SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Was hält die FTD für die größten Überraschungen der FondsIndustrie 2012?

28. Dezember 2011 von um 11:00 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, Sparer und Kapitalanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Was hält die FTD für die größten Überraschungen der FondsIndustrie 2012? Am Jahresende sind die Medien für Investoren, Privatanleger und FondsSparer voll von Rückblicken auf das vergangene und Ausblicken auf das kommende Jahr. Die Financial Times Deutschland (FTD) wartet für FondsSparer, Investoren und Privatanleger sogar mit einem Paket an Überraschungen auf, mit dem sie bei der Kapitalanlage in der FondsIndustrie 2012 rechnen können. Das Thema, das die vielen Details der Überraschungen für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren laut FTD beherrscht, heißt: Konsolidierung. Hier können Investoren, FondsSparer und Privatanleger mit den meisten Überraschungen in der FondsIndustrie rechnen. Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, stellt fest, dass die meisten der von der FTD angenommenen Entwicklungen für FondsSparer, Investoren und Privatanleger gar nicht so überraschend sind, wenn man die betriebswirtschaftliche Situation der FondsIndustrie in 2012 bedenkt.

Eine der größten Überraschungen, von denen die FTD berichtet, ist, dass Experten 2012 gar keine Konsolidierung in der FondsIndustrie erwarten. Weder Detlev Glow, FondsExperte beim Datendienstleister Lipper, noch Ali Masarwah von Morningstar gehen davon aus, dass sich das Angebot von Fonds für die Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger in Deutschland 2012 entscheidend verringern wird. Dabei wäre in diesem Punkt in der FondsIndustrie dringend Handlungsbedarf geboten.

Laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) sind in diesem Jahr per 31. Oktober netto rund -8,6 Milliarden Euro aus der Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger geflossen. Damit hat sich trotz der Börsenturbulenzen der Exodus der Privatanleger, FondsSparer und Investoren aus den FondsDepots von 2008 zwar nicht wiederholt. Im Jahr der Lehman Pleite waren -29,3 Milliarden Euro netto aus der Kapitalanlage in Fonds geflossen. Allerdings ist der Trend nach den Mittelzuflüssen von 21,8 Milliarden Euro in 2010 in diesem Jahr wieder negativ, genauso wie der Ausblick für 2012. Diese Zahlen nutzt auch die FTD in ihrer Berichterstattung über die Überraschungen aus der FondsIndustrie.

Es würde laut FTD zu den Überraschungen der Kapitalanlage in Investmentfonds gehören, wenn es der FondsIndustrie 2012 gelänge, den negativen Trend in den FondsDepots der Investoren, Privatanleger und FondsSparer wieder umzudrehen. Branchenbeobachter wie Lipper, Morningstar und die SJB gehen nicht davon aus, dass die FondsIndustrie die Konsolidierung 2012 zum eigentlich notwendigen „Großreinemachen“ bei den Publikumsfonds nutzt.

Laut BVI werden allein in Deutschland mehr als 6.800 Investmentfonds für den Vertrieb an Privatanleger, FondsSparer und Investoren angeboten. Damit liegt das Angebot der FondsIndustrie in Deutschland nur rund 700 Fonds unter der Zahl an Publikumsfonds, die für die FondsDepots der Investoren, FondsSparer und Privatanleger in den USA zur Verfügung stehen. Überraschungen gibt es immer wieder.

Europaweit stehen laut European Fund and Asset Management Association (EFAMA) per Ende 3. Quartal 2011 rund 36.200 UCITS Fonds für die Kapitalanlage zur Verfügung. Rund -35 Milliarden Euro haben Investoren, Privatanleger und FondsSparer im Vergleich zum Vorjahr aus diesen UCITS abgezogen. Die FTD berücksichtigt in ihrem Bericht über Überraschungen in der FondsIndustrie 2012 diese Zahlen zwar nicht, setzt sich aber mit den betriebswirtschaftlichen Konsequenzen auseinander.

Am stärksten von den Mittelabflüssen der Kapitalanlage in Fonds seien 2011 laut FTD die großen Anbieter der FondsIndustrie betroffen gewesen. Die Statistik des BVI bestätigt die Einschätzung der FTD. Danach hat die Deka, FondsTochter der Sparkassen, im laufenden Jahr mit -6,6 Milliarden Euro unter allen FondsGesellschaften am meisten Mittel aus der Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger verloren. Bei Union Investment sind es -2,1 Milliarden Euro. Bei der Deutsche Bank Tochter DWS sind es -4,2 Milliarden Euro.

Trotz nötiger Konsolidierung und Generierung von Erträgen zur Stärkung des Eigenkapitals stellt die Deutsche Bank die auf die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren fokussierte DWS 2012 nicht zur Disposition. Stattdessen will die Deutsche Bank andere Teile ihrer Vermögensverwaltung losschlagen. Für die laut FTD rund 350 Milliarden Euro, die die institutionelle FondsSparte DB Advisors und der bei Rreef gebündelte Immobilienanlagebereich an verwaltetem Vermögen kumulieren, erwartet die Deutsche Bank 2012 großzügige Erlöse.

