SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Wie sieht die Bilanz der FondsIndustrie laut BVI aus?

10. Januar 2012 von um 21:50 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-kaufen-Fonds-FondsAuswahl? Was einen Investor, FondsSparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Fonds steht: Wie sieht die Bilanz der FondsIndustrie laut BVI aus? Investoren, Privatanleger und FondsSparer ziehen sich weiter aus aktiv gemanagten Investmentfonds zurück. Gleichzeitig nimmt die Summe der Produkte der FondsIndustrie weiter zu. Das haben die jüngsten Zahlen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) ergeben. Jetzt können Investoren, FondsSparer und Privatanleger eine Bilanz der FondsIndustrie bis 30. November 2011 ziehen. Laut BVI Statistik haben Privatanleger, Investoren und FondsSparer in Deutschland rund 645,5 Milliarden Euro ihrer Kapitalanlage in 6.831 Publikumsfonds investiert. Das sind 56,2 Milliarden Euro weniger als zum gleichen Zeitpunkt der BVI Statistik des Vorjahres. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989, prüft, warum die Bilanz der FondsIndustrie in der Kapitalanlage der Investoren, Privatanleger und FondsSparer so niedrig ausfällt.

Die BVI Statistik für November 2011 zeigt zwei Auffälligkeiten. Zum einen reagieren die Investoren, FondsSparer und Privatanleger weiter sensibel auf die Börsenabschläge, die sie an den Aktienmärkten 2011 mit ihrer Kapitalanlage hinnehmen mussten. Zum anderen lässt der notwendige Konsolidierungskurs der FondsIndustrie hinsichtlich des Produktangebots weiter auf sich warten.

Laut BVI Statistik sind in Deutschland per Ende November 2011 6.831 Publikumsfonds der FondsIndustrie für den Vertrieb als Kapitalanlage der FondsSparer, Investoren und Privatanleger zugelassen. Über die SJB als unabhängiger FondsVerwalter können Investoren, Privatanleger und FondsSparer sogar 6.833 Investmentfonds von 123 Kapitalanlagegesellschaften (KAG) der FondsIndustrie beziehen.

Im Jahr zuvor hatte die FondsIndustrie für Investoren, Privatanleger und FondsSparer noch 174 Investmentfonds weniger zu bieten. Im Vergleich zur Produktpalette aus dem November 2008 zeigt die BVI Statistik 616 Publikumsfonds mehr an.

Dabei hat die FondsIndustrie in den vergangenen drei Jahren nicht alle Assetklassen mit neuen Investmentfonds für Privatanleger, FondsSparer und Investoren ausgestattet. Die BVI Statistik zeigt, dass es Ende November 199 Aktienfonds mehr gibt als zum gleichen Zeitpunkt vor drei Jahren. Neu aufgelegt wurde in diesem Zeitraum zum Beispiel der Baring Global Agriculture EUR (ISIN: GB00B3B9VB40; A0RC1Q), genau am 15. Januar 2009.

Rentenfonds der FondsIndustrie gibt es laut BVI für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren 141 mehr als vor drei Jahren. Dazu zählt unter anderem der JPM Global Government Bond (ISIN: LU0406674076; WKN: A0REE4), aufgelegt am 20 Februar 2009. An Mischfonds hat die FondsIndustrie laut BVI seit 2008 sogar 657 zusätzliche Produkte aufgelegt. Darunter fällt neben anderen auch der am 2. August 2010 aufgelegte DWS Invest Multi Asset Momentum Fonds (ISIN: LU0507267465; WKN: DWS0ZS).

Die große an Zahl an zusätzlichen Mischfonds macht aus Sicht der Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger drei Dinge deutlich. Erstens hat die FondsIndustrie ihr Produktangebot in anderen Assetklassen reduziert. So sind zum Beispiel 150 Geldmarktfonds weniger für die Kapitalanlage der Privatanleger, Investoren und FondsSparer verfügbar. Auch Dachfonds gibt es 72 weniger als vor drei Jahren.

Zweitens scheinen FondsSparer, Investoren und Privatanleger seit Beginn der Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise eine besondere Vorliebe für gemischte Anlagestrategien entwickelt zu haben, die in einem FondsDepot abgebildet sind. Das zeigt zum Beispiel die BVI Statistik, denn die FondsVermögen der Mischfonds in Deutschland haben sich seit November 2008 von 52,3 Milliarden Euro auf 111,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Krisensymptome der Börsen verstärken den prozyklischen Wunsch nach defensiveren Investments wie Mischfonds.

