SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bringt Italiens neuer Premier Renzi frischen Wind für die Wirtschaft des Landes?

09. April 2014 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bringt Italiens neuer Premier Renzi frischen Wind für die Wirtschaft des Landes? „Italiens neuer Premierminister Matteo Renzi hat in kürzester Zeit ein engagiertes Reformprogramm für sein Land vorgelegt. Verwaltungsreformen, SJB Fonds Echo. Analysiert.Steuersenkungen und Änderungen im Justizwesen sollen dazu beitragen, dass die Ökonomie ihren jüngsten Stabilisierungskurs fortsetzt“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen in Italien zusammen. Sind Renzis Reformen dazu geeignet, Wirtschaft und Haushalt Italiens neue positive Impulse zu geben? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, der als Schnellredner bekannte neue italienische Premierminister Matteo Renzi will auch durch schnelles Handeln überzeugen und hat ein ambitioniertes Programm vorgelegt, um Ökonomie und Staatsfinanzen von Italien wieder auf Kurs zu bringen. Noch im April soll es eine Verwaltungsreform geben, im Mai sollen Steuersenkungen in Angriff genommen werden und im Juni ist Italiens Justizsystem dran.

Wichtigste Punkte seiner Turbo-Reformen: Steuersenkungen im Volumen von 6,7 Milliarden Euro, eine Belebung des italienischen Arbeitsmarktes durch eine Absenkung der Beschäftigungssteuer sowie eine anvisierte Einhaltung der Drei-Prozent-Marke bei der Schuldenquote. Am Ende könnte gar ein ausgeglichener Staatshaushalt in Italien im Jahre 2015 oder 2016 stehen – eine Botschaft, die nicht nur Investoren in italienischen Staatsanleihen positiv aufnehmen dürften.

Das Wirtschaftsprogramm Renzis macht auf Beobachter einen guten Eindruck und ist vor allem sauber gegenfinanziert. Um mit den eigenen Worten des neuen Premiers zu sprechen, handelt es sich um „ein sehr ernsthaftes und rigoroses Programm, das auf vorsichtigen Berechnungen beruht“, eine „Visitenkarte für Europa“. Als Gegenleistung für seine Spar- und Reformbemühungen wünscht sich Matteo Renzi aus Brüssel mehr Flexibilität in Bezug auf Stabilitätspakt und Haushaltsdisziplin.

Für die unterschiedlichen Zielgruppen seiner Reformankündigungen ist in jedem Falle etwas dabei: Für die Italiener, die weiter in Krisenstimmung verharren und mit Renzi bereits den vierten Regierungschef in zwei Jahren besitzen, sind vor allem die Steuersenkungen interessant. Geringverdiener sollen hiervon am stärksten profitieren und sich über bis zu 80 Euro mehr auf ihrer Lohnabrechnung freuen können, die Managergehälter bei staatlichen Unternehmen hingegen sollen von der Regierung gedeckelt werden.

Renzis zweite Zielgruppe, die EU in Brüssel, ist eher an den aktuellen Wachstumsprognosen für Italien interessiert. Hier schraubt die neue Regierung die BIP-Erwartung für 2014 auf 0,8 Prozent herunter, was aber immer noch oberhalb der 0,6 Prozent liegt, die der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die EU-Kommission erwarten. Die Vorgängerregierung von Enrico Letta war noch von einem Wachstumsplus von 1,0 Prozent ausgegangen.

Positiv an diesen Zahlen: Die Rezessionsphase in Italien ist demnach beendet. Wie sieht es mit der Verschuldungsquote aus? Für 2014 soll das Haushaltsdefizit 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen und damit die EU-Vorgaben einhalten. 2015 sieht es nach Renzis Prognosen noch besser aus: Dann wird die Nettoverschuldung Italiens den Erwartungen zufolge auf 1,8 Prozent sinken.

SJB FondsSkyline. Fazit. Bringt Italiens neuer Premier Renzi frischen Wind für die Wirtschaft des Landes? Renzis neues Wirtschaftsprogramm wirkt solide und vermeidet Luftbuchungen, die den italienischen Haushalt nur aufs Neue belasten würden. So sind die Steuersenkungen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro mit Einschnitten in Höhe von 4,5 Milliarden EUR bei Behörden und Gehältern sowie durch Privatisierungserlöse ausreichend gegenfinanziert. Die dann noch fehlenden 2,2 Milliarden EUR will Renzi durch deutlich höhere Bankensteuern einnehmen – diese sollen auf bis zu 26 Prozent steigen. Insgesamt stehen die Chancen gut, dass Italien mit Renzis „Turbo-Programm“ die Grundlagen für einen neuen Wirtschaftsaufschwung legt. Renzis Anpackermentalität hebt sich dabei wohltuend von der bedächtigen Art Mario Montis ab, der zwar zu überzeugen, aber nicht immer mitzureißen wusste. Renzi hingegen geht konsequent die wichtigsten Strukturprobleme in der italienischen Wirtschaft an und dürfte damit auch Erfolg haben – denn er weiß die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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