Die DWS steht gemäß der FTD deshalb nicht zur Disposition, weil die Kapitalanlage für Privatanleger, FondsSparer und Investoren deutlich mehr Deckungsbeiträge und Gewinnmargen liefern würde. Deshalb wird zu den Überraschungen der FondsIndustrie 2012 nach Einschätzung der FTD Wolfgang Matis gehören. Matis hat Klaus Kaldemorgen als Geschäftsführer der DWS Anfang des Jahres abgelöst. Beobachter wie die SJB werteten diesen Schritt als Signal der Deutschen Bank, die DWS stärker mit dem Mutterhaus zu verzahnen.

2012 hat Matis wie andere Köpfe der FondsIndustrie eine klare Aufgabe: Laut FTD müssen wieder mehr Privatanleger, FondsSparer und Investoren für die Kapitalanlage in Publikumsfonds der großen Anbieter gewonnen werden. Die FTD ist skeptisch, ob der FondsIndustrie dies 2012 gelingt. Es wäre eine der Überraschungen 2012.

Tatsächlich weist die FTD darauf hin, dass der Markttrend gegen das Massenangebot großer FondsGesellschaften läuft. So hat sich 2010 der Marktanteil von FondsGesellschaften mit mehr als 60 Fonds im Angebot für Investoren, FondsSparer und Privatanleger auf unter 50 Prozent reduziert, mehr als 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Dagegen sei der Marktanteil kleiner, aber feiner FondsBoutiquen der FondsIndustrie, die weniger als 20 Fonds für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger anbieten, von knapp zehn auf rund 40 Prozent gestiegen. Als Quelle für diese Zahlen verweist die FTD auf Daten von Lipper.

2011 gehörte diese Entwicklung hin zu „Hidden Champions“ in der Nische der FondsIndustrie noch zu den Überraschungen für Privatanleger, FondsSparer und Investoren. 2012 wird sich dieses Szenario nach Ansicht der FTD bei der Kapitalanlage in Fonds fortsetzen.

Was der Strategie der FondsIndustrie, die 2012 nach besseren Deckungsbeiträgen und Gewinnen aus der Kapitalanlage strebt, entgegenwirken könnte, wäre laut FTD eine von der EU für 2012 geplante Finanztransaktionsteuer. Mit Blick auf die dringende Konsolidierung von Bankbilanzen und Staatshaushalten wäre eine solche Form der legendären „Tobin Tax“ zwar wünschenswert. Aber sicherlich würde sie für die Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger in der FondsIndustrie zu den unangenehmen Überraschungen 2012 zählen.

Marktbeobachter gehen gegenüber der FTD davon aus, dass eine solche Steuer für FondsAnbieter bei einem Portfolioumschlag von 300 bis 400 Prozent im Jahr ein erheblicher Kostenposten wäre. Es ist davon auszugehen, dass die FondsIndustrie diese Kosten ab 2012 an FondsSparer, Investoren und Privatanleger weitergibt.

Deswegen würde es laut FTD nicht zu den Überraschungen der FondsIndustrie 2012 zählen, wenn Mischfonds in den Vertriebsfokus für Privatanleger, FondsSparer und Investoren rücken. Bisher sind assetklassenübergreifende Transaktionen innerhalb der Portfolios von Mischfonds für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger erst beim Verkauf von FondsAnteilen relevant.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die FTD hat die Szenarien, die 2012 für die Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger aus der FondsIndustrie selbst zu Überraschungen werden könnten, präzise dargestellt. Allerdings werden für die Privatanleger, FondsSparer und Investoren noch genügend Überraschungen bleiben. Zum einen wirken die bisherigen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen, die die FondsIndustrie für 2012 eingeleitet hat, nicht wirklich konsequent. Laut FTD stellt zum Beispiel kein Anbieter sein Produktangebot für die Kapitalanlage auf den Prüfstand. Dabei wäre eine gründliche Ausdünnung der Zahl an Fonds 2012 dringend geboten, damit die Kosten- und Leistungsrechnung der FondsIndustrie wirklich aufgehen kann. Zum anderen bereitet kaum eine FondsGesellschaft ihre Privatanleger, FondsSparer und Investoren auf die Folgen massiver Marktverwerfungen vor, mit denen 2012 zu rechnen ist. Das betrifft sowohl die Möglichkeit eines Staatsbankrotts, als auch die Geschäftsaufgabe einer Bank oder einer FondsGesellschaft. Um sich für die Überraschungen, die es für die Kapitalanlage 2012 wirklich geben kann, zu wappnen, sollten Investoren, FondsSparer und Privatanleger die FTD zur Seite legen und zügig das Gespräch mit einem unabhängigen FondsVerwalter suchen. Nach Weihnachten sollte es mit den Überraschungen in Vermögensfragen in der FondsIndustrie besser vorbei sein.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Fragen. Aktuell.
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