SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Warum wird der Degi International abgewickelt?

26. Oktober 2011 von um 19:36 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Kaufen-Immobilienfonds-Degi International: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die Marktfrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum wird der Degi International abgewickelt? Die Anzeichen, die sich spätestens seit Bekanntgabe der gescheiterten Wiederöffnung des offenen Immobilienfonds Axa Immoselect (ISIN: DE0009846451, WKN: 984645) in den vergangenen Woche verdichtet hatten, sind für die 70.000 FondsSparer, Investoren und Privatanleger des Degi International (ISIN: DE0008007998, WKN: 800799) jetzt Realität geworden. Der Immobilienfonds Degi International wird bis zum 15. Oktober 2014 aufgelöst. Das gab die FondsGesellschaft Aberdeen am 25. Oktober 2011 bekannt. Damit endet die Investmentgeschichte dieses von der FondsIndustrie für die Geldanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger am 17. Februar 2003 aufgelegten Immobilienfonds nach etwas mehr als einer Dekade. Vier Kernargumente führt die FondsGesellschaft als Gründe der Auflösung des Immobilienfonds Degi International für Privatanleger, Investoren und FondsSparer an. Die Finanzkrise hätte die erfolgreiche FondsStrategie des Degi International und seines global aufgestellten Immobilienportfolios gestoppt. Die Verkaufserlöse von knapp 600 Millionen Euro, die die FondsGesellschaft zur Liquiditätsgewinnung zwischen November 2009 und Oktober 2011 realisieren konnte, reichen für die Nachfrage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger nach Rückgabe der Anteilsscheine nicht aus. Deshalb wird jetzt die geordnete Auflösung des Degi International innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist von drei Jahren eingeleitet. Die Geschäftsführung der FondsGesellschaft Aberdeen erhofft sich so eine garantierte Gleichbehandlung aller Investoren, FondsSparer und Privatanleger des Immobilienfonds. Im Rahmen der Auflösung plant Aberdeen, im sechsmonatigen Turnus Auszahlungen vorzunehmen, erstmals im April 2012. Alle Privatanleger, FondsSparer und Investoren erhalten pro Anteilschein einen bestimmten Betrag ihrer Geldanlage zurück, gleichzeitig sinkt der Anteilpreis ihrer Anlage entsprechend. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich stellt fest, dass sich mit dem Degi International die Reihe der Immobilienfonds der FondsIndustrie. deren Wiederöffnung scheitert, fortsetzt. An der Börse ist diese Nachricht aus der FondsIndustrie für Investoren, FondsSparer und Privatanleger bereits verarbeitet.

Im Vergleich zu anderen Vertretern der FondsIndustrie aus dem Bereich Immobilienfonds fiel nach SJB Analyse die Kommunikation für FondsSparer, Investoren und Privatanleger im Falle des Degi International ruhiger aus. Daten und Strategien einer Wiederaufnahme der Rücknahme der Anteilsscheine der Privatanleger, FondsSparer und Investoren wurden von der FondsGesellschaft nicht so offensiv vorgebracht wie von Axa für den Immobilienfonds Axa Immoselect oder KanAm für den Immobilienfonds KanAm grundinvest (ISIN: DE0006791809, WKN: 679180). Die Arbeit der FondsIndustrie für die Geldanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger wurde beim Degi International eher hinter den Kulissen geleistet.

Als der Immobilienfonds am 30. Oktober 2008 erstmal zur Aussetzung der Anteilsscheinrücknahme nach §81 Investmentgesetz (InvG) greifen musste, war der Degi International in 41 Immobilien aus 13 Ländern investiert. Das FondsVolumen aus der Geldanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger belief sich zu diesem Zeitpunkt laut SJB Analyse auf rund 2,5 Milliarden Euro. Zur der Maßnahme der Aussetzung der Anteilsscheinrücknahme war das Management des Degi International gezwungen, weil durch starke Mittelabflüsse die nach §80 InvG gesetzliche Mindestliquidität von 5 Prozent des Sondervermögens des Immobilienfonds Gefahr lief, unterschritten zu werden. Allein im Oktober 2008, Höhepunkt der durch die Lehman-Pleite verstärkten Finanzkrise, waren 154 Millionen Euro aus dem Degi International geflossen. Sechs Monate später, am 30. Januar 2009, nahm der Degi International als erster der betroffenen Immobilienfonds die Anteilsscheinrücknahme für Privatanleger, Investoren und FondsSparer wieder auf.

Die Mittelabflüsse der Geldanlage der FondsSparer, Privatanleger und Investoren aus dem Immobilienfonds gingen weiter. Zwischen Februar und Mitte November 2009 zogen Investoren, FondsSparer und Privatanleger rund 583 Millionen Euro für die anderweitige Geldanlage in der FondsIndustrie aus dem Degi International. Am 16. November 2009 zog das FondsManagement die Reißleine und setzte die Anteilsscheinrücknahme des Degi International erneut aus. Dieses Mal wurde die laut SJB Analyse gesamte stufenweise gesetzlich zulässige Auszeit von zwei Jahren genutzt, um Liquidität und Portfolio des Immobilienfonds neu zu sortieren.

