SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bedeutet der positive Zinskupon zehnjähriger Bundesanleihen die Zinswende?

12. Januar 2017 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bedeutet der positive Zinskupon zehnjähriger Bundesanleihen die Zinswende? Ihre Werbung. Hier?„Nachdem im Juli 2016 erstmals zehnjährige Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland völlig ohne Zinskupon emittiert wurden, gab die Rendite dieser Papiere auf minus 0,2 Prozent im Tief nach. Doch die Zeiten von Null- und Negativzins könnten sich allmählich ihrem Ende zuneigen: Erstmals seit sechs Monaten wurden zehnjährige Bundesanleihen wieder mit einem positiven Zinskupon von +0,25 Prozent ausgestattet“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse am Anleihenmarkt zusammen. „Bedeutet dies schon die Zinswende in Deutschland, können sich Anleger angesichts zulegender Ölpreise und Teuerungsraten auch auf steigende Renditen einstellen? Alles Wichtige zu diesem zentralen Thema findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, der Zins ist an den deutschen Anleihenmarkt zurückgekehrt, zumindest ein ganz kleines bisschen: Denn die Bundesrepublik Deutschland hat ihre neu ausgegebene zehnjährige Bundesanleihe wieder mit einem positiven Zinskupon ausgestattet. Immerhin 0,25 Prozent können Investoren pro Jahr an Rendite erwirtschaften, die dem deutschen Staat für zehn Jahre ihr Geld leihen.

Ist die viel beschworene Zinswende, die zumindest für die USA schon Realität geworden ist, damit auch in Deutschland angekommen? Noch sind berechtigte Zweifel angebracht, doch eines ist klar: Bei Investoren ist die Nachfrage nach dem neuen Zinspapier groß, vor allem institutionelle Investoren haben sich bei der jüngsten Anleihenauktion des Bundes eingedeckt.

Was könnte die Zinswende auch auf europäischer Ebene einleiten? Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem die steigenden Ölpreise, die die in Deutschland lange „vermisste“ Inflation wieder zum Thema gemacht haben. Die Teuerungsrate legte zuletzt um 1,7 Prozent im Jahresvergleich zu, nachdem sie im Sommer bei lediglich 0,2 Prozent gelegen hatte. Auch wenn EZB-Präsident Mario Draghi noch keinerlei Signale in Richtung einer baldigen Zinsanhebung sendet, sind die Inflationserwartungen für die Eurozone gestiegen. Mit ein Grund dafür ist die von den Finanzmärkten erwartete Politik des designierten US-Präsidenten Donald Trump, der mit hohen Infrastrukturinvestitionen und den geplanten Steuersenkungen das Thema Inflation wieder in den Fokus gerückt hat.

Der Renditeanstieg in den Vereinigten Staaten hat seine Konsequenzen auch für die neue zehnjährige Bundesanleihe, die trotz des fortgesetzten und in seiner Höhe noch ausgeweiteten Quantitative-Easing-Programms der Europäischen Zentralbank erstmals seit einem halben Jahr wieder einen positiven Zinskupon aufweist. Damit trägt sie dem Umstand Rechnung, dass die Rendite der an den Börsen gehandelten Papiere wieder auf über 0,3 Prozent angestiegen ist. Das historische Renditetief von -0,2 Prozent, das im Sommer 2016 im Umfeld hoher Marktnervosität aufgrund des Brexit markiert wurde, ist damit erst einmal Geschichte.

Zu den Anlegern, bei denen die neuen Bundesanleihen ganz besonders gefragt waren, gehörten japanische Investoren. Im Land der aufgehenden Sonne, wo die Renditen aufgrund massiver Marktinterventionen der Bank of Japan noch niedriger sind als in Deutschland, trat vor allem die japanische Großbank Nomura als Käufer der Bundesanleihen auf. Von der neuen zehnjährigen Bundesanleihe, die am 15.02.2027 fällig wird und über ein Emissionsvolumen von 5 Milliarden Euro verfügte, sicherte sie sich einen nennenswerten Anteil. Dabei könnten die Renditen der zehnjährigen Schuldpapiere des Bundes noch weiter steigen: Analysten erwarten laut Bloomberg bis zum Sommer einen Anstieg der zehnjährigen Bund-Rendite auf durchschnittlich 0,50 Prozent.

SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bedeutet der positive Zinskupon zehnjähriger Bundesanleihen die Zinswende? Der erste Schritt in positive Rendite-Gefilde ist mit dem Anstieg der zehnjährigen Bund-Rendite auf 0,25 Prozent zwar gemacht – doch Investoren können sich noch lange nicht auf eine dauerhafte Zinswende freuen. Zum einen wird EZB-Präsident Mario Draghi zum Wohle der Euro-Peripheriestaaten den Leitzins noch lange auf der absoluten Nulllinie belassen, zum anderen ist noch keineswegs sicher, ob der jüngste Teuerungsanstieg bei Öl- und Energiepreisen zu einem nachhaltigen Inflationsanstieg in der Eurozone führt. Von einer Zinswende zu sprechen, nur weil sich der Kupon der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe wieder hauchdünn in den grünen Bereich geschoben hat, wäre absolut verfrüht. Bei zwei- und fünfjährigen deutschen Anleihen werden Investoren zudem noch lange auf positive Erträge warten müssen – hier ist die Zeit des Negativzinses noch lange nicht vorbei. Vor diesem Hintergrund sind Investoren gut beraten, den Anleihenmarkt auch weiterhin zu meiden und der schleichenden Vermögensentwertung durch die Anlage in Aktienfonds zu entkommen, wie sie in den erfolgreich ins neue Jahr gestarteten SJB-Strategien favorisiert werden.

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