Drittens wird deutlich, dass das Angebot der FondsIndustrie an Investmentfonds der Nachfrage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger ebenfalls prozyklisch zu folgen scheint. Nicht immer zum Vorteil. Mit dieser Nachfrage nach Mischfonds versuchen Investoren, FondsSparer und Privatanleger dem Prinzip der Risikostreuung durch Diversifikation über unterschiedliche Assetklassen zu entsprechen. Gleichzeitig geben sie das individuelle Management dieser Diversifikation für die Kapitalanlage aus der Hand.

Der Vergleich des durchschnittlichen FondsVolumens pro Investmentfonds auf Basis der BVI Statistik zeigt, in welchem Maße die Produktpolitik der FondsIndustrie mit der Nachfrage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger prozyklisch mitgehalten hat. Den Gesamtbestand an FondsVolumen der 6.831 Publikumsfonds weist der BVI mit 645,5 Milliarden Euro aus. Das sind 14,8 Milliarden Euro weniger als im Vormonat und 56,2 Milliarden Euro weniger als zum gleichen Monat des Vorjahres. Damit haben Investoren, FondsSparer und Privatanleger laut BVI innerhalb eines Jahres rund 8,0 Prozent ihrer Kapitalanlage aus aktiv gemanagten Publikumsfonds abgezogen. Gegenüber dem Krisenjahr 2008, dem Jahr der Lehman Pleite, liegt die Bilanz der FondsIndustrie mit 67,4 Milliarden Euro immer noch im Plus.

Zum damaligen Zeitpunkt kumulierten die 6.215 für die Kapitalanlage der Privatanleger, FondsSparer und Investoren verfügbaren Publikumsfonds laut BVI ein FondsVolumen von zusammen 578,1 Milliarden Euro. Das bedeutet: Ein Publikumsfonds hat im November 2011 im Schnitt ein von FondsVolumen von 94,5 Millionen Euro. Im November 2008 sind es 93,0 Millionen Euro gewesen. Heißt im Umkehrschluss: Die FondsIndustrie hat durch ihre prozyklische Produktpolitik mehr Aufwand durch die Administration und den Vertrieb von mehr Investmentfonds, ohne dass der Kapitalstock pro Produkt nennenswert gestiegen wäre.

Investoren, FondsSparer und Privatanleger lenken ihre Kapitalanlage in Investmentfonds der FondsIndustrie ebenfalls mit viel prozyklischem Verhalten. So haben laut BVI Statistik vor allem Aktien- und Geldmarktfonds Nettomittelabflüsse verzeichnet. Aus Aktienfonds wurden innerhalb eines Jahres per Ende November -24,6 Milliarden Euro netto herausgezogen. Aus Geldmarktfonds waren es laut BVI -31,5 Milliarden Euro. Nettozuflüsse gab es vor allem in Rentenfonds mit rund 5,3 Milliarden Euro.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Risikoaversion der Investoren, FondsSparer und Privatanleger kannte laut der BVI Statistik 2011 zwei Richtungen. Erstens raus aus Aktienfonds wegen der Börsenabschläge des Sommers. Zweitens rein in Rentenfonds, sprich den vermeintlich sicherer Hafen Staatsanleihen. Letzteres ist erstaunlich, rissen doch die Meldungen über die Schuldenkrise in Europa und den möglichen Zusammenbruch der Eurozone nicht ab. 2012 wird aus Sicht der SJB die Volatilität assetklassenübergreifend zunehmen und auch Staatsanleihen erfassen. Daher ist die prozyklische Produktpolitik der FondsIndustrie, die die BVI Zahlen zeigen, aus Sicht der Kapitalanlage der Investoren, FondsSparer und Privatanleger kritisch zu beurteilen. Wie der BVI vor Augen führt, ist es der FondsIndustrie in den vergangenen drei Jahren nicht gelungen, den durchschnittlichen Kapitalstock der Investmentfonds in Deutschland nennenswert zu erhöhen. Dieser Kapitalstock ist zum einen die Basis für die Investition der Fonds in den Märkten des Anlageuniversums, in dem sich FondsSparer, Investoren und Privatanleger engagieren wollen. Zum anderen können aus Basis dieser Transaktionen Deckungsbeiträge für die FondsIndustrie generiert werden. Beides hat sich durch die stagnierende Relation von FondsAnzahl und FondsVolumen nicht verbessert. Genau deshalb wäre eine Konsolidierung der Produktpolitik der durch den BVI vertretenen FondsIndustrie für Investoren dringend erforderlich.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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