SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht Deutschland eine langjährige Niedrigzinsphase wie zuvor Japan?

30. Juli 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht Deutschland eine langjährige Niedrigzinsphase wie zuvor Japan? „Zu Wochenbeginn sind die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen auf den tiefsten Stand aller SJB Fonds in der PresseZeiten gefallen und damit noch geringer als auf dem Höhepunkt der Eurokrise. Auch in Japan begann vor rund 25 Jahren eine lange und tiefe Wirtschaftskrise mit einem derartigen Rückgang der Zinsen auf ein extrem niedriges Niveau“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen am Anleihenmarkt zusammen. Rutscht Deutschland gemeinsam mit der Eurozone in eine ähnlich tiefgreifende wirtschaftliche Depression wie Japan vor einem Vierteljahrhundert? Die Parallelen sind frappierend. Weitere Details dazu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Renditen, die zehnjährige deutsche Staatsanleihen für Investoren abwerfen, waren noch niemals so niedrig wie heute. Zu Wochenbeginn sackten sie auf das neue Rekordtief von 1,119 Prozent ab und fielen damit nochmals etwas geringer aus als im Sommer 2012 mit dem Höhepunkt der Euro- und Schuldenkrise: Damals hatten die Renditen langlaufender deutscher Schuldpapiere bei 1,121 Prozent gelegen.

Was Marktexperten und Ökonomen nun völlig zu Recht große Sorgen bereitet, sind die frappierenden Ähnlichkeiten der deutschen Situation mit der Lage in Japan vor 25 Jahren. Die Angst vor „japanischen Verhältnissen“ geht um und setzt sich in den Köpfen der Marktteilnehmer fest. Ursprünglich waren alle von kurz oder lang wieder anziehenden Zinsen am Anleihenmarkt ausgegangen und hatten sich dementsprechend positioniert. Was aber, wenn die Zinsen überhaupt nicht mehr steigen und stattdessen auf dem extremen Niedrigniveau verharren? Für diesen Fall fehlt vielen ein Konzept, und die Sorge, dass das Renditetief den Auftakt zu einer größeren Wirtschaftskrise bildet, nimmt zu.

Was ist vor einem Vierteljahrhundert in Japan passiert, was die Angst vor einer „Japanifizierung“ der Euro-Zone antreibt? Nachdem im Jahre 1989 eine riesige Immobilienblase geplatzt war, gaben auch hier die Zinsen immer weiter nach. Ein neuerliches Anheben des Zinsniveaus von Seiten der Notenbank war auf lange Sicht unmöglich, da es die mit „faulen Krediten“ aufgeblähten Bilanzen der Banken und Versicherungsunternehmen zu stark belastet hätte. In der Konsequenz dauert die Niedrigzinsphase in Japan bis heute an und es ist weiter keinerlei Ende in Sicht. Zugleich bildeten die auf ein Rekordtief gefallenen Zinsen in Japan den Auftakt zu einer rund zwei Jahrzehnte dauernden Phase der wirtschaftlichen Rezession. Das Wirtschaftswunder der 1980er-Jahre fand ein jähes Ende, und es folgte eine lange Phase stagnierender oder leicht rückläufiger Wachstumszahlen. Ein Blick auf die japanische Industrieproduktion, die selbst heute noch auf dem Stand von vor 20 Jahren verharrt, macht das Problem überdeutlich.

Droht der Euro-Zone nun eine vergleichbare wirtschaftliche Schwächephase, wie sie das aktuelle Niedrigzinsniveau andeutet? Manches spricht dafür. Die Inflationsraten sind gefährlich niedrig und könnten wie zuvor in Japan zu einer Phase mit dauerhaft fallenden Preisen, Kaufzurückhaltung der Konsumenten und schwächelndem Binnenkonsum führen. Die Deflationsgefahr ist bei einer jährlichen Teuerungsrate von zuletzt 0,5 Prozent für die Gesamtheit der Euro-Zone alles andere als gebannt. Der Wert liegt meilenweit von den seitens der EZB angestrebten 2,0 Prozent entfernt und dürfte den jüngsten Prognosen zufolge nicht weiter ansteigen. Im Gegenteil: Für die Euro-Zone rechnen Analysten im Juni mit einer Inflationsrate von nur noch 0,4 Prozent, in Deutschland könnte sich die Teuerung in diesem Zeitraum sogar von 0,9 Prozent auf 0,5 Prozent abgeschwächt haben.

SJB FondsSkyline. Fazit. Droht Deutschland eine langjährige Niedrigzinsphase wie zuvor Japan? Rückläufige Renditen am Anleihenmarkt, kaum noch Inflation: Die Zahlen passen eher zu einer wirtschaftlichen Depression und machen mit ihren Parallelen zum Japan der 1990er-Jahre vielen Anlegern Angst. Nach dem neuen Rekordtief könnten die Renditen für Bundesanleihen noch weiter fallen, Deutschland wie einstmals Japan in die „Zinsfalle“ tappen. Die Signale vom Bondmarkt sind verstörend, steigende Zinsen trotz aller EZB-Maßnahmen und -Ankündigungen nicht in Sicht. Noch nie in der deutschen Geschichte war es so unattraktiv, sein Geld in zehnjährige Staatsanleihen zu investieren – doch das Ende der Zins-Abwärtsspirale ist noch nicht erreicht. Wie zuvor das Land der aufgehenden Sonne könnte Deutschland gemeinsam mit der Euro-Zone in die Depression abrutschen, in ein verlorenes Jahrzehnt für die ökonomische Entwicklung hineintaumeln. Die Vergleiche zu Japan sind so naheliegend wie überzeugend: Hier rutschten die Renditen sogar unter die Ein-Prozent-Marke ab – eine ganz ähnliche Entwicklung erwarte ich schon bald am deutschen Staatsanleihenmarkt.

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