SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stehen Griechenland-Anleihen vor dem Comeback?

02. April 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stehen Griechenland-Anleihen vor dem Comeback? „Anleihen des vom Staatsbankrott bedrohten Griechenland haben Investoren in den letzten Monaten traumhafte Renditen beschert. Allein im ersten Quartal 2014 legten die Zinspapiere um 23 Prozent zu“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um Griechenland-Anleihen zusammen. Sollten sich Anleger bei Staatsanleihen der ehemaligen EU-Krisenstaaten stärker engagieren, oder ist weiter Vorsicht angesagt? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, Staatsanleihen der EU-Peripherieländer sind am Kapitalmarkt so stark gefragt wie nie zuvor. Und so erstaunlich es klingt: Die Zinspapiere von Griechenland haben Investoren die besten Renditen in ganz Europa beschert. Ganz vorn dabei ist auch Portugal, wo das Programm zur Haushaltssanierung bessere Ergebnisse bringt als erwartet. Insgesamt haben griechische und portugiesische Staatsanleihen im ersten Quartal damit eine weit bessere Kursentwicklung verzeichnet als die Bonds anderer Länder aus der Eurozone. So erbrachten griechische Zinspapiere einen Ertrag von 23 Prozent – die beste Entwicklung unter den europäischen Märkten. Auf Platz zwei liegen die Staatsanleihen aus Portugal, die um zwölf Prozent zulegen konnten. Attraktive Renditen für Anleger, die in der weiter andauernden Niedrigzinsphase auf der Suche nach ertragreichen Investitionen sind.

Für Griechenland wie auch für Portugal gilt: Beide Staaten setzen ihre Bemühungen fort, an die internationalen Finanzmärkte zurückzukehren. Am besten sieht es hier für Portugal aus, das voraussichtlich im Mai sein Rettungsprogramm wird beenden können. Auch Griechenland plant neue Aktivitäten am Kapitalmarkt: Ende des Jahres möchte das Land auf dem Anleihemarkt vier bis fünf Milliarden Euro einsammeln. Anleger, die die Horrornachrichten über das lange vom Staatsbankrott bedrohte Land noch gut im Gedächtnis haben, fragen sich nun, ob sie hier investieren sollten. Fakt ist: Anleihen von den ehemaligen EU-Krisenländern sind am Markt derzeit sehr gefragt. Wie sehen die griechischen Fundamentaldaten aus?

Griechenlands Wirtschaft wird 2014 wahrscheinlich erstmals seit sieben Jahren wieder wachsen, so die aktuelle Prognose der Europäischen Kommission. Zudem konnte Hellas im vergangenen Jahr einen primären Haushaltsüberschuss verbuchen, also ein vor den Schuldzinszahlungen erzieltes Plus im Staatshaushalt.

Doch reichen diese fraglos positiven Aspekte aus, um dem Land schon wieder Kredit zu geben? Hier bin ich zugegebenermaßen skeptisch. Auch Richard McGuire, Anleihenexperte der Rabobank International in London, teilt diese Auffassung: „Es steht außer Frage, dass der Verschuldungsgrad in diesen beiden Ländern noch immer hoch ist und dass noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind“, betont der Zinsstratege. Während ein Einstieg in neu emittierte griechische Staatsanleihen demnach nicht unbedingt zu empfehlen ist, haben die Investoren, die auf dem Höhepunkt der Eurokrise furchtlos agierten und die ausgebombten Zinspapiere aus Griechenland aufkauften, bereits hohe Gewinne gemacht. Wer in bester antizyklischer Manier am Tag der berühmt gewordenen Draghi-Rede mit dem Versprechen, alles Nötige für die Rettung des Euro zu tun, in griechische Staatsanleihen eingestiegen ist, hat bereits eine stolze Rendite von 440 Prozent erreicht. Dies zeigen Berechnungen der Bank of America Merrill Lynch, die die Kursentwicklung griechischer Bonds seit dem 26. Juli 2012 unter die Lupe nahmen – dem Tag, als EZB-Präsident Mario Draghi den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen bedrohter Euro-Staaten in Aussicht stellte.

SJB FondsSkyline. Fazit. Stehen Griechenland-Anleihen vor dem Comeback? Während hartgesottene Antizykliker ihre Gewinne bei Griechenland-Anleihen längst eingefahren haben, ist Investoren aktuell ein Einstieg kaum zu empfehlen. Dies zeigt in aller Deutlichkeit der Blick auf die Rendite, die derzeit mit Staatspapieren der angeschlagenen Euro-Länder zu erzielen ist. Denn die durchschnittliche Rendite bis Fälligkeit bei Staatsanleihen aus den EU-Problemkandidaten Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien ist zum Ende des ersten Quartals 2014 auf lediglich 2,35 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit dem Start der Währungsunion gefallen. Trotz aller Verbesserungen in der Wirtschafts- und Haushaltssituation der betroffenen Länder stimmt hier das Chance-Risiko-Verhältnis nicht mehr. Und auch die Fundamentaldaten Griechenlands überzeugen noch längst nicht wieder: Das Verhältnis von Staatsverschuldung und Bruttoinlandsprodukt wird 2014 laut EU-Prognose bei 177 Prozent liegen – das wäre weiterhin die höchste Quote in der Europäischen Union.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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