatanleger auf der einen sowie für FondsManager und FondsVerwalter auf der anderen Seite. Diese asymmetrische Informationsverteilung kann der Grund sein, warum es bei Geschäften von Fonds im Bereich Geldanlage und Finanzen zum Marktversagen kommen kann, vor dem der Anlegerschutz wie er in Europa in der MiFID verankert ist, greifen soll. Dieses Marktversagen bedeutet, dass Investoren und Privatanleger aufgrund mangelnder Informationen gar nicht die Markt- und Produktauswahl treffen können, um ihre Interessen durch FondsVerwalter vollständig zu befriedigen. Umso wichtiger ist das Vertrauen der Investoren und Privatanleger in einen professionellen und unabhängigen FondsVerwalter wie die SJB als Agenten bei der Geldanlage und in der Beratung. Die MiFID setzt dafür den europäischen Rechtsrahmen der Privatanleger und FondsVerwalter.

Wenn das Marktversagen durch eine ungleiche Verteilung und Nutzung von Informationen zuungunsten der Privatanleger und Investoren ausfällt und zu Verlusten des Kapitals bei der Geldanlage führt, ist vor allem der moralische Aufschrei groß. Der Wunsch nach Anlegerschutz wird öffentlich in Form von Protest der Investoren und Privatanleger geäußert. Regelungen wie die MiFID rücken in den Mittelpunkt der Diskussion. Diese bereits in der Theorie verankerte Reaktion, gab es von vielen Investoren beim Thema Anlegerschutz wegen Falschberatung der Banken über Lehmann Zertifikate. Der BGH hat den Banken als Agenten dagegen bescheinigt, dass sie im Vergleich zu Investoren und Privatanlegern über keine zusätzlichen oder besseren Informationen besessen haben. Davon geht auch die MiFID nicht aus.

Ein moralisch aufgeladener Protest der Privatanleger und Investoren wie im Falle vom Anlegerschutz bei der Geldlage und Beratung löst oft den Ruf, nach dem Eingreifen des Staats aus. Die öffentliche Hand soll dann die Prozesse an der Börse und bei der Beratung zur Geldanlage durch FondsVerwalter stärker regulieren. Die aktuelle Regulierung der Geschäftsbeziehung am Kapitalmarkt findet durch die MiFID statt. Die MiFID ist aus Sicht des europäischen Gesetzgebers dazu da, die Bedingungen für den Wertpapierhandel an der Börse europaweit zu harmonisieren und den Anlegerschutz für Investoren und Privatanleger in Europa zu verbessern.

Dabei definiert der europäische Gesetzgeber den Anlegerschutz vor allem so, in dem er im Rahmen der MiFID Verhaltensregeln und Vorschriften für FondsVerwalter und Banken erlässt. Die Rolle der Agenten, in der sich FondsVerwalter und Banken für Investoren und Privatanleger befinden, ist damit klar gesetzlich definiert. In fünf Artikeln (Artikel 19 bis 24) spricht die MiFID die Themenbereiche: Wohlverhaltensregeln bei Wertpapierdienstleistungen der FondsVerwalter wie die SJB für Privatanleger, Erbringungen von Dienstleistungen über Dritte, die Auswahl dieser Gegenparteien, Verpflichtung zur kundengünstigsten Ausführung von Aufträgen sowie Vorschriften für die Bearbeitung von Kundenaufträgen durch FondsVerwalter an.

Das Ziel der MiFID ist, den Anlegerschutz der Investoren und Privatanleger durch die klare Regelung der Abläufe von Wertpapiertransaktionen sowie umfangreiche Informationsvorschriften für FondsVerwalter und FondsGesellschaften zu gewährleisten und gleichzeitig den Wettbewerb am Kapitalmarkt aufrechtzuerhalten.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Rolle des Staates als Gesetzgeber beim Thema Anlegerschutz ist ambivalent. Die MiFID zeigt das. Würde der Staat alle Erwartungen der Investoren, Privatanleger und FondsVerwalter wie der SJB zum Anlegerschutz erfüllen, müsste er den gesamten Wettbewerb verhindern. Dann würde er die moralischen und teilweise irrationalen Ansprüche der Investoren und Privatanleger zum Anlegerschutz als Verhinderung von Marktrisiken erfüllen. Das kann nicht das Ziel einer Regulierung des Kapitalmarkts sein und das wird auch durch die MiFID nicht erreicht. Denn die EU will die Harmonisierung des Wettbewerbs erreichen. Gerade die Investoren und Privatanleger, die bei Verlusten aus moralischer Empörung nach mehr Regulierung und einer Ausweitung von MiFID und Anlegerschutz bei der Geldanlage und Beratung rufen, suchen nicht immer an der gleichen Stelle nach Gründen für Marktversagen, das aus ihrer Sicht stattgefunden hat. Verluste am Kapitalmarkt bedeutet nicht, dass die Märkte nicht effizient sind. Die Preisbildung viel nur zugunsten der betroffenen Investoren und Privatanleger aus. Regulierungen durch den Staat werden für diesen Fall keinen Anlegerschutz gewähren. Effizienter Anlegerschutz heißt, das Ungleichgewicht von Informationen am Kapitalmarkt möglichst zu minimieren. Dabei hilft ein unabhängiger und zuverlässiger FondsBerater.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsBerater Gerd Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline OHG 1989? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) FondsFrage oder FondsFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, Sparer und Investor neben der Frage Welche Gesetze sorgen für Anlegerschutz in Europa? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB-Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusiven Depotzugang unter http://www.sjb.de. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

Kategorien: Fragen. Aktuell.
[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>