SJB-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: War die Anbindung des Franken an den Euro eine Währungsreform?

30. September 2011 von um 20:59 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! SJB-Fonds-Kaufen-Euro-Währungsreform? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: War die Anbindung des Franken an den Euro eine Währungsreform? Die Schweizerische Notenbank (SNB) hat Anfang September bekannt gegeben, sie werde keinen tieferen Kurs als 1,2000 im Verhältnis des Euro zum Franken mehr akzeptieren. In der Folge wertete der Franken zum Euro massiv ab, Anleger aus der Eurozone, die ihr Geld im „sicheren Hafen“ des Schweizer Franken geparkt hatten, erlitten heftige Kursverluste. Ist das Handeln der Schweizer Notenbank mit all ihren Konsequenzen für Euro und Franken bereits als Währungsreform zu werten? Fonds Verwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, gibt als Ratgeber aktuell Antworten zu Euro und Franken an verunsicherte Investoren und Anleger.

Die Schweizerische Notenbank (SNB) legte nicht nur die Kursmarke von 1,20 als Untergrenze für das Tauschverhältnis von Euro und Franken fest, sondern bekräftigte zugleich, diese Kursmarke mit aller Konsequenz und allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen zu wollen. Da die SNB über ausreichende Mittel in Form von Devisenreserven verfügt, wurde die Ankündigung ernst genommen und der Kurs von Euro zu Franken pendelte sich schnell oberhalb der 1,20er-Marke ein. Eine Währungsreform also? Privatanleger, Sparer und Investoren, die ihr Geld in auf Schweizer Franken lautende Investmentfonds wie Aktienfonds oder Anleihenfonds investiert hatten und zu Kursen zwischen 1,00 und 1,20 bei Euro/Franken in diese Produkte eingestiegen waren, saßen schlagartig auf hohen Verlusten.

Das, was viele Privatanleger als Kennzeichen einer Währungsreform begreifen – die Verringerung des Wertes des eigenen Vermögens durch ein ungünstiges Umtauschverhältnis in eine andere Währung – scheint hier auf den ersten Blick zuzutreffen. Dass die Kursniveaus des Franken, zu denen sie gekauft haben, jemals wieder erreicht werden, ist zudem mehr als fraglich. Handelt es sich aber bei diesem Vorgang um eine Währungsreform? Nein, denn die feste Anbindung der eigenen Währung an eine andere zu einem bestimmten Kurs oder innerhalb einer festgelegten Handelsspanne ist Teil der Währungspolitik und wird noch heute von einigen großen Ländern (China, Russland) praktiziert. Eine Währungsreform, wie es sie zum Beispiel 1923 in Deutschland bei der Abschaffung der Reichsmark und ihre Ersetzung durch die Rentenmark gab, ist dies nicht. Auch mit der Einführung der D-Mark 1948 in Westdeutschland ist der Vorgang nicht zu vergleichen. Eine wirkliche Währungsreform erlebten hingegen alle Ostdeutschen, als am 1. Juli 1990 die D-Mark die alte DDR-Mark ablöste. Die letzte „echte“ Währungsreform in Deutschland gab es 2002, als der Euro die D-Mark ersetzte.

Eine Währungsreform bedeutet eine Änderung der relevanten Merkmale einer Währung durch den zuständigen Gesetzgeber. Diese Merkmale umfassen vor allem den zeitlichen und räumlichen Geltungsbereich, den Namen und den bisherigen Nominalwert einer Währung. So wird der Gesetzgeber im Falle einer großen Währungsreform verbindliche Umrechnungskurse für Bargeld, Bankguthaben und Verbindlichkeiten der alten für die neue Währung festlegen. Das war beim Handeln der Schweizer Notenbank mit Blick auf den Kurs von Euro und Franken nicht der Fall – also keine Währungsreform. Hier wurde kein verbindlicher Wechselkurs, sondern nur eine Untergrenze für denselben festgelegt. Der eigentliche Kurs von Euro zum Franken bildet sich weiter am Devisenmarkt, wo weiterhin Kursschwankungen festzustellen sind. Die Untergrenze von 1,20 ist bislang aber nicht ernsthaft getestet worden.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz:. Manch ein Privatanleger hat bereits durch die Einführung der festen Untergrenze für den Kurs des Euro zum Franken einen herben Verlust erlitten, weil seine Schweizer Aktien- und Anleihenfonds in Euro gerechnet an Wert eingebüßt haben. Eine Währungsreform war dies aber nicht. Die echte Währungsreform, die aufgrund eines drohenden Staatsbankrotts notwendig wird und dem Sparer, Anleger und Investor viel weitreichendere Verluste beschert, kann aber noch kommen und wird täglich wahrscheinlicher. Bevorzugen Sie deshalb Sachwerte wie Immobilien, Gold oder auch Aktien für Ihre Vermögensanlage, da diese im Falle einer Währungsreform ihren Wert behalten und nur in der neuen Währung notiert werden. Reine Geldanlagen hingegen könnten bei einer Währungsreform mit einem ungünstigen Tauschverhältnis von deutlichen Werteinbußen betroffen sein. Für alle Details zur Währungsreform und den verbundene Problemen sprechen Sie Ihren SJB FondsVermögensverwalter an.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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