SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was bedeutet der Rekordverlust von BHP Billiton?

18. August 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was bedeutet der Rekordverlust von BHP Billiton? „Der australische Rohstoffgigant BHP Billiton muss im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Verlust in Rekordhöhe von insgesamt 6,4 Milliarden US-Dollar verkraften – das höchste Minus, was in der Unternehmensgeschichte jemals eingefahren wurde. Auch der Umsatz ging 31 Prozent im Jahresvergleich zurück“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die Eckpunkte der gerade veröffentlichten Konzernergebnisse des Minenbetreibers zusammen. „Sind die schwachen Zahlen ein Zeichen für den allgemeinen Niedergang der Rohstoffindustrie in Australien, oder eröffnen sie auf längere Sicht auch Chancen zu Umstrukturierung und Neubeginn?“ Eine topaktuelle Einschätzung zu dieser Frage findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, die Katastrophe kam mit Ansage und bewegte sich im Rahmen der Analystenerwartungen, die bereits tiefrote Zahlen prognostiziert hatten: Der weltweit agierende, in Australien beheimatete Rohstoffkonzern BHP Billiton hat mit 6,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 5,7 Milliarden Euro) den höchsten Jahresverlust seiner Unternehmensgeschichte zu verzeichnen. Auch die Umsatzzahlen brachen ein: Mit 30,1 Milliarden US-Dollar fielen die Umsätze des Rohstoffgiganten im Geschäftsjahr 2015/2016 um 31 Prozent geringer aus als im Vorjahr.

Ist mit der Vorlage dieser Zahlen und dem Rekordverlust von BHP Billiton der Rohstoffboom in Australien nun endgültig vorbei? Man könnte diese Auffassung vertreten, denn noch im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen Gewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Noch extremer fällt der Vergleich mit dem Rekordgewinn aus dem Geschäftsjahr 2010/2011 aus. Damals konnte der breit diversifizierte und global tätige Bergbaukonzern einen Gewinn von stattlichen 23,6 Milliarden US-Dollar vermelden.

Analysiert man den aktuellen Jahresabschluss von BHP Billiton, so muss man erkennen, dass auch Sonderabschreibungen und weitere einmalig wirksame Negativfaktoren zu dem Rekordverlust beigetragen haben. Trotzdem offenbaren die Geschäftszahlen des Rohstoffriesen: Der ungebremste Rohstoffboom in Australien ist mittlerweile vorbei, die dortigen Minenbetreiber müssen einschneidende Maßnahmen unternehmen, um ihren schnellen Niedergang zu verhindern. Denn die Niedrigpreise für einen Großteil an Mineralien – darunter die beiden wichtigsten australischen Exportgüter Eisenerz und Kohle – haben zu hohen Lagerbeständen geführt. Negative Konsequenzen hat auch das Vorhaben Chinas, das wirtschaftliche Wachstum im „Reich der Mitte“ zugunsten einer nachhaltigeren und stärker binnenorientierten Ökonomie zu drosseln.

Die Rohstoffindustrie in Australien muss sich auf deutlich schwierigere Jahre einstellen – nach rund 20 Jahren fast ungebremsten Wachstums sind jetzt Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen gefragt. Der Zwang zu Kosteneinsparungen trifft alle Rohstoffkonzerne in „Down Under“, und BHP Billiton, der Marktführer der australischen Rohstoffbranche, geht mit gutem Beispiel voran. Die Konsequenz: Nach dem Rekordverlust erwarten Analysten für die Geschäftsjahre 2016/2017 sowie 2017/2018 bereits wieder einen Anstieg des Gewinns je Aktie von 33 bzw. 11 Prozent, die Schweizer Großbank UBS spricht gar eine Kaufempfehlung für die BHP Billiton-Aktie aus.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was bedeutet der Rekordverlust von BHP Billiton? Das Rekordminus bei BHP Billiton kommt für den Konzern sowie die gesamte Rohstoffbranche gerade zur richtigen Zeit, um sich mit Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen für die Zukunft zu positionieren. Denn Marktstrategen und Rohstoffexperten rechnen langfristig damit, dass sich die Rohstoffmärkte wieder erholen – die Nachfrage der stetig wachsenden Weltbevölkerung und vieler Schwellenländer ist einfach zu groß, als dass es zu einem dauerhaften Einbruch kommen könnte. Damit wird sich auch die Bilanz von Firmen wie BHP Billiton wieder erholen können. Zwar dürfte es keine Rückkehr ins goldene Zeitalter unbegrenzten Wachstums geben, doch eine langfristig hohe und nachhaltige Nachfrage sollte stabile Preise auf einem auskömmlichen Niveau garantieren. Minenbetreiber und Rohstoffproduzenten, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt haben und mit Kapazitätsanpassungen gegensteuern, dürften dann zu den Gewinnern gehören!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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