Von den 41 Immobilien im Portfolio des Degi International wurden zwischen November 2009 und Oktober 2011 neun Objekte verkauft. Die Verkaufserlöse summierten sich laut Aberdeen auf rund 600 Millionen Euro. Nach Berücksichtigung der Rückführung der Kreditfinanzierung dieser Objekte blieb knapp die Hälfte als Liquidität für FondsSparer, Investoren und Privatanleger übrig. Diese 288,6 Millionen Euro entsprechen einer Liquiditätsquote von 18,5 Prozent des FondsVolumens von zuletzt rund 1,5 Milliarden Euro.

Damit war das FondsManagement des Degi International mit seiner Verkaufsstrategie erfolgreicher, als andere Anbieter der FondsIndustrie. So hatte das FondsManagement des Axa Immoselect für die Wiederöffnung am 16. November 2011 eine Liquiditätsquote von 30,0 Prozent des FondsVolumens angepeilt, durch Verkäufe von Immobilien des Portfolios aber nur eine Liquiditätsquote von rund 9,0 Prozent realisieren können. Der Degi International ist laut SJB Analyse mit einer doppelt so hohen Liquiditätsquote ausgestattet. Trotzdem will die FondsGesellschaft Aberdeen die Wiederöffnung des Immobilienfonds zum 16. November 2011 nicht wagen. Nach Angaben von Hartmut Leser, Vorstandsvorsitzender bei Aberdeen, hatte die FondsGesellschaft intern ebenfalls mit einer Liquiditätsquote von 30,0 Prozent geplant. Die erwartete Nachfrage der rund 70.000 FondsSparer, Investoren und Privatanleger nach Rückgabe ihrer Anteilsscheine am Immobilienfonds für ihre Geldanlage würde die verfügbaren liquiden Mittel von rund 288,6 Millionen Euro deutlich übersteigen. Das hätten Umfragen unter den FondsSparern, Investoren und Privatanlegern des Degi International ergeben. Die Folge wäre eine erneute Aussetzung der Anteilsscheinrücknahme des Immobilienfonds, der sich eine Abwicklung anschließen würde. Aberdeen zieht den für Investoren, Privatanleger und FondsSparer leider unausweichlichen Schritt jetzt vor.

Wie beim Axa Immoselect nahm die Börse die Ankündigung der FondsIndustrie für Privatanleger und FondsSparer der Abwicklung des Degi International gelassen hin. Der Kurs eines Anteilsscheins des Immobilienfonds liegt bei rund 23,70 Euro. Ein Plus gegenüber dem Vortag von rund 0,40 Prozent. Dieser Börsenkurs entspricht für Investoren, FondsSparer und Privatanleger laut SJB Analyse einem Abschlag von rund 45,0 Prozent gegenüber dem Wert eines FondsAnteils gemessen am Nettoinventarwart (NAV) des Immobilienfonds.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die FondsIndustrie war mit ihrem „Betongold“ offener Immobilienfonds nicht auf eine Systemkrise, wie sie für die Geldanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger seit Mitte 2008 herrscht, vorbereitet. Die Verantwortung dafür liegt vor allem bei institutionellen Investoren, die ihre „Big Tickets“ schneller aus dem belasteten Immobiliensektor gezogen haben und damit FondsSparer und Privatanleger in den offenen Immobilienfonds zurückgelassen haben. Hier haben „Agenten“ ihren Informationsvorsprung an den Finanzmärkten in Sachen Immobilienfonds deutlich zum Nachteil der Geldanlage von Investoren, FondsSparer und Privatanleger genutzt. Gegen Gesetze hat in diesem Fall niemand verstoßen. Die Entwicklung der offenen Immobilienfonds wie dem Degi International zeigt für Privatanleger, FondsSparer und Investoren, dass allokatives Marktversagen zwar ungerecht, aber effizient sein kann. Wenn Aberdeen Vorstand Hartmut Leser sich „Gerechtigkeit“ für seine FondsSparer, Investoren und Privatanleger wünscht, ruft er eigentlich nach staatlichem Eingreifen, um ein Marktversagen zu korrigieren. Die SJB bezweifelt sehr, dass die verschärften gesetzlichen Regelungen für die Geldanlage der FondsIndustrie Investoren, FondsSparer und Privatanleger in offenen Immobilienfonds helfen werden.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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FondsSuche: Sie suchen Informationen zum Degi International (ISIN: DE0008007998, WKN: 800799). Die FondsPreisentwicklung auf Eurobasis im letzten Monat betrug -1,50 Prozent. Der Erfolg des Degi International (ISIN: DE0008007998, WKN: 800799) Fonds über ein Jahr betrug- 7,04 Prozent. Die Verluste über drei Jahre bezogen auf eine Einmalanlage von 10.000 Euro ohne Ausgabeaufschlag betrugen 1.618,44 Euro. Weitere Informationen finden Sie zukünftig in unseren Hitparaden für Fonds mit einem großen Angebot von Investmentfonds zur freien Auswahl in übersichtlichen Tabellen. Rat für Sparer und Anleger: Erwerben Sie den Fonds als Anlage zur Altersversorge erst nach einer individuellen Beratung.

Kategorien: Fragen. Aktuell